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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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IVORY NIGHT
Ever be our friends
Matthias Decklar
www.ivorynight.de


Verndert man einen der besten Songtitel der Lauterer etwas, so kommen wir zu obiger Wertschtzung. Die Band begleitet die Metalheads Remigiusland seit den Anfangstagen und wir knnen wohl sagen, dass man zusammen schon einiges erlebt hat. Das neue Album war natrlich Anlass, bei Basser Carsten mal genauer nachzufragen, was sich so im letzten Jahr getan hat und das war einiges!

Hallo Carsten, das neue Album hat endlich das Licht der Welt erblickt. Die Geburt war allerdings eher ein Kaiserschnitt, gell?


Hallo Matthias. Ja, ein dreiviertel Jahr hat es nun gedauert, das neue Album einzuben, einzuspielen, aufzunehmen und letztendlich abzumischen. Die Arbeiten begannen im Oktober 2006 und nun, rechtzeitig zum CD Release am 29.06. auf dem Universittssommerfest in Kaiserslautern, soll das Teil gepresst und fr den Vertrieb frei gegeben sein. Kaiserschnitt mchte ich in diesem Falle eher nicht sagen, eher eine Art Frhgeburt, wenn man die Arbeiten und Strapazen der ersten CD begutachtet. Die erste CD hat zwei !!! Jahre gedauert. Natrlich wollten wir unsere CD"MACHINE" bereits im April 2007 verffentlichen, jedoch gab es einige technische Schwierigkeiten und Unstimmigkeiten, sodass wir uns entschlossen hatten, die CD bei Ronny Lang und Vera Nicklas (Vocalcoaches von Patrick http://www.vocallessons.de) produzieren zu lassen. Hinzu kam noch die Sdamerika Tournee im Mrz, sodass wir auch nicht aktiv in unserem ersten Studio vor Ort eingreifen konnten. So waren der damalige Produzent sowie die Band unglcklich ber den Verlauf und man hat sich in Gte von der vertraglichen Verpflichtung trennen knnen.

Natrlich ist ein aktuelles Album immer das jeweils beste der Band. Wo liegen denn deiner Meinung nach die Unterschiede zum wahrlich guten Debt?

Das Debt "7-Dawn Of The Night" betrachtet die Band als eine Art "Best Of" der damals vergangenen sieben Jahre IVORY NIGHT. Wir haben eine Flle von alten Songs, die bestimmt zwei weitere CDs voll machen wrden, aber das ist alles Schnee von gestern. Das Album "MACHINE" wurde erstmals in der Bandgeschichte von IVORY NIGHT in einer intakten Besetzung komponiert, arrangiert und aufgenommen, ohne dumme Besetzungswechsel, wie wir es in der Vergangenheit oft genug hatten. So betrachte ich die aktuelle CD als eigentliches Debt, weil sich jeder einbringen konnte. Durch die Ideen von unserem Drummer Volker Schick gewinnt IVORY NIGHT wahrlich an musikalischer Flexibilitt. Es passiert rhythmisch mehr als beim Vorgnger. Wir probieren auch unterschiedliche Einflsse aus. IVORY NIGHT steht ab sofort nicht nur fr melodischen Heavy Metal, wie wir nach der ersten CD beschrieben wurden. Das neue Album enthlt unterschiedliche stilistische Eigenschaften, so dass wir unsere Musik schlicht und einfach als Heavy Metal bezeichnen wollen. Es ist auf alle Flle fr jeden etwas dabei, sei es Thrash, Death, Power, Melodic, Heavy, True, Rock, Swing, Jazz, Grind oder Klassik.

Ihr habt als Band im letzten Jahr eine Ochsentour hinter euch, die sich aber wohl langsam auszahlt, was der Gig beim KIT zweifelsohne belegt.

Nun, alleine durch die Zusammenarbeit mit ROSS THE BOSS von Manowar werden schon einige Leute hellhrig, wenn es um IVORY NIGHT geht, obwohl es zwei Paar Schuhe sind. Natrlich lernt man durch die Aktivitten mit Ross auch einige Veranstalter kennen. Der Gig auf dem "Keep It True Festiva"l war bisher der grte Gig, wenn man es von Seite der Medienprsenz betrachtet. Aber auch der Gig auf dem" RockMania Festiva"l war nicht ohne. Schei drauf, ob wir in kleinen Clubs oder auf Festivals spielen. Hauptsache, wir knnen den Heavy Metal Fans vor der Bhne eine gute Show bieten und sie mit unserer Musik so begeistern, wie wenn wir auf die Bhne gehen. Ob ein Gast oder eintausend, IVORY NIGHT ziehen ihr Ding durch und wir werden immer Spa dabei haben!

Ihr hattet zwei Auslandstermine. Zunchst wart ihr im Juni 2006 bei der italienischen Band DARK HORIZON zu Gast in Piacenza. Schilder mal deine Eindrcke von dieser Tour!

DARK HORIZON sind gute Freunde von uns geworden. Wir haben uns ja auch in Deutschland schon des fteren die Bhne teilen drfen...dank den Metalheads Remigiusland. Was ich an der Tour schade finde, und das in erster Linie im Hinblick auf so eine gute Band wie DARK HORIZON, ist, dass in Italien wohl keine echte Metal Szene existiert. Es waren relativ wenige Fans auf den Konzerten und die Clubs oder Veranstaltungsorte waren recht unfair, was Gagenzahlung betrifft. Aber im Gesamten war es wunderbar wie DARK HORIZON uns allen dieses Wochenende verst hat. Dabei denke ich an das gemeinsame Mittagessen mit traditionellen Speisen, aber auch das Fuballspiel Italien - Deutschland auf dem Bolzplatz war eine Bereicherung zur Festigung unserer Freundschaft... natrlich war auch das Wetter Weltklasse ;-)

Euer persnliches Highlight war sicherlich die Sdamerikatour. Wie kam es denn zu diesen Gigs und wie ist die Reise verlaufen?

Durch unsere Promo zur ersten CD habe ich das Teil in alle Ecken und Enden dieses Planeten verschickt. So kam es, dass ein gewisser Lalo aus Peru einen Song von uns auf einen Sampler packen wollte. Wir stimmten dem zu und fragten mit einem Augenzwinkern, wie es mit einer Tour durch sein Land ausshe. Er meinte, er sei Promoter fr Bands und das sei kein Problem. Also machten wir das mal einfach ohne zu wissen, was uns erwartet. Die Reise ist absolut super verlaufen. Die Hallen waren gefllt (200 - 400 Zuschauer) und die Resonanz mehr als berschwnglich. Im Vergleich zu Deutschland ist in so einem rmeren Land ein Konzert ein absolutes Highlight. Die Metalfans kommen aus allen Lchern und einer feiert wie tausend. Auch dort haben wir viele Freunde gewonnen und unser Bekanntheitsgrad ist dadurch auch gestiegen. Natrlich war alles super stressig. Zwlf Stunden Busfahrt war da nix von einem Ort bis zum anderen. Das heie Wetter und auch die Hhenunterschiede waren sehr krass. Der hchste Ort, den wir passierten, war 5000m hoch und die hchste Stadt 3800m. Aber wir betrachteten die Tour als eine Art Trainingslager fr unsere Aktivitten in Deutschland. Nun kann uns nix mehr schocken (

Alle Bandmitglieder haben neben IN ja noch andere Dinge laufen. Du und Snger Patrick Fuchs seid ja ein Teil der ROSS THE BOSS Band. Wie ist denn der Ex-Manowar Gitarrist so und wie habt ihr die Gigs auf den groen Festivals erlebt?

Ross Friedman ist einfach ein guter Kumpel, ein super Gitarrist und Musiker, von dem man viel lernen kann. Er lsst uns unsere Freiheiten, wenn es um das Komponieren von eigenen Stcken geht und er ist immer total relaxt. Wir tourten mit ihm in Griechenland und Italien, wir haben immer Spa und es gab niemals Unstimmigkeiten. Er lsst auch nicht den Star raushngen, der er zweifellos ist. Wir sind gleichberechtigte Musiker unserer Band und werden nie in eine Zwangsjacke von ihm gesteckt. Zusammen mit Matthias Mayer am Schlagzeug sind wir zu einer Einheit gewachsen und jedes Konzert macht Spa Spa Spa ( Ein absolutes Erlebnis war ohne Zweifel der Auftritt auf dem Rock Hard Festival. Die Arena war gefllt, als wir auf die Bhne kamen und die Fans machten wie wild. Aber auch das ganze Drumherum war ein schnes Erlebnis. Wir lernten das Rock Hard Team um Gtz Khnemund kennen und erlebten einen echt harmonischen Tag mit diesem tollen Team. Dafr mchte ich mich auch an dieser Stelle bei dem ganzen Rock Hard Team im Namen der ROSS THE BOSS Band bedanken.

Plant ihr nach der Verffentlichung des Albums eine Tour mit einem greren Headliner oder setzt ihr weiter auf viele kleinere Gigs, um so euren Bekanntheitsgrad weiter in der Szene zu steigern?

Wir werden einige Club Gigs aber auch noch einige Festivals spielen. Ein grerer Headliner war mal im Gesprch, jedoch wollen wir uns darauf nicht versteifen. Wie ich bereits erwhnte zhlt bei uns der Spa. Unser Booking Manager Jens Manegold plant ab Oktober einige Konzerte und da werden wir wohl den Headliner Status bernehmen, auch wenn uns in verschiedenen Clubs keiner kennt. Aber wir arbeiten daran. Zusammen mit Jens haben wir ein Konzept entworfen, welches bereits Frchte trgt. Kommt ein Angebot fr 'nen Gig, werden wir das annehmen, denn es gibt nichts schneres, als auf der Bhne zu stehen, und diese Einstellung sollte ein Musiker nie vergessen...denn dann ist er mit seiner Musik tot!!!

Ich denke, die Lauterer sind in allen Bereichen auf dem richtigen Weg und in einigen Jahren wird der Name IVORY NIGHT in der europischen Szene einen Ruf wie Donnerhall haben. Die vielen Konzerte und das berragende Album "Machine" im Rcken, werden den Pflzern einige Tren ffnen und das KIT drfte nur der Anfang gewesen sein, was grere Gigs angeht. Zudem wird man ber die ROSS THE BOSS Band, den eigenen Bekanntheitsgrad immer wieder steigern knnen, wobei sich die Band musikalisch hinter niemandem verstecken muss.
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