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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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DIONYSUS
Griechischer Weingott und deutsch-schwedische Kooperation
Thorsten Dietrich
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Power Metal die 1000.? Ja und nein, einerseits gibt es viele solcher Bands, andererseits haben die wenigsten solche gute Songs und einen Sänger wie Olaf Hayer (auch Luca Turilli), der mir hier Antworten auf meine Fragen gab! Dabei fiel auf: nicht jeder Power Metal Band muss den Hörer mit Klischees totwerfen!


Hi Olaf!
Wie kam es zu der deutsch schwedischen Kooperation Dionysus? Wie oft sehtihr euch?

Nun, als Ronny damals bei Sinergy aufgehört hat, wollte er eine neue Band gründen. Nicht als Projekt, sondern als richtige Band mit gleichberechtigten Bandmitgliedern. Er schaute sich dann nach den richtigen Leuten um und wurde zuerst bei Johnny und Nobby (beide früher bei Nation) fündig. Die drei fingen dann schon mal an, Songs zu schreiben und zu proben. Auf der Suche nach einem Sänger fiel Ronny dann die erste Luca Turilli - CD in die Hände. Darauf hin rief er mich irgendwann an und fragte, ob ich dabei bin. Dann schickten die Jungs mir Demos und mehr Informationen. Was ich da gehört hatte gefiel mir sehr gut, so dass ich zusagte. Später kam dann noch Kaspar dazu.
Wir sehen uns wie du dir sicherlich denken kannst nicht all zu oft. Ich fliege ab und zu mal für gemeinsame Probennach Schweden aber ansonsten proben die Jungs ohne mich. Das Songmaterial schicken wir uns per e-mail zu.

Die Technik macht heute ja vieles möglich und einfacher. Ist Dionysus einfach ein netter Göttername, oder steckt dort mehr dahinter?

Dionysus ist ja der Gott des Weines. Damit verbinde ich den Spass am Leben - eben eine positive Lebenseinstellung. Das ist es was wir empfinden und weitergeben wollen. Deshalb finde ich, dass der Name passt.

Ja, gute Begründung. :-) Wie lief das Songwriting für die Scheibe ab?

Einige Songs waren schon fertig als ich in die Band kam. Andere haben wir zusammen ausarbeiten können. Bei uns kommt eigentlich keiner nur mit einer Idee, sondern mit fertigen Songs, an denen wir dann allerdings gemeinsam herumfeilen.

Dionysus

Also doch teilweise Teamwork. Du kannst doch als Sänger was zu den Texten erzählen?

Wir versuchen halt grundsätzlich positive Dinge zu vermitteln. Einige Texte sind aber auch sehr persönlich und beschäftigen sich mit dem, was dem Schreiber gerade so im Kopf herum geht. Ich will hier nur mal zu drei Texten etwas sagen:

"Anthem of the children". Mit diesem Song (von Ronny) möchten wir die Missstände in der Welt anprangern. Hier geht es darum das in bestimmten Teilen der Welt die Kinder keine Zukunft haben und unter den übelsten Bedingungen leben oder gar sterben müssen.
"Don't forget". Diesen Song hat Johnny seinem Sohn gewidmet. Hier verarbeitet er die persönlichen Gefühle, die er damals hatte, als sein Sohn geboren wurde. Damals wollte er eigentlich kein Kind, aber heute kann er sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen.
"Holy war". Dies ist ein Song von mir. Hier geht es um den ewigen Kampf zwischen gut und böse. Ich, als Christ glaube dass am Ende das Gute siegen wird, und dass wir alle gemeinsam dafür kämpfen sollten. Wobei ich mit kämpfen nicht meine die Waffen zu erheben, sondern ich meine den persönlichen Kampf, der in unserem Inneren tobt, und uns veranlasst, Gutes oder Böses zu tun.

Power Metal ohne Klischeetexte muss auch sein, finde ich klasse. Was macht ihr dieses Jahr mit Dionysus, Festivals, Tour etc?

Unsere Plattenfirma hat uns versprochen, dass wir auf einigen Festivals spielen werden, evtl. auch eine kleine Tour, aber darüber weiß ich noch nichts Konkretes.

Schade. Du machst Dionysus und Luca Turilli, gehst Du mit dem auch mal auf Tour?

Mit Luca soll es nach der dritten CD eine Tour geben, auf die ich mich schon sehr freue. Im Moment ist das leider nicht möglich, da Luca sehr mit Rhapsody beschäftigt ist, und ich mit Dionysus.

Das ist doch immerhin ein Lichtblick für die Fans! Was treibst Du sonst und wie siehst Du im Moment die Metalszene?

Ich denke, es ist heut zu Tage schwierig, sich als neue Band zu behaupten. Der Markt ist ziemlich überlaufen, und insbesondere unter dem Aushängeschild Power-Metal gibt es sehr viele Bands. Das ist mir aber ziemlich egal. Für mich ist es wichtig, dass ich hinter der Musik stehen kann die ich mache und dass ich Spass daran habe. Wenn es dann den Leuten noch gefällt, dann freut mich das sehr. Ich sehe aber nicht ein, dem neuesten Trend hinterherzulaufen, nur um möglichst viele Platten zu verkaufen. Wenn ich das wollte müsste ich Pop machen.

Ich denke auch, dass ihr bei den vielen (auch guten) Bands kämpfen müsst, um euch zu behaupten. "Its A Long Way To The Top!"
Wer hat Dich als Musiker beeinflusst, was inspiriert Dich?

Was mich sehr beeinflusst hat, sind die Bands aus den Achtzigern: Helloween, Judas Priest, Manowar, AC/DC usw. Es gibt auch einige neue Bands, die mir sehr gut gefallen, allerdings kann ich mit dem ultramodernen Zeugoder Death-bzw. Thrash- Metal nicht viel anfangen.

Nicht? So alt bist Du doch nicht, haha. Aber Geschmäcker sind verschieden und die Bands, die du nanntest sind schon klasse.

Viele Dank, für das Interview, Olaf!
Leute, Dionysus sind eine klasse Band mit guten Songs, die für Power Metal Freaks eine gelungene Bereicherung der Sammlung darstellen. Wenn Dionysus es schaffen, ihrem Sound noch mehr Eigenständigkeit zu vermitteln, ist sie nicht mehr aufzuhalten. Ich denke auch, dass diese Band mit der zweiten Scheibe sich nochmals sehr steigern wird! Wetten?


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