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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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BURDEN OF GRIEF
Auf internationalem Niveau
Andre Kreuz
www.burdenofgrief.de


BURDEN OF GRIEF punkteten krzlich sicher nicht nur bei mir mit ihrem neuen Langeisen "Death End Road". Da seit dem Vorgnger einiges an Zeit verstrichen ist war es Zeit, sich ein Update aus dem Lager der deutschen Melodic Deather zu holen, das erfreulich ehrlich und informativ ausfiel:

Seit eurem letzten Longplayer "Fields Of Salvation" sind ber drei Jahre vergangen. Was hat sich seitdem im Lager BURDEN OF GRIEF getan?

Es gab leider einige Band-interne Probleme, die schon whrend den Arbeiten zu "Fields Of Salvation" angefangen haben.Ich will da jetzt nicht nher drauf eingehen. Auf jeden Fall haben diese Probleme dazu gefhrt, dass wir das Songwriting zum neuen Album immer weiter nach hinten verschoben haben. Als wir dann irgendwann gemerkt haben, dass wir in der damaligen Besetzung nicht mehr kreativ und freundschaftlich zusammenarbeiten konnten, mussten wir halt die Notbremse ziehen, und zwei Leute aus der Band schmeien. Unser alter Drummer Carsten hat schon ein Jahr vorher die Band verlassen, allerdings aus zeitlichen Grnden. Mit ihm sind wir nach wie vor gut befreundet. Naja, und dann mussten wir uns halt neue Leute suchen, was aber ziemlich schnell funktionierte, und in der neuen Besetzung haben wir dann sofort begonnen, "Death End Road" zu schreiben. Wir haben dazu auch 2006 eine Live-Pause eingelegt und ununterbrochen am Album gearbeitet.

Euer neues Langeisen "Death End Road" habt ihr zusammen mit Tommy Hansen in Dnemark aufgenommen. Hat er - wie beim Vorgnger - nur den Mix und das Mastering bernommen oder gingen dort auch die kompletten Aufnahmen ber die Bhne?

Burden Of Grief

Nein, die Aufnahmen haben wir wieder hier in Deutschland gemacht, zum ersten Mal in unserer Heimatstadt Kassel. Das hatte fr uns den riesigen Vorteil, dass wir relativ relaxt und ohne viel Zeitdruck arbeiten konnten. Fr den Mix haben wir dann wieder Tommy Hansen gewhlt, weil uns seine Arbeit am letzten Album sehr gut gefiel und weil er relativ kurzfristig fr uns Zeit hatte.

Wieso seid ihr berhaupt nach Dnemark gezogen, wre eine Produktion in Deutschland nicht einfacher gewesen?

Wie gesagt, die Vorproduktion haben wir ja diesmal wieder hier in Deutschland gemacht und haben auch dafr soviel Zeit in Anspruch genommen wie noch nie zuvor. Ich bin aber der Meinung, dass es in Deutschland keine Metal-Producer mit internationalen Niveau gibt, zumindest nicht fr diese Art fr Musik bzw. fr den Sound, den wir uns vorstellen.

In meinem Review zu "Death End Road" habe ich den meiner Meinung nach sterilen Drum-Sound bemngelt. Kannst Du das nachvollziehen?

Wir hatten bei der Produktion ein paar technische Probleme, die uns leider viel Zeit gekostet haben. Irgendwann ist uns dann die Zeit davon gelaufen, und Zeit ist ja bekanntlich auch Geld. Im Groen und Ganzen sind wir sehr zufrieden mit den Gesamtergebnis. Einige Dinge werden aber beim nchsten Mal auf jeden Fall noch verbessert. Mit dem Drum-Sound habe ich selber ehrlich gesagt berhaupt keine Probleme, mir als Gitarrist ist eher der Gitarrensound nicht fett genug. Dieses Mal hatten wir auch leider etwas den Eindruck von Tommy Hansen, dass er nicht so wirklich auf unsere Vorstellungen eingehen wollte, sondern lieber seine Soundvorstellungen verwirklichen wollte. Daher werden wir wohl auch das nchste Mal einen anderen Produzenten aufsuchen...

Auch auf eurem neuen Album habt ihr wieder Bonus-Stcke mit am Start. Wieso habt ihr euch entschieden, "Smashed To Pieces" und "Immense Infinity" vom 2000er Werk "Haunting Requiems" neu einzuspielen? Sind das Stcke, die live auch immer besonders gefordert werden?

Im Grunde sind dies die einzigen beiden Stcke von unserem ersten Album, die wir berhaupt noch ab und zu live spielen. Und da diese beiden Songs schon viele Jahre und einige Besetzungswechsel auf dem Buckel haben, wollte wir diese im Zuge des neues Album nochmal neu aufnehmen. Aber es stimmt auch, dass die Fans diese Songs live immer wieder fordern. D.h. wir haben selber gemerkt, dass wir diese Songs immer parat haben sollten, weil sie oft auch unerwartet gefordert werden.

Das Cover-Artwork von "Death End Road" harmoniert gut mit dem Titel der CD. Wer war hier der Ideengeber und wer hat es umgesetzt? War es Absicht, dass es moderner wirkt als die Cover eurer anderen Alben?

Burden Of Grief - Death End Road Cover

Das Cover stammt von dem schwedischen Knstler Mattias Norn, der u.a. auch schon Cover fr COMMUNIC, EVERGREY und INTO ETERNITY gemacht hat. Er stammt also eher aus der Prog-Ecke, aber wir wollten bewusst kein Klischee-Cover haben, sondern uns von Bands unseres Genres etwas abheben. Wir hatten schon einige Ideen, in welche Richtung das Cover gehen sollte, und Mattias hatte zuflligerweise noch dieses Bild auf Lager, welches ziemlich genau unseren Vorstellungen entsprach. Das Bild stand dann auch Pate fr den Titel "Death End Road", d.h. das Cover war eher da als der Titel.

Auf eurer Homepage kndigt ihr an, dass zusammen mit dem Release zu "Death End Road" ein neues Design an den Start gehen wird. Was darf man davon erwarten?

Schau einfach mal nach, die neue Website ist mittlerweile online!

Ihr habt den Mann gehrt! Aber erst fertiglesen! ;-)
Am 31.03., einen Tag nach der Verffentlichung der neuen Scheibe, spielt ihr in Germete auf dem Art Of Darkness Festival, wo gleichzeitig eure Releaseparty stattfindet. Was habt ihr da geplant und mit wem werdet ihr die Bhne teilen?

Das Art Of Darkness ist ein kleineres Indoor-Festival, welches wir als Band mitlerweile seit zwlf Jahren organisieren und bei dem wir es uns natrlich nicht nehmen lassen, auch selber auf die Bretter zu steigen. In den letzten Jahren hatten wir Bands wie TANKARD, HATESPHERE, DEW-SCENTED usw. Das diesjhrige AOD ist mittlerweile auch schon wieder vorbei. Wir hatten insg. sieben Band am Start, die Headliner waren DEZPERADOZ. Leider waren dieses Jahr einige Besucher weniger dort als noch in den letzten Jahren. Aber so wie es aussieht, werden wir im Winter einen nchsten Anlauf starten, dann auch mit deutlich greren Bands.

Anfang Juni macht ihr euch dann in die Slovakei auf, wo ihr u.a. mit GALADRIEL zocken werdet. Was habt ihr fr Erwartungen und wie kam es zu den Gigs?

Nachdem wir in den letzten Jahren wirklich in fast jeden Club in Deutschland schon gespielt haben, war es fr uns eine besondere Herausforderung, endlich mal etwas ber die Grenzen von Deutschland hinaus zu kommen. Deswegen haben wir natrlich auch unsere Bemhungen dahingehend verstrkt. Bis jetzt sind schon Shows in sterreich, Schweiz, Slowenien, Estland und eben in der Slowakei besttigt. Natrlich werden wir bei diesen Trips alles andere als reich, im Gegenteil. Aber das Besondere daran ist ja, dass wir nicht wissen, was uns dort erwartet und wie wir dort aufgenommen werden.

Was hat es mit dem "Hard Rock Laager Open Air" in Vana-Vigala am 30.06. auf sich, das ihr ebenfalls beschallen werdet? Und wo liegt Vana-Vigala berhaupt??

Das Hard Rock Laager ist das grte, nicht kommerzielle Open Air Festival in Estland fr harte Musik. Letztes Jahr waren dort SATYRICON und TIAMAT Headliner, und fr dieses Jahr sind u.a. SOILWORK und VADER schon besttigt. Wir freuen uns alle sehr auf dieses Festival. Ich selber bin vor vielen Jahren schon mehrfach in Estland gewesen und habe damals dieses Land wirklich schtzen gelernt. Deswegen hat es gerade fr mich ein besondere Bedeutung, mit BURDEN OF GRIEF dort endlich mal spielen zu knnen.

OK, besten Dank fr Deine Zeit, das war's von meiner Seite! Noch was, das Du gerne auf die ahnungslose Metallerschaft loslassen wrdest?

Ich danke Dir fr das Interview und mchte Eure Leser gerne nochmal auf unser brandneues und sehr cooles Merchandise hinweisen, welches es nur direkt bei uns auf unserer Homepage zu bestellen gibt.

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