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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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THE GATHERING
Listening Session - Berlin 02.02.06
Thorsten Dietrich
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Berlin in zwlf Stunden hin und zurck ist schon ein Erlebnis und auch natrlich Stress, das liegt dann auch an zu spter Fliegern. Dank meinen langen Beinen und einem guten Taxifahrer kam ich gerade noch pnktlich zur Listeningsession fr das neue The Gathering Album "Home" an. Die Band hat mit Sanctuary Records einen neuen Hafen gefunden und will wohl wieder richtig durchstarten. Zahlreiche Pressevertreter aus dem In - und Ausland hielten schon ein Schwtzchen bei Hppchen und Getrnken, whrend ich eintraf und schon neugierig auf eine der in den 90ern ersten Gothic Metal Bands mit weiblichem Gesang war. Als Death-Doom Band gestartet und mit "Always" ein Meisterwerk vollbracht, kam mit der Frontfrau Anneke van Giersbergen und den Alben "Mandylion" sowie "Nighttime Birds" der Durchbruch, worauf man sich immer mehr die Metalriffs sparte und eher in die ruhige Indie-Rock Richtung driftete. So habe ich Metalfreak die Band Ende der 90er auch aus den Augen verloren und erst mit der 2003er Akustikscheibe "Sleepy Buildings...." wieder fr mich entdeckt! Ich wusste noch nicht mal, dass eine Bassistin zur Band gehrte und htte bis auf Annegret die schwer brav aussehenden Jungs kaum wieder erkannt. So war ich also auf die Musik sehr gespannt.

Die Songs von "Home":

  • "Shortest Day": Treibende Drums, zarte Gesang von Anneke, das Trademark der Band. Sphrische Gitarren mit einem rockigen Grundgerst. Super Einstieg und eine Weiterfhrung der 90er Hitalben!
  • "In Between": Vertrackt und vertrumt. Rockgitarren treffen auf "schlangenbeschwrerartige" Gesanglinien. Wieder ein typisches Merkmal von The Gathering mit spaciger Atmosphre.
  • "Alone": Tieftraurige Molltne, verspielte Keyboardsounds und die alles berragende Stimme von Anneke. Groartige Gesangslinien, die verschiedenartige Emotionen freisetzen.
  • "Waking Hour": Mechanische Sounds berraschen. So stelle ich mir Gerte in einer Fabrik vor, die automatisch laufen. Diese Gerusche werden mit Annekes toller Stimme kombiniert und so ergibt sich eine Gnsehautstimmung. Eine prgnante Rhythmussektion und an den richtigen Stellen einsetzende Gitarrensounds runden den tollen Eindruck ab.
  • "Fatigue": Spacig, dster, ein nettes circa zwei Minuten langes Instrumental.
  • "A Noise Severe": Melancholisch bis ins Mark. Annekes Stimme steht sehr im Vordergrund, was gut kommt. Hat ein sehr "noisiges" Ende.
  • "Forgotten:" Die Gitarren und Annekes Stimme bilden eine Einheit. Zerbrechliche Gnsehautballade mit einfachem aber um so effektiveren Aufbau.
  • "Solace": spanisch(?) gesprochenes Intro, abgefahrene Sounds: Teilweise rappelt es wie eine Spendenbchse voller Mnzen! Weitere Sprachsamples. Der abgefahrenste Song der Scheibe.
  • "Your Troubles Are Over": Treibender Beat, fast tanzbar fr solch eine Band wie The Gathering, Gesang sehr im Vordergrund. Unterlegt mit nur sehr dezenten Gitarren.
  • "Box": Sehr ruhiges Stck, wo auch der Gesang wieder sehr im Vordergrund steht und am Ende wie auch bei anderen Songs, leicht industrial - artige Soundspielereien auftauchen.
  • "The Quiet One": Akustische Gitarren und schwebender Gesang, ein sehr entspannender Song.
  • "Home": Das Titelstck ist recht komplex und bedarf wohl einiger Durchgnge bis es zndet, ist aber wirklich nicht verkehrt.
  • "Forgotten Reprise": Das sechste Lied "Forgotten" gibt es nun noch in einer anderen Version: Nur Annekes Gesang und Keyboards lassen das Lied noch ruhiger klingen, wozu auch gewisse sphrische Sounds beitragen. Ein netter, ruhiger Ausklang fr die Platte.
Fazit: Nennt es Rock, nennt es Gothic oder Alternative, The Gathering sind nach drei Jahren ohne Studioalbum zurck und bleiben einzigartig - genial! "Home" ist auf jeden Fall, einer der Lichtblicke 2006.

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