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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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DAWNRIDER
Nur so zum Spaß
Roland Wohde
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Tarek Maghary. Diesen Namen dürften zu Beginn des Jahrtausends wohl nur die wenigsten von euch gekannt haben. Doch gerade einmal fünf Jahre später hört man ihn so oft, dass man meinen könnte, ihn schon ewig zu kennen. Und wem der Name tatsächlich noch nicht durch die Band Majesty oder das KIT bekannt ist, bekommt nun vom sympathischen Workoholic eine neue Gelegenheit geboten. Denn mit seinem aus einer Laune heraus entstandenem Dawnrider Projekt gibt der Mann der traditionsbewussten Metalgemeinde neues Futter. Wie es hierzu kam, worum es geht und was die Zukunft bringt erfahrt ihr hier.

Hallo Tarek,

erstmal Hut ab für dein Projekt! Wie schafft man es eigentlich, neben einer Hauptband, dem Veranstalten eines immer beliebter werdenden Undergroundfestivals und dem Schreiben eines Romans noch ein Projekt anzuschieben, das aufgrund der vielen Gastmusiker sicher besonders arbeits- und organisationsaufwändig ist? Und wie lief die Arbeit mit all den verschiedenen Künstlern überhaupt ab?


Nun ja, das Dawnrider Projekt war sicher ein Haufen Arbeit, aber bei mir ist das ganz schlimm, wenn ich mir etwas in den Kopf setze, muss ich das auch durchziehen. So setzte ich mich vor ca. einem Jahr des Abends ans Klavier und begann damit, die Vorgeschichte zu meinem Roman musikalisch zu vertonen und ich machte mir Gedanken darüber, mit welcher Art von Sängern die einzelnen Charaktere am Besten umgesetzt werden könnten. Das Ganze machte ich eigentlich nur so zum Spaß, aber schon kurze Zeit später kamen immer mehr Ideen für Songs, die sich zu den Bildern der Geschichte in meinem Kopf abspielten. Am nächsten Tag nahm ich dann schon die ersten Riffs im Studio auf. Wie du selber sagst, mache ich natürlich viele Sachen, aber ich versuche bei allem immer 100% Herzblut hinein zu stecken. Ich hasse es, wenn ich zu Hause sitzen muss und nichts zu tun habe. Das geht vielleicht mal zwei Tage gut, aber danach brauche ich einfach Rock ´N´Roll.

Die meisten der involvierten Personen dürftest du ja spätestens durch das KIT kennen gelernt haben, bei dem viele schon selbst auf der Bühne standen. Gab es dennoch Musiker zu denen du bis dahin noch keinen Kontakt hattest, du sie aber trotzdem unbedingt dabei haben wolltest? Und waren alle sofort Feuer und Flamme und hatten Zeit, oder musstest Du bei dem ein oder anderen extra Überzeugungsarbeit leisten?

Das war eigentlich bei jedem Einzelnen verschieden. Es ist richtig, dass ich zum Beispiel James, Mark und Bryan durch das KIT kennen lernte. Ross The Boss ist seid dem ersten MAJESTY Album ein guter Freund von mir und er war während der DAWNRIDER Aufnahmen gerade in Deutschland auf Tour mit seiner neuen Band THE BRAIN SURGEONS und da hatte er zwei Day Offs, an denen er mich besuchte und wo er dieses geniale Solo einspielte. So gibt es zu jedem der Sänger eine eigene Geschichte zu erzählen. Ich bin auf alle Fälle tierisch stolz, dass so viele großartige Künstler mitgewirkt haben. DAWNRIDER

Die Scheibe ist ja der erste Part einer großen Story, die in der gleichen Welt wie dein kommender Roman angesiedelt ist. Erzähl doch mal etwas zur Albumstory und damit verbunden auch zur Entstehung dieser komplexen Welt.

Wie gesagt, DAWNRIDER erzählt die Vorgeschichte zu dem Roman und ist auf drei Teile ausgelegt. Es ist eine typische Fantasy Geschichte über den ewigen Kampf von Gut gegen Böse. Ich liebe es einfach, sich ab und an in so eine Fantasy Welt zu flüchten. Ich lese auch viele Romane aus diesem Bereich und bin absoluter „Herr der Ringe“ Fan. Aber das habe ich wohl mit vielen Metal Fans gemeinsam.

Mich persönlich hat beim Hören der Scheibe am meisten gewundert (und auch enttäuscht), dass die einzelnen Stücke einfach ausgefadet werden. Gerade bei einer zusammenhängenden Story erwartet man doch auch ein zusammenhängendes Werk. Wie siehst du das?

Da gebe ich dir völlig Recht. Das ist mir im Nachhinein auch aufgefallen. Beim zweiten Teil werde ich auf alle Fälle darauf achten, dass nicht so viele Stücke ausgefaded werden.

Und in Bezug auf das gesamte Projekt stellt sich, auch wenn es vielleicht ein wenig früh ist, natürlich die Frage, wie es um die Fortsetzung bestellt ist. Hast Du einen Masterplan und schon konkrete musikalische Ideen und Vorstellungen darüber, wer mitwirken soll etc., oder steht die Fortsetzung des Ganzen noch in den Sternen?

Also jetzt steht erstmal die neue MAJESTY Scheibe „Hellforces“ an, die wir natürlich 2006 ausführlich betouren werden. Ich denke, dass ich dann im Herbst wieder mit der zweiten DAWNRIDER anfangen kann.

Dieses Werk einmal auf der Bühne sehen zu dürfen ist wohl utopisch, oder? Obwohl man ja vielleicht zum zehnjährigen Jubiläum des KIT …. ;-)

Das wäre natürlich ein großer Traum von mir, aber halt von den zeitlichen und örtlichen Verhältnissen der einzelnen Akteure nur sehr schwer möglich. Was wir aber vorhaben ist, dass wir mit MAJESTY, wenn der ein oder andere DAWNRIDER Künstler anwesend, ist einzelne Songs auch live spielen werden. Ich denke, dass auf dem Album nämlich einige Songs sind, die auch live gut funktionieren würden. DAWNRIDER

Auf der "Sword & Sorcery" Scheibe von deiner Band Majesty beziehen sich die Texte zweier Songs auf deine Fantasystory. Die Story von Dawn Rider wiederum spielt in derselben Welt, jedoch zeitlich gesehen vor der Story des Buches. Wobei jedoch auf verschiedene Aspekte des Buches Bezug genommen wird, richtig? Wieso denn überhaupt diese ständige Verflechtung zwischen deinem musikalischen und literarischen Schaffen? Negativ ausgelegt könnte man meinen, dass hier einfach auf den gegenseitigen Werbeeffekt abgezielt wird. Wie siehst Du diese Problematik, oder gibt es sie in deinen Augen überhaupt nicht?

Also an einen Werbeeffekt dachte ich dabei eigentlich nie. Die Welt des Romans, die ich in meinem Kopf erschaffen habe, bietet halt einfach viel Stoff für Songs. Aber ich kann dich beruhigen. Auf der neuen MAJESTY Platte „Hellforces“ wird keiner der Songs über den Roman gehen. Aber im Allgemeinen ist es doch auch nicht verwerflich, wenn man seine eigenen Ideen miteinander verknüpft.

Wie auch immer. Ich wünsche dir mit allen Projekten auf jeden Fall ein Menge Spaß und Erfolg und freue mich schon auf das nächste KIT, auf dem man ja einige der Mitwirkenden am Dawn Rider Projekt in ihren Bands erleben wird.
Zum Abschluss noch etwas ganz anderes. Wie hast Du als Fan die Manowar Fan Convention auf dem diesjährigen Earth Shaker Festival erlebt bzw. empfunden?


Ich habe es mir zur Regel gemacht, in Interviews nicht über andere Bands zu reden. Mir persönlich ist es immer sehr wichtig, dass Fans Value for Money geboten bekommen. Schau dich zum Beispiel mal bei uns auf der Page im Shop um, dann weißt du was ich meine. Auch das Ticket zu unserer im März anstehenden Release Party wird im Vorverkauf nur 9 Euro kosten.

Vielen Dank für das Interview.

Sehr gerne. Metal On!!!
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