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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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ASTRAL DOORS
Türen in längst bekannte Welten
John Schmitz
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Nach ihrem sensationellen Debüt "Of the Son and the Father" stellen Astral Doors den ebenfalls hochklassigen Nachfolger "Evil Is Forever" nun live vor, frei nach dem Motto "Innen hui - außen pfui". Ich sprach mit Sänger Nils Patrik Johann.

Astral Doors

Euer Debüt "Of the Son and the Father" war laut den Lesern ziemlich erfolgreich. Wie hat es sich verkauft?

Es verkauft sich immer noch sehr gut. Ich glaube wir haben weltweit 13.000-15.000 Stück verkauft. In Japan sind wir ziemlich beliebt und es sieht so aus, als würden wir Europa ebenfalls erobern. Vor einigen Tagen erhielten wir die Information, dass wir in den Staaten auch wachsen.

Könnt ihr von der Musik leben oder was macht ihr für euren Lebensunterhalt?

Nicht so richtig. Wir haben auch alle "richtige" Jobs. Ich finde das ziemlich cool. Immerhin ist Heavy Metal ein Ding der Arbeiterklasse. In meinem täglichen Job arbeite ich auch mit Musik.

Habt ihr euch unter Druck gesetzt gefühlt, als ihr Songs für "Evil Is Forever" geschrieben habt? Ich meine wegen dem Erfolg des ersten Albums.

Ich weiß nicht, wie es den anderen ging, aber ich hatte das Gefühl, dass meine Gesangsmelodien, mein Gesang und die Texte besser sein müssten, als auf dem ersten Album. Ein Debüt-Album ist eine Sache. Aber bei dem zweiten Album muss man noch besser sein, um zu beweisen, dass die erste Platte nicht einfach nur Anfängerglück war.

"Of the Son and the Father" wurde aus Spaß komponiert, als die Band nicht einmal richtig existierte. Hat sich das Songwriting im Vergleich zum Debüt verändert?

Nein, es war die gleiche Prozedur. Johan und Joachim haben diesmal auch mit Martin die Riffs und die instrumentalen Parts geschrieben und von mir kommen die Texte und die Gesangsmelodien.

Astral Doors

Was bedeuten dir die Texte?

Ziemlich viel, muss ich sagen. Alle Texte sind sehr persönlich, aber ich schreibe sie so, dass es dem Hörer selbst überlassen bleibt, sich ein eigenes Bild davon zu machen. Ein und derselbe Song kann für zwei Personen unterschiedliche Bedeutungen haben.

Gibt es einen Song, der dir in Hinblick auf die Texte besonders gut gefällt?

Nun, sie gefallen mir alle, hehe. Auf dem neusten Album mag ich "Bride of Christ" sehr und "Praise the bones" handelt von all den Fantasy-Bands da draußen. Auf dem ersten Album ist "Cloudbreaker" ziemlich stark. Es beschäftigt sich mit 9/11.

Eure Musik klingt ziemlich traditionell, aber die Produktion nicht. Besonders die Drums klingen ziemlich unnatürlich (als wären sie getriggert). Was sagst du dazu?

Nun, in den technischen Prozess bin ich absolut nicht involviert. Aber Herr Peter Tägtgren ist ein sehr moderner Produzent. Er ist sehr auf dem neusten Stand. Selbst wenn unsere Musik traditionell und etwas nach 80s klingt, möchten wir unseren Sound sehr auf dem Stand von 2005 produziert haben.

Nenn mir fünf deiner Lieblingsplatten!

Ok, das sind meine Favoriten:

  1. Black Sabbath - Heaven or Hell
  2. Iron Maiden - Number of the Beast
  3. Rainbow - Rising
  4. Accept - Restless and wild
  5. Black Sabbath - Mob rules
Außerdem würde ich gerne Dio's Holy Diver und alles von Deep Purple erwähnen.

Euer Sänger ist der geheime Sohn von Dio und ihr seid Rainbow 2000. Ist das wahr? Ihr klingt eher wie Rainbow als Dio. Gefällt dir die Band besser als der Solokram?

Eigentlich denke ich, dass wir genauso viel von Sabbath haben wie von Rainbow. Vielleicht sollten wir uns Black Rainbow 2000 nennen, hehe. Ronnie Dio ist ein großartiger Sänger und die ersten beiden Dio-Alben sind Meisterwerke, die mit dem Rainbow-Kram konkurrieren können.

Astral Doors

Auf der Bühne seht ihr nicht sehr Metal aus und Du hast ein seltsames Outfit und Auftreten. Warum?

Hahahaha, vielen Dank. Ich schätze wir sehen nicht aus wie Judas Priest oder so. Ein Typ von unserer Plattenfirma hat mal gesagt, dass wir wie eine Hardcore-Band aussehen, die 70's und 80's Metal spielt. Was mein Outfit und Auftreten angeht, naja, mein Lieblingsbühnenperformer aller Zeiten ist Ozzy Osbourne. Er ist kein guter Sänger, aber ein verdammt guter Performer. In seinen frühen Zeiten bei Sabbath zog er oft sein Shirt nach ein paar Liedern aus und warf es ins Publikum. Ich find das absolut cool. Deshalb mache ich das auch. Das ist einfach Rock n Roll.

Übersetzung: Daniela John

Bandhomepage: www.astraldoors.com

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