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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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CORNERSTONE
Von Ladas und Ferraris
Thorsten Dietrich
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Der eindrucksvollste Paukenschlag in Sachen anspruchsvoller Hard Rock/Melodic Metal kam bisher von der dänisch/britischen Combo CORNERSTONE. Hier gibt´s keinen Weichspülsound, sondern es wird fürstlich gerockt! Da bleibt kein Arsch ruhig in der Hose hängen. Die beiden Masterminds Dougie White und Steen Mogensen begaben sich in die heiligen Hallen der Inquisition.




Gebt unseren Lesern doch mal einen kurzen Abriss der Bandgeschichte. Unter welchen Umständen wurden CORNERSTONE gegründet?


Steen:
Es war während einer Pause mit ROYAL HUNT 1997-1998. Ich hab mich damals entschieden, meine Freizeit produktiv zu nutzen, anstatt einfach nur rumzulümmeln. Ich hatte noch ein paar alte Demos rumfliegen, die mich aber nicht sonderlich vom Hocker gehauen haben. Also hab ich bei Null angefangen und neues Material geschrieben. Fünf Monate später hab ich dann ein paar ROYAL HUNT-Jungs eingeladen um die Songs aufzunehmen. Das war auch die Zeit, in der Dougie ins Spiel kam.

Dougie:
Steen hat mich zu der Zeit angerufen, als er mit ROYAL HUNT eine Pause einlegte. Ich bin grade zum dritten Mal in einem Jahr umgezogen und ich dachte, dass es interressant sei, mit ihm ein Album aufzunehmen. Alles, was ich zu tun hatte, war zu singen. Es war eine andere Art Musik als die, die ich zuvor sang. Die Songs waren stark und erweckten den Eindruck, das man leicht mit ihnen arbeiten könne. Ausserdem mag ich Copenhagen.

Wie kamt ihr auf den Bandnamen CORNERSTONE?

Steen:
Auf "The Arrival" hatten die Lyrics das Leben und die Evolution als Thema und ich suchte nach einem passenden Namen. Ich hab mir dann CORNERSTONE ausgedacht.

Wie waren die Reaktionen auf Euer 2000er Album "Arrival"? Wie hat es sich verkauft?

Dougie:
Ich bin sehr zufrieden mit dem Reaktionen auf "Arrival". Die Leute haben das Teil so gemocht, so dass uns die Plattenfirma fragte, ob wir nicht daran interressiert wären, ein weiteres Album aufzunehmen. Ich hab keine Ahnung, wie oft sich die Scheibe verkauft hat; 20.000 mal, 200.000 mal: wer weiss das schon?

Seit Ihr mit Eurem Label Massacre Records zufrieden?

Dougie:
Sie haben uns sehr unterstützt, und mit der Veröffentlichung von "Human Stain" wissen sie, dass sie eine kraftvolle kreative Kraft am Start haben.

Steen, wie kommst Du mit der Doppelbelastung klar, in zwei Bands gleichzeitig aktiv zu sein?

Viele Leute fragen mich das, aber solange sich beide Bands mit ihren Aktivitäten nicht in die Quere kommen, ist das alles kein Problem. Aber heutzutage hat sich die Szene ja dahingehend entwickelt, dass die Touren kürzer sind als vorher. Daher hab ich mehr als genug Zeit, mit beiden Bands zu arbeiten.

Inwiefern sind Kaspar Darmgaard und Allen Sorensen am Songwriting beteiligt?

Steen:
Die Songs werden von Dougie und mir geschrieben, aber wenn es dann ums Aufnehmen geht, bringt jeder einzelne Musiker seine eigene persönliche Note dazu, was extrem wichtig für das Feeling des Albums wichtig ist. Allen und Kasper haben ihre Herzen und ihre Seelen in die Entstehung von "Human Stain" eingebracht.



Wer war die treibende Kraft beim Songwriting?

Dougie:
Steen ist die treibende Kraft. Wir tauschen unsere Ideen untereinander aus. Steen schickt mir die Backing Tracks, die Melodien und die Textideen, und ich schaue dann, wo meine Vocals am besten hinpassen und schick ihm dann mein Zeug zurück. Manchmal schicke ich ihm meine Songideen, er überarbeitet sie dann und schickt sie mir dann zurück.

Wie muss man sich eure Proben vorstellen, wenn der eine Teil in Großbritannien und der andere in Dänemark ist?

Steen:
Für dieses Album haben wir getrennt geprobt. Ich hab zusammen mit Allan in Copenhagen gelärmt, Kaspar und Dougie waren in London, wo sie dann zu den Demos gesungen haben (die wir ihnen geschickt haben).

Gehen die Bandmitglieder einer geregelten Arbeit nach oder werfen CORNERSTONE bzw. ROYAL HUNT genug Kohle ab?

Dougie:
Ich hab keine Ahnung. Obwohl ich sagen muss, dass es mich ankotzt, wenn irgendwelche Leute ihre Ladas in meinem Ferrari versenken...

Welche Bands haben euch am meisten beeinflusst?

Da gibt´s viele Einflüsse. Sie ändern sich auch ständig. Wir kommen alle aus verschiedenen Ecken und ich denke, es ist genau das, was unseren Sound ausmacht.

Mit was beschäftigen sich die Lyrics auf "Human Stain"? Wie lange hat´s gedauert, bis die Texte fertig waren?

Dougie:
Ich hab die Lyrics innerhalb von ein paar Monaten im Frühjahr 2001 geschrieben. Ich konnte nicht singen und war ziemlich frustriert. Viel gelesen hab ich auch. Vieles, was in meinem Leben und um mich herum passiert ist, hab ich darin verarbeitet.

Dougie, was war es für ein Gefühl, bei einer gestandenen Rock-Legende wie Richie Blackmore in Lohn und Brot zu stehen? Wie kamst du mit ihm klar?

Ich würde eher sagen, dass ich in Richie´s Band war. Es ging nie um Kohle. Ich hab es geliebt mit ihm auf einer Bühne zu stehen. Wir haben uns sehr gut verstanden bis er sich dazu entschloss, etwas anderes zu machen. Er ist in seine Zeitmaschine gehüpft und ward nicht mehr gesehen. Ich hoffe, ich sehe ihn bald wieder.

Habt ihr eine Tour in Deutschland geplant?

Es sind Tourpläne in der Mache und Deutschland wird dabei sein (JUCHUUUUUUUU!!! - Anm. d. Verf.).

Was sind eure Lieblingsscheiben?

Steen:
QUEEN - "A Night At The Opera" und DEEP PURPLE - "In Rock". Und alles von TEA PARTY und SHIPPING NEWS.

Noch ein paar letzte Worte an unsere Leser?

Steen:
Danke für die Unterstützung. Wir sehen uns!

Dougie (im Originalton - in Deutsch klingt´s wohl etwas albern):
Although the works of these men are made out of words, there is present in them the force of gravity which governs our souls... There, good and evil appear in their truth.

Vielen Dank für´s Interview. Ich wünsch euch alles Gute für die Zukunft.
Sowohl musikalisch als auch menschlich.


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