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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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KICKDOWN
Keine Tough Guys mit brennender Mülltonne
Thorsten Dietrich
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Modernen Hard Rock mit einem guten Schuß Metal und Moderne ist das Rezept von Kickdown, die mit Nu Metal und Crossover nix am Hut haben. Ihr Wurzeln sind tief in den 80ern, trotzdem ist die Band nicht angestaubt.

Hi!
Kickdown erinnert von Namen stark an eine Hardcore-Band. Cover und Albumnamen lassen auf dies oder Crossover schließen. Im Endeffekt bekommt der Hörer von "Kawoom" was ganz anderes geboten. War diese Verwirrung Absicht, oder wart ihr euch dieser Wirkung einfach nicht bewusst? Vielleicht habe ich den Witz auch nicht verstanden!

Der Name Kickdown entstand damals zum einen weil er uns einfach gefiel und weil wir mit dieser Band richtig durchstarten wollten (was ja ein Kickdown im technischen Sinne ist, zumindest beim Auto). Der Titel "Kawoom" entstand ganz spontan und alle fanden, das wäre der Knaller. Und das Cover mit dem Einschussloch passt doch wie die Faust aufs Auge zum Titel. Es lag keine wirkliche Absicht dahinter den Hörer zu verwirren…es ist einfach passiert.

Kickdown

Hmm, so ein Einschussloch-Cover ist doch ein alter Hut.
Wieso sind im Booklet nur eure Vornahmen abgebildet, Angst vor gestörten Fans?

Das mit den Fans ist schon ein Problem, nicht mal zum Briefkasten kann man mehr in Ruhe laufen. Insofern hat das nicht funktioniert, nur mit den Vornamen - Spaß beiseite, wir haben einfach die Namen angegeben, die wir täglich gebrauchen und gedacht unsere Nachnamen interessieren niemanden.

O.K.
Für mich macht ihr zeitgemäßen Hard Rock, weit entfernt von noch lebenden 80er Jahre Fossilien mit aufgewärmten alten Kamellen. Wie siehst du das?

Danke für das Kompliment, das war ganz unsere Intention, wenn man das so sagen darf. Wir haben einfach den Sound auf den alle in der Band stehen, versucht mit zeitgemäßen Mitteln umzusetzen. Wir haben das Jahr 2004 und warum sollten wir versuchen so zu klingen, wie ein Band aus den Achtzigern. Man keine seine Einflüsse und Roots auch mit modernen Mitteln umsetzen…das haben wir einfach gemacht.

Ihr seid ja auf einem sehr kleine Label. Wie versucht ihr jetzt Leute zu erreichen?

Konzerte, Konzerte und nochmals Konzerte. Wir sind einfach ein Live-Band und geben auf der Bühne alles. Es ist der harte Weg, aber wir werden uns jeden einzelnen Fan erspielen. Bis sich niemand mehr vor uns verstecken kann.

Sind die Bandfotos eigentlich ein Scherz? Oder steht ihr auf Sonnebrillen mit Muskelshirts?

Wie oben schon erwähnt war das mehr ein Zufall. Keine Absicht um besonders böse zu wirken. Die Sonnenbrillen haben wir wirklich nur getragen weil wir alle genau in die Sonne blinzeln mussten, so unaufregend das klingt. Es war wirklich verdammt hell…und die Idee mit den Shirts war keine wirkliche Gute, den die Fotos entstanden im Herbst…es war zwar sehr sonnig aber arschkalt und so haben wir harte Jungs alle nach der Fotosession mit Erkältung im Bett gelegen.

Einsicht durch Erkältung hahaha!
Euer Lineup hat sich nach zwei Alben und Mini CDs drastisch verändert, bzw. etwas verschoben. Wieso wart ihr unzufrieden?

Kickdown

Wir steckten einfach fest. Unser früher Sound war wesentlich mehr New-Metal und Rap-Rock, aber eigentlich waren alle unzufrieden damit. Der Ausstieg unseres früheren Gitarristen hat uns dann den Tritt in den Hintern um etwas zu verändern. Wir haben angefangen einfach das zu spielen worauf wir Bock hatten, ohne darauf zu schielen ob es gerade angesagt ist. Als die Musik dann mehr in Richtung Rock tendierte haben wir einfach gemerkt das C.stos Stimme einfach besser passt. Und getreu dem Motto "Die Musik ist der Star" haben Ron und C.sto eben die Plätze getauscht.

Ich denke Bands wie die Galactic Cowboys oder Kings X haben euren Sound beeinflusst. Stimmt das?

Kings X auf jeden Fall, "Dogman" z.B. ist ein Album, das alle in der Band lieben. Wir stehen einfach auf harte Gitarrenriffs kombiniert mit fetten, mehrstimmigen Chören. Galactic Cowboys kann man nicht wirklich als Einfluss bezeichnen…das lief eher immer so am Rand mit.

Ihr habt recht gut die Poser-Kings Mötley Crüe mit "Dr Feelgood" gecovert. Sind das eure Roots?

Yeah!!! Mötley Crue sind die Könige und wir verbeugen uns vor ihnen. Der Sound der Achtziger ist definitiv unser Background, damit sind wir alle aufgewachsen…Van Halen, Extreme und Tesla um nur ein paar aufzuzählen, waren bzw. sind einfach geile Bands.

Die Texte sind teilweise recht seltsam. Was hat es mit "Simon Says" im Detail auf sich und geh doch bitte mal auf ein paar Dir wichtige Songs ein!

  • "Simon says…" ist eine amerikanische Redensart, mit der man jemanden anderen zu etwas bringen will, sozusagen ein Art Befehl (z.B.: Simon says... Run!!!). Im Song geht es darum, dass jemand genug davon hat das man Ihm die ganze Zeit auf der Nase rumtrampelt und dass er nun den Spieß umdreht. Mit Eigeninitiative kommt man immer am weitesten…das ist die Kernaussage (auch wenn es im Song etwas krasser dargestellt wird).
  • In "Blood on my hands" geht es darum, dass man immer darauf achten sollte was man tut, sagt oder wie man handelt, denn es gibt Dinge, die kann man einfach nicht mehr rückgängig machen.
  • "Virus" handelt vom ewigen Thema der Liebe. Die kann auch zerstörerische Kräfte haben und sich zum Schlechten wenden…sie wird ein Virus.
  • "My anthem" ist ein Statement, das man immer seinen eigenen Weg gehen sollte. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, sich nicht von alle und jedem beeinflussen lässt und hinter seinen Handlungen steht, kommt man auch vorwärts.

Kickdown

Wie kamt ihr den laut Infoblatt an die unterschiedlichen Supportslots solcher Bands wie Vader, Onkel Tom, Subway To Sally oder den Farmer Boys? Habt ihr ein bestimmtes Publikum, welches euch besonders gut oder schlecht aufnimmt?

Wir haben immer versucht über unseren lokalen Tellerrand zu schauen und Konzerte überall dort zu spielen wo es eine Steckdose gibt. Dabei lernt man einfach jede Menge Leute kennen und so konnten wir eben schon die eine oder andere Supportshow landen. Wir haben einfach so lange gefragt, bis man uns gelassen hat. Ein bestimmtes Publikum kann man bei uns nicht wirklich festmachen. Jeder der auf harte, ehrliche Rockmusik steht, sollte uns eine Chance geben. Selbst das Vader-Publikum hat uns nicht von der Bühne gejagt... wir haben einfach alles doppelt so schnell gespielt.

Ha! Der war gut! Letzte Worte?

Hört euch unsere CD an, kauft die Regale leer, rockt mit uns auf unseren Konzerten, besucht unsere Homepage und schreibt das Gästebuch voll. Wir rocken lauter als die Hölle!!! Und many thanks für dieses Interview.

Danke für die lockeren Antworten.
Lasst euch von dem CD Cover nicht abschrecken und checkt die Band unter: www.kickdown.de

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