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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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MOB RULES
Qualität setzt sich durch
Thorsten Dietrich
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Die deutschen Meldodic Power Metaller habe ich am Anfang ihrer Karriere nicht so wahr genommen, es gibt halt ne Menge Bands! Jedoch stechen Mob Rules aus der Masse heraus und haben auch geschafft sich in der Szene zu etablieren. Vor kurzen erschien ihre dritte Platte "Hollowed Be Thy Name", die mir recht gut gefällt. Deshalb wollt ich unbedingt ein Interview mit dem Wischmob. Nachdem ihr den Kalauer verdaut habt, möchte ich noch anmerken, dass Gitarrist Matthias Mineuer mir dann zur Verfügung stand!

Hallo Matthias! Wie kamt ihr auf eine Frumpy Coverversion, die Band sagt mir nichts?

Frumpy sind eine Hamburger Rockband, die Anfang der Siebziger vier Scheiben veröffentlicht haben. Auf ihrer zweiten LP `Frumpy II` gibt es diesen "Gypsy"-Song, quasi ein Lied über die Entstehungsgeschichte des Menschen. Halt etwas spirituell, humoristisch, sehr nett erzählt und perfekt passend zu den Themen unseres aktuellen Albums "Hollowed Be Thy Name"`. Deshalb diese Entscheidung.

Aha, das ist wohl vor meiner Zeit, scheint aber gut ins Konzept zu passen. Ich sehe euch etwas in der Savatage/Euro Melodic Metal Ecke. Könnt ihr euch damit identifizieren, oder seht ihr das ganz anders?

Nein, mit dieser Umschreibung kann ich mich durchaus identifizieren. Savatage ist sicherlich ein Orientierungspunkt unseres aktuellen Sounds, möglicherweise Helloween, n' bisschen Maiden und Pretty Maids. Wichtig ist uns lediglich, keine Kopien bereits vorhandener Trademarks zu liefern, sondern eine eigene Mixtur unterschiedlicher Stilelemente gefunden zu haben. Die Presse attestiert uns dies!

Auf jeden Fall!
Würdest Du etwas über das Textkonzept und die Songs erzählen? Gibt es einen textlichen Zusammenhang zu den Vorgängeralben, wenn ja welchen?


Der Zusammenhang zu den beiden Vorgängerscheiben "Savage Land" und "Temple Of Two Suns" besteht in dem auf allen Scheiben zu findenden "Ruler", der den Hörer quasi durch sein Leben und seine Sicht der Dinge führt. Allerdings auf dem neuen Album "Hollowed Be Thy Name" nicht als reale Geschichte und chronologischer Abfolge, sondern unter einem übergeordneten Oberbegriff. Und der lautet: unterschiedliche Facetten von Macht, also religiöse, politische Macht, Macht von Liebe und Tod. Machtmissbrauch, Ohnmacht gegenüber Herrschenden, usw.



Also Fantasythemen ohne Plattheiten, quasi mit Anspruch.
Sicherlich sind die Zeiten, wo man locker von den Einkünften einer Band leben kann vorbei, wenn man nicht Blind Guardian o.ä. heißt. Wovon leben Mob Rules?


Alle in der Band haben Jobs, die uns ernähren und uns ermöglichen, quasi jede freie Minute in die Band zu investieren. Das ist zwar manchmal ganz schön hart und für die Frauen/Freundinnen nicht immer einfach zu akzeptieren. Aber Musiker ist man aus Leidenschaft, man kann halt nicht anders, als sooft Musik zu machen wie irgend möglich.

Das ist bestimmt ganz schön stressig, ich weiß, dass Du beim Metal Hammer arbeitest und das hat wenigstens mit Musik zu tun.
Ist Japan und das andere Ausland ein großer Markt für euch?


Japan leider (noch) nicht, dafür aber Frankreich, Italien, Portugal, Spanien, Amerika, Australien und auch Brasilien und Mexiko sehr wohl.

Wie? Haben die Japaner bis jetzt geschlafen? Na ja, die anderen Länder sind auch was!
Was war Dein bisher schönstes Erlebnis mit der Band?


Es gibt so viele: die ausverkaufte Show in Paris im vergangenen Mai, die Tour mit Savatage, vor allem aber die Veröffentlichung der drei Scheiben. Besonders "Hollowed Be Thy Name" war eine mächtige Kraftanstrengung, erfüllt mich jetzt aber mit sehr tiefer Freude und Genugtuung. Man kann es auch Stolz nennen.

Du hörst Dich zufrieden an, schön!
Was sind eure Pläne für die Zukunft? Werdet ihr auch in Deutschland auf Tour gehen?


Wir planen zur Zeit. Konkrete Termine stehen erst einige wenige, unter anderem eine Woche Frankreich (Nancy, Paris, Lyon, usw.) im Dezember. Spätestens im Januar werden wir auch in Deutschland wieder touren.

Da bin ich mal gespannt, hoffentlich auch in unserer Gegend!
Wie schreibt ihr Songs? Ist nur ein Bandmitglied dafür verantwortlich, oder seid ihr ein Team?


Wir sind eine dieser old school Bands, die noch in der klassischen Bandkonstellation schreiben. Das heißt: Jeder einzelne ist an jedem einzelnen Song beteiligt. Das ist zwar auf der einen Seite die mühsamste Art zu schreiben, gewährleistet aber letztendlich die größtmögliche Ideenvielfalt. Und darauf kommt es uns besonders an.

Das sehe ich genauso, ansonsten ist es oft langweilig, Beispiele gibt es da genug......
Denkt ihr Unterhaltung im Metal durch die Texte ist wichtig, steckt hinter euren Texten eine Botschaft, oder erzählt ihr nur Geschichten?


Natürlich steht die Musik im Vordergrund und hat eine weitaus größere Bedeutung als die Texte. Doch da für uns Rockmusik auch immer mit politischen Themen zu tun hatte, mit Sozialkritik und visionären Gedanken drehen sich unsere Texte sehr wohl um konkrete Themen. So gesehen erzählen wir nicht nur Geschichten, sondern wollen zum Nachdenken anregen.

Von euren letzten Alben gab es glaube ich Pic LPs, wird das jetzt auch der Fall sein?

Nein, leider nicht. Vielleicht später, aber zur Zeit ist da seitens der Plattenfirma nichts geplant.



Schaaaaaaaade! Was haltet ihr von dem Medium DVD, wollt ihr da in nächster Zeit etwas machen?

Sicher wird es eine Mob Rules- DVD eines Tages geben, aber konkrete Planungen gibt es zur Zeit keine. Es sind momentan wichtigere Dinge zu realisieren, und die kosten Energie und Zeit.

O.K.
Was sind Deine Idole und Einflüsse?


Ich stehe auf Savatage, Stratovarius, Queensryche, Dokken, Aerosmith und bin mit den Deutschrock-Bands der Siebziger aufgewachsen, vor allem mit der Hannoveraner Gruppe Jane. Sind sie meine Idole? Ja, kann man wohl so sagen.

Ihr habt eine nette Homepage, aber ohne Gästebuch, hattet ihr damit Probleme und wie bekommt ihr euer Fan Feedback?

Die Seite wird gerade so umgestaltet, dass sie leichter für Fans zu bedienen ist. Fan-mails bekamen wir dennoch in ungeheurem Maße, ebenso Briefe und direkte Ansprache bei Konzerten, etc.

Ja, Matthias die Seite sieht jetzt, wo ich kurz drauf war gut aus, hat auch ein GB und ein nettes Design.
Letzte Worte?


Letzte Worte? Ich hoffe, dass dies nicht meine letzten Worte gewesen sind. Ich habe mich eigentlich auf ein langes Leben eingestellt. Okay, soweit der Kalauer. Jetzt meine Grußbotschaften: Dank an allen unseren Fans für die großartige Unterstützung, Danke auch Mags wie Eurem für die Zeit und das Interesse an uns. Für Euch alle machen wir diese Musik!
Bis denne.


Ja, danke auch, für das nette und interessante Interview! Hoffe ihr macht noch einiges! Also Leute testet die Band mal an, es müssen nicht immer die Skandinavier sein! ;-)

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