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24. April 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

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ENDSEEKER
Harte Typen, Doppelkonzerte, keine Rituale
Marc Schallmaier & Toni Gunner
www.facebook.com/endseekermusic/


Die Hamburger Truppe ENDSEEKER ist noch gar nicht so lange auf der Heavy Metal Bhne erschienen, aber die Jungs schafften es im ersten Anlauf, sich in der Szene Gehr zu verschaffen. Dafr langten bereits die EP "Corrosive Revelations" und einige Live Auftritte. Der stark schwedisch angehauchte Death Metal des Quintetts aus dem hohen Norden knnte direkt aus den 90er Jahren stammen, als Bands wie ENTOMBED, DISMEMBER, GRAVE und Konsorten brachiale Abrissbirnen am laufenden Band raushauten. Am 20.10.2017 kam nun das neue Album "Flesh Hammer Prophecy" ber FDA Records heraus. Einen ersten Eindruck konnten wir bereits vorab in einer Listening Session erhalten, und am Ende gab es von unserem Chef Thorsten Dietrich persnlich 14 von 15 Punkten. Es ist also an der Zeit, der Band mal etwas auf den Zahn zu fhlen. Dafr trafen wir uns mit Snger Lenny und Gitarrist Ben auf ein "Beer to Beer Interview".

Zum Einstieg natrlich der Klassiker: Erzhlt doch bitte mal etwas ber die Entstehungsgeschichte von ENDSEEKER!

Lenny: Ich bin ja schon sehr viel lnger als Ben bei ENDSEEKER dabei, so anderthalb Monate. Die Ursprnge der Band gehen auf das Jahr 2014 zurck. Jury (Gitarre) und Kummer (Schlagzeug) sind die eigentlichen Grnder von ENDSEEKER, wobei es Jurys Traum war, in einer Schwedentod Combo zu spielen. Wahrscheinlich schon seit er lebt. Das hat er dann im gehobenen Alter umgesetzt und er hat sich getraut solche Musik zu machen. Dann kam Eggert (Bass) und dann kam ich dazu. Das wei ich noch ganz genau wie das war. Jury hat mich angerufen und hat gefragt: Hey, hast Du Lust? Aber eigentlich wollte ich nicht noch etwas machen, da ich ja schon anderweitig musikalisch involviert war (Anm. der Redaktion: Lenny ist auch der Snger von DEVASTATOR). Aber dann hat Jury mir seine Demo Songs zugeschickt und mir war relativ schnell klar, dass ich sehr dumm wre wenn ich das nicht machen wrde. Und Du kamst da ber Jury ran, oder?
Ben: Nein, ich kam da ber Eggert ran.
Lenny: Genau, dann kam Eggert an und sagte er kennt da einen, und der knnte dann ja mal rumkommen.
Ben: Richtig, ich bekam einen Anruf von Eggert, mit dem hatte ich zusammen bei BURIED IN BLACK gespielt. Ich persnlich hatte mit dem Thema Metal Band fr mich abgeschlossen, ich hatte keine Lust mehr auf irgendwelche anstrengende Sport Mucke und dann stehen da vielleicht noch zehn Nasen vor der Bhne. Keiner will das hren, keiner will dein Shirt kaufen, das war alles sehr frustrierend fr mich. Nach zwanzig Jahren hatte ich das Gefhl dass der Kanal einfach voll ist. Dann kam der Anruf von Eggert von wegen "neuer Band", "wir suchen noch einen Rhythmus Gitarristen" und so weiter und ich sagt nur: "Nein, lass gut sein". Aber dann sagte Eggert, dass auch der Lenny von DEVASTATOR dabei ist, und den fand ich richtig gut nachdem ich ihn mal live erlebt habe. Dann habe ich nachgegeben und gesagt, er soll mir mal die Demos zuschicken und vielleicht kenn ich ja jemanden, der darauf Bock htte. Eggert hat mir dann die Demos zugemailt und ich habe vom ersten Song ungefhr zehn Sekunden gehrt. Danach habe ich sofort Eggert angerufen und gesagt dass ich dabei bin. Die Demos waren richtig gut und ich fand die Songs einfach nur mega. Ich habe mir dann einen Song rausgepickt und bin zum Vorspielen gegangen. Im Anschluss habe ich dann einen Zettel fr den Recall bekommen.
Lenny: Du warst gar nicht so schlecht. Ben: Jaja. Was mich immer noch berrascht ist das Ausma, was ENDSEEKER angenommen hat. Das ist viel mehr als ich anfangs gedacht habe. Ich hatte nicht vor mich nochmal so sehr bei einer Band reinzuhngen.
Lenny: hnlich war die Situation bei Schlagzeuger Kummer. Der hatte wohl auch eine zeit lang gar nicht mehr gespielt und wurde von Jury ziemlich belatschert. Aber das Material von Jury war auch sehr berzeugend. Wir sind da alle irgendwie so reingerutscht, du das ist wahrscheinlich auch der Witz an der Sache: wenn Du an so ein Projekt rangehst, woran Du gar nicht oder nicht mehr geglaubt hast, da kann dann pltzlich so eine Magie entstehen. Und das jetzige Ausma htte ich mir auch nicht trumen lassen.
Ben: Whrend der EP Phase habe ich mich als Fan gefhlt, der mitspielen darf. Ich habe mich ja in ein gemachtes Nest gesetzt. Als ich in die Band kam war schon alles fertig, ich habe keine Note der EP eingespielt. Lenny ist dann kurz danach ins Studio um die Vocals einzusingen.

Dass bedeutet, dass die EP "Corrosive Revelations" komplett von Jury vorbereitet war, und er erst dann losgezogen ist, um entsprechende Musiker fr seine Sache zu gewinnen?

Ben: Ja. Und es ist bis heute so, dass Jury die Songs schreibt. Auf dem neuen Album habe ich zu einem Song beigetragen. Die Skills von Jury sind sehr gut, so dass er das Songwriting bernimmt. Und das finde ich auch gut, weil wir eine sehr schne und ausgewogene Arbeitsteilung in der Band haben. Jury kmmert sich um die Songs, ich kmmere mich um das Merch und die Videos, Kummer und Lenny machen viel Booking. Es ist nicht so wie ich es aus anderen Bands kenne, wo quasi alles immer an einer Person hngt. Alle ziehen an einem Strang und so macht man seine Aufgaben gerne, man kann sich aufeinander verlassen. Jury hat noch nicht einen einzigen Song angeschleppt, den ich auch nur im Ansatz nicht geil fand. Wir haben also auch keinen Ausschuss oder irgendwo noch Songs rumliegen. Alles was bisher entstanden ist wird auf dem neuen Album zu hren sein.
Lenny: Das Album ist eine Punktlandung, so eine Art a la Carte Album!

Lenny, Du bist ein Frontmann, der seine Rolle nicht allzu bierernst nimmst, und Du nimmst es Dir ja auch heraus, der jeweiligen Show etwas Lustiges mitzugeben. Ist das schon mal schlecht angekommen oder hast Du diesbezglich auch mal negatives Feedback erhalten?

Lenny: Also wenn das schlecht ankommt dann ist mir das in der Regel egal. Ich halte das so wie Martin Sonneborn, dem Vorsitzender von Die Partei. Der wurde mal in einer politische Runde gefragt: "Glauben Sie eigentlich, dass das was sie sagen irgendjemand hier lustig findet?" Und er antwortete: "Das ist doch vllig egal ob das irgendjemand lustig findet. Hauptsache ich finde das lustig. Und so mache ich halt das was ich tue. Ich versuche mich immer korrekt zu verhalten und keine Bevlkerungsgruppen zu diskriminieren.
Ben: Lenny mchte lieber die gesamte Bevlkerung diskriminieren!
Lenny: Ich muss immer meinen Menschenhass auf alle gleich verteilen (lacht). Also mich hat zumindest noch keiner verkloppt nach einer Show. Wobei ich auch glaube dass Leute, denen das nicht gefllt, trauen sich auch nicht mir das zu sagen. Ich bekomme eigentlich immer nur positives Feedback. Und wenn die Leute mit runtergezogenen Mundwinkeln zur Show kommen und danach dann halb-high nach Hause gehen haben wir unser Ziel erreicht. Es gibt gengend Baustellen in unserer Gesellschaft und in unserer Welt.
Ben: Vor allem, wem wollen wir denn erzhlen dass wir die bsen und harten Typen sind?
Lenny: Vielleicht unseren Mttern?
Ben: Ja genau. Nein, wir wollen alle einfach nur unseren Spa haben. Klar gibt es immer wieder so Musik Polizisten die dann sagen "Das ist nicht true" und blablabla. Aber auch wenn man sich unsere Videos anguckt, die haben ja eigentlich auch alle einen lustigen Einschlag. Wir haben in dieser Band die Mglichkeit uns musikalisch zu verwirklichen, und dann haben wir zum Beispiel die Videos, in dem diese harten Texte dann mit einem groen Augenzwinkern versehen werden.

Viele Leute behaupten ja, dass die Death Metal Welle eigentlich schon wieder abebbt. Im Gegensatz dazu waren die Reaktionen auf Eure EP, Konzerte sowie auch zu den Listening Sessions mehr als positiv. Hat Euch das ein klein wenig berrascht, dass ENDSEEKER sowohl Sympathien entgegenkommen?

Lenny: Ich denke dass Death Metal eine zeitlose Musik ist, und dass Du Alben von heute in zwanzig Jahren noch hren kannst, genauso wie Du heute Alben von vor zwanzig Jahren hren kannst. Tatschlich waren wir davon berrascht, wie schnell der Deal mit FDA Records zustande kam.
Ben: Eigentlich hatten wir nur nach einem Presswerk gesucht um unser Demo zu pressen. Ich wei noch, wie haben den Deal in der Hand gehalten an dem Tag, als wir unsere erste Show gespielt haben! Im Rock Cafe in Hamburg, Warm-Up Party frs Elbriot 2015. Wir hatten noch nicht einen Ton live gespielt und hatten einen Deal mit einem renommierten Underground Label in der Tasche. Und wir wussten ja auch noch, ob dass alles funktionieren wrde. Aber ein guter Indikator fr so etwas ist immer das Merch. Weil der geneigte Fan ja eine spontane monetre Entscheidung trifft. Frher, in anderen Bands, lief das eher nur so trpfelnd, aber mit ENDSEEKER funktionierte das vor Beginn. Neulich hat uns ein Fan angeschrieben, der wollte unseren Schriftzug als Vektor Grafik. Der hat sich daraus einen Heckscheiben Aufkleber machen lassen und in sein Auto geklebt. Er hat uns das Foto auch geschickt. Ich selber habe mir frher immer nur Aufkleber aufs Auto gepackt, die ich richtig, richtig gut fand.

Kurz danach fand ja das legendre Konzert in der Astra Stube in Hamburg statt.

Lenny: Ja, das waren Konzert Nummer 3 und 4 auf einmal. Unsere Vorband hat sehr kurzfristig abgesagt und wir haben dann auf die schnelle keinen Ersatz finden knnen. Also habe ich den Vorschlag gemacht, dass wir einfach zweimal spielen.
Ben: Und es war wirklich erstaunlich, dass alle dageblieben sind. Wir spielten den ersten Set und hatten dann eine Rauchpause von fnfzehn Minuten gemacht. Die Leute also alle raus vor die Tr und so, und nach einer viertel Stunde sind alle wieder reingekommen. Und die haben sich auch alle woanders wieder hingestellt. Vor mir standen pltzlich andere Leute als bei der ersten Show. Wir haben fr den zweiten Set allerdings die Reihenfolge der Songs gendert. Aber es war ein groer Spa fr alle. Und zum Glck haben wir den Auftritt nicht abgesagt.

Habt ihr schon mal eine Konzert abgesagt?

Ben: Ja, das hatte aber politische Grnde. Wir hatten vorher auf der Facebook des Clubs mehrere Eintrge mit braunem Anschlag gesehen, und daraufhin haben wir den Betreiber von dem Club zur Rede gestellt. Der hat sich dann so ausgedrckt, dass er stndig Probleme mit Linken in seinem Laden htte. Und dann haben wir ihm gesagt dass wir alles schon sehr links sind und mit braunem Kram wollen absolut nichts zu tun haben, deswegen haben wir den Auftritt dann abgesagt. Wir fahren da alle eine klare Line, und wir sind auch der Meinung, dass es in dieser Szene eine viel zu groe verdeckte Toleranz fr diese ganze Scheie gibt. Und wie oft sieht man bei Konzerten Leute mit wirklich asozialen T-Shirts rumlaufen und keiner sagt was. Damit fngt das ja schon an, dass solche Sachen hingenommen werden. In Lbeck war mal eine krasse Geschichte: da rannte so ein sehr junger Typ mit einem BURZUM Shirt rum. Spter haben wir dann herausgefunden, dass es sich bei dem Jungen um einen syrischen Flchtling handelt, der total auf Black Metal steht. Der hatte vermutlich berhaupt keine Ahnung, was er da an hatte. Aber es ist auch keiner dahin gegangen und hat den aufgeklrt. Dieser ganze Rechtsruck zieht sich ja durch die komplette Gesellschaft, und man muss auf seiner persnlichen Ebene was tun. Wenn ich an unserem Merchstand stehe und da kommt einer mit einem eindeutigen Nazi Shirt an und will was kaufen, dann sage ich ihm: Fuck Off! Genauso wie wir als Band bei einem Club unseren Set absagen knnen, wenn der offen mit rechten Tendenzen hantiert.

Ihr habt in diesem Jahr auf dem Summer Breeze gespielt. Wie waren Eure Erwartungen? Wie hat es sich dann auf der Bhne angefhlt und wie war das werte Befinden, nachdem sich dass alles gesetzt hatte?

Lenny: Als wir erfahren haben, dass wir da spielen war erst einmal die Freude gro. Mglicherweise hatten wir auch euphorische Anwandlungen (lacht), das ist immerhin das zweit grte Metal Festival in Deutschland. Ein echter Traum und eine echte Ehre. Die Erwartungen haben sich dann auch tatschlich mit den Sachen gedeckt, die passiert sind. Bis auf ein paar Ausnahmen ber die wir jetzt aber nicht reden werden (lacht), ist alles sehr positiv gelaufen. Als sich das alles gesetzt hatte habe ich erst einmal was gegessen. Sehr viel gegessen!
Ben: Was hast Du denn gegessen? Es gab doch gar nichts mehr?
Lenny: Ich glaub eine Pizza an dem einen Stand. Naja, es war irgendwie halt komisch, denn es war kein Frustessen sondern ein Freudenessen. Fr mich war das eine tolle Erfahrung und wrde da jederzeit gerne wieder spielen.

Nehmt ihr davon irgendwas mit, an Erfahrungen oder so, fr das nchste Festival das an steht? In 2018 spielt ihr auf dem Party.San Festival.

Ben: Wir haben eine Tte Bier und eine Flasche Ficken vom Summer Breeze mitgenommen (lacht). In dem Artist Bereich gab es so Container fr jede Band zum warmspielen und so. Und da stand auch ein Khlschrank drin der mit Bier voll war. Und das, was wir nicht geschafft haben, wurde dann mitgenommen. Fr mich war das Summer Breeze eine der schnsten Shows die ich je gespielt habe. Ich habe mich vllig befreit gefhlt und es hat alles gestimmt. Die Gre der Bhne, der Sound war Mega, das Licht war geil, es waren ordentlich Leute da und das Feedback der Leute war auch super. Es hat einfach super viel Spa gemacht und die Zeit verging wie im Flug. Ich war danach auch vllig auer Rand und Band.

Habt ihr Rituale bevor ihr auf die Bhne geht?

Lenny: Nein, wir schreien uns eigentlich nur an (alle lachen). Ben: Um das ernsthaft zu beantworten: Nein, und das finde ich etwas schade. Das erste und einzige Mal wo wir so einen Kreis gebildet haben und gesagt haben, jetzt gehen wir raus und tten einfach alle, war vor dem Summer Breeze Auftritt. Der Umbau der Stage dauerte sehr lange, wir hatten dann einen Soundcheck und danach noch etwas Zeit. So standen wir dann zusammen und sagten uns, dass das jetzt die grte Show sein wird, die wir bisher gespielt haben. Und dass wir jetzt rausgehen und alles zerstren werden. Und das war richtig gut, alle waren "on fire". Bei den blichen Shows die wir spielen ist halt immer alles hektisch, du hast nur 10 Minuten Zeit fr den Umbau auf der Bhne. oftmals gibt es kein Backstageraum, man zieht sich am Merchstand um, geht dann auf die Bhne und macht etwas Soundcheck und dann geht es schon los. Es liegt sicherlich nicht am Willen der Band, aber oftmals lassen es die Umstnde nicht zu.
Lenny: Wir sollten da wirklich mal was choreographieren. Oder so ein cooler Handschlag oder so.
Ben: Du kannst da mal was ausarbeiten. Neben Deiner Dissertation.
Lenny: Okay.

Was steht fr ENDSEEKER in der nahen Zukunft an? Der Auftritt beim Party.San Festival ist noch ein paar Monate hin.

Lenny:Wir werden in 2018 jede Menge Shows spielen, das steht soweit schon fest. Sowohl feststehende Shows, und ein paar Anfragen liegen auch vor. Ben: Nach dem Release von "Fleshhammer Prophecy" sind auch nochmal Anfragen gekommen. Wir machen das Booking ja selber und haben keine Agentur dafr. Von daher sind wir auch etwas darauf angewiesen dass die Veranstalter auf uns zukommen. Schauen wir mal.
Lenny :In ein paar Jahren dann das nchste Album. Wir bleiben auf dem Boden.
Ben: Ja, Du vielleicht.

Also ihr setzt Euch da nicht unter Druck.

Lenny: Also wenn wir in drei Jahren nicht vor 20.000 Leuten im Stadion spielen bin ich schon traurig. (alle lachen) Ich finde das sollte drin sein.
Ben: Wir werden da so lange machen wie es uns Spa bringt. Es ja auch kein Beruf, es bringt kein Geld. Es ist ein tolles Hobby was Geld verbrennt. So wie es im Moment luft ist es ein toller Ausgleich zur Arbeit wo man ordentlich Dampf ablassen kann.
Lenny: Es erdet einen auch ungemein. Ben : Es macht einfach Spa, das Klima in der Band ist einfach nur der Hammer. Mit den Jungs irgendwo hinfahren, Unsinn reden und allerlei skurrile Sachen erleben. Das hat halt einen hohen Unterhaltungswert fr alle Beteiligten und hat halt irgendwas von Klassenfahrt. Der Spa muss im Vordergrund stehen und es darf nicht in Stress ausarten. Wenn das vom Knnen zum Mssen wird, dann geht der Spa flten. Und das will halt keiner. Es hat ja auch keiner die Ambitionen das beruflich zu machen, ich meine das geht ja auch gar nicht. Mit der Mucke. Wie viele Platten willst Du den davon verkaufen? Das ist ja vlliger Unsinn. Auerdem sind wir ja auch alle alt.
Lenny : Naja, fast!
Ben: Auer Dir sind alle alt.
Lenny: Und ich fhl mich schon alt, ihr habt schon alle auf mich angefrbt.
Ben: Du siehst auch alt aus!
Lenny : Das kommt auch durch Euch!
Ben: Du sahst schon als aus als ich in diese Band kam!
Lenny: Ja, aber es kam verstrkt durch Dich!

Apropos alt: einige von Euch haben ja auch Familie und Kinder. Bekommt man das alles unter einen Hut?

Ben: Naja, man ist natrlich auf die Toleranz des Partners angewiesen. Wenn der Partner die Kinder bespat und der andere besoffen ber die Bhne von irgendeinem Jugendzentrum poltert ist da natrlich nicht so geil. Ich persnlich will ja auch Zeit mit meinen Kindern verbringen, genauso wie meinen Kindern Zeit mit mir verbringen wollen. Allein daher habe ich auch schon keinen Bock die ganze Zeit weg zu sein. Wenn es irgendwie geht kombinieren wir dass ja auch. Auf dem Metal Bash in Hamburg haben wir unsere Kinder dabei gehab, oder bei einem Auftritt in Schleswig habe ich auch meine Kinder dabei gehabt. Dass muss natrlich von der Auftrittszeit und sonstigen Rahmenbedingungen her passen. Aber dann finde ich es auch cool wenn meine Kinder dabei sind. Und fr die ist es natrlich auch spannend so was zu beobachten und dabei zu sein. Oder mir Bier zu holen (alle lachen). Aber im Mal im Ernst: fr den Auftritt auf dem Party.San in 2018 verpasse ich den Geburtstag meiner Frau, unseren Hochzeitstag und wir mussten unseren Sommerurlaub verschieben.

Das muss wahre Liebe sein! Wir bedanken uns fr das lustige und aufschlussreiche Gesprch. Die aktuellen Tourdaten von ENDSEEKER kann man bei Facebook einsehen. Wir wnschen der Band alles Gute!

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