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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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LABYRINTH
Unerwartete Rückkehr!
Martin Stark
www.facebook.com/labyrinthitaly


Die italienischen Melodic und Progressive Metaller LABYRINTH waren um die Jahrtausendwende Teil der Speerspitze der neo-klassischen Metal-Szene. Gitarrist Olaf Thörsen (VISION DIVINE) erzählt über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft seiner Band, die nach sechs Jahren ein beachtliches neues Lebenszeichen abliefert. Eines, das gleichermaßen an alte Glanzzeiten anknüpft und den Blick nach vorn richtet.

Was habt ihr denn so seit dem letzten Album 2010, dem offiziellen zweiten Teil von eurem wohl erfolgreichsten und von Fans und Kritikern gleichermaßen hoch geschätzten "Return To Heaven Denied" aus dem Jahre 1998 so getrieben?

Wir stellten das Line-Up etwas um, auch wenn mit Anders Rain und mir, die beiden Hauptsongwriter und Gitarristen, der Kern der Band erhalten blieb. Mit John Macaluso der unter anderem mit Riot oder Ark gearbeitet hat, haben wir nun einen absoluten Weltklasse-Drummer in unseren Reihen. Auch der Labelwechsel zu unseren Landsleuten von Frontiers bedeutet einen großen Schritt zumal sie sich wirklich intensiv um uns bemüht haben. Sie stellen sich breiter auf, haben auch unsere Landsleute von DGM bei sich, und es freut uns sehr ein Teil dieser Entwicklung zu sein. Davon abgesehen waren wir mit anderen Bands und Projekten beschäftigt und haben die Dinge mit Labyrinth nicht überstürzt. Vielleicht sollten Bands generell nicht versuchen, neues Material immer schneller herauszubringen.

Besagtes 1998er Album kam kürzlich auf dem ersten Frontiers Metal Festival in Gänze zur Aufführung. Wie habt ihr das erlebt?

Das war das erste Konzert in der neuen Besetzung und wir hatten sehr hohe Ansprüche an uns selbst, zumal der Gig für eine DVD und ein Live-Album mitgeschnitten wurde. Ich weiß nicht wann, aber es wird erscheinen. In der Vergangenheit haben wir auf einer kleinen Südamerika-Tour das Album schon mal in Gänze aufgeführt, aber diese Show im letzten Herbst war etwas ganz besonderes. Wir waren sehr aufgeregt, aber auch hoch motiviert, weil wir wissen, dass dieses Album nicht nur für uns als Band sehr wichtig ist sondern auch vielen Fans sehr viel bedeutet. Wir waren damals, als das Album herauskam, so jung.

Doch nun zum neuen Werk. "Architecture Of A God" ist ja mal ein Albumtitel. Und war es möglicherweise dieser monumentale Titelsong, der die Steine erneut ins Rollen brachte?

Zunächst einmal muss ich sagen, dass die beiden ersten Songs ’Bullets’ und "Still Alive" ursprünglich aus den Sessions für "Return To Heaven Denied - Part II" stammen, aber sich damals nicht richtig anfühlten. Besagter Titelsong, mein persönlicher Favorit, repräsentiert alles, was uns als Band heute ausmacht. Ich würde sogar sagen, dass dieser Song das Beste ist, was wir jemals aufgenommen haben.

Neben atemberaubend schnellen Passagen finden sich auf der Scheibe erfreulicherweise wieder überbordende Melodien und zahlreiche Parts, die beinahe als AOR/Melodic Rock durchgehen könnten. Songs wie "Still Alive" oder "A New Dream" brennen sich förmlich in die Gehörgänge.

Ja, ich verstehe, was du meinst. Diese Elemente waren immer schon ein wichtiger Bestandteil unseres Sounds. Sehr viele Fans drücken das uns gegenüber aus, dass sie dieses Element besonders schätzen. Vielleicht bewirkt auch die Tatsache, dass etwas weniger wirklich schnelle Passagen auf diesem Album zu finden sind, das die melodiösen Teile mehr in den Vordergrund rücken. Wir werden älter (lacht).

Dann ist da "Children", eine Coverversion eines John Miles Hits (RIP) aus den Neunzigern!

Das hat Tradition, dass wir einen genrefremden Song, speziell aus der Trance- und Techno-Szene, aufnehmen. Das haben wir schon auf dem Debüt getan. Aber ich bin ehrlich: Als das Label hörte, was wir diesmal vorhaben waren sie, sagen wir mal, besorgt. Aber wenn du beispielsweise Songs von Bands wie Queensryche aufnimmst, was vielleicht naheliegend wäre, was willst du dann verbessern?

Stimmt! Wie ist der Status bei deiner zweiten Band, Vision Divine?

Es gibt für mich keine Prioritäten, ich arbeite sehr gerne mit beiden Familien, wenn du verstehst. Es ist nur eine Frage des Terminkalenders. Es wird definitiv bald auch neues Material von Vision Divine geben. Der Stil ist ähnlich, aber es gibt durchaus Unterschiede. So ist Vision Divine etwas progressiver. Es wird schnell klar, welche Idee für welche Band passt.

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