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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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ROCKETT LOVE
Spät dran!
Martin Stark
www.facebook.com/rockettlovesyou


ROCKETT LOVE aus Schweden spielen melodischen Hardrock. Gitarrist Stefan Westerlund erfüllt sich einen Traum und veröffentlicht eine Platte wie ein heftiges Sommergewitter. Stilistisch voll und ganz Achtziger Melodic Rock, aber mit einer frischen Produktion versehen ist "Grab The Rocket" Ausdruck von positiver Lebenseinstellung und Liebe zur Musik. Der 53-Jährige brennt zudem förmlich vor Tatendrang, gibt sich aber keinen Illusionen hin.

Ein neuer Name am Bandhimmel. Erzähl doch mal, wie ist für Rocket Love aus der ersten Idee letztlich "Grab The Rocket" geworden?

Diese Platte steckte gefühlt schon lange in meinem Kopf und als wir in wechselnden Besetzungen so in etwa ein halbes Jahr vor uns hin schrieben und probten, war es letztlich der Moment als unser Lead-Gitarrist Gustav Eklund sich uns anschloss. Ich bin ein lausiger Lead-Gitarrist, Gustav aber besitzt dieses gewisse Michael Schenker-artige in seinem Spiel, was den Songs sehr gut tut. Wir nahmen mit einem anderen Produzenten schließlich Demos auf und kontaktierten die einschlagen Labels, aber es passierte erst einmal nicht wirklich viel. Unser Sänger Daniel Samuelsson ist in den Neunzigern aufgewachsen und somit mit Grunge musikalisch sozialisiert worden, aber nachdem er begriffen hat, dass ein Sänger auch fröhlich klingen kann und Musik Ausdruck von Lebensfreude ist, war er auch Feuer und Flamme für unseren Stil. Er drückte den Songs auch seinen Stempel auf. Aber auf die eine oder andere Art und Weise teilen wir alle eine Vorliebe für den Sound und ziehen als Band an einem Strang.

Das sollte sich mit einer Email aus Amerika ändern. Eine Legende wie Beau Hill, der beispielsweise Winger, Ratt oder Alice Cooper in seiner Vita vorzuweisen hat, kontaktiert einen sicher auch nicht alle Tage!

Richtig und ich musste mich auch mehrfach kneifen, aber ihm gefiel unsere Nummer "Rocket Love". Er hatte durch ein Demo von uns über ReverbNation oder eine andere Plattform für Bands ohne Deal Wind bekommen. Wir waren sogar drüben in den USA und haben ein paar Tage mit ihm verbraucht. Das war ein unheimlich beeindruckendes Erlebnis. Die Single bekam darauf hin ordentlich Airplay hierzulande und plötzlich ging alles los. Das Feedback der Labels war plötzlich ein ganz anderes und auch das Songwriting nahm nochmals qualitativ Fahrt auf.

Gibt es für dich einen Schlüsselsong auf dem Album?

Ja, das ist neben "Rocket Love" und seiner Entstehung sicherlich "We Will Be Heroes". Als diese Nummer fertig war, dachte ich ok, das wars. Einen besseren Song kann ich nicht schreiben. Aber ich bin sehr stolz auf die gesamte Platte. Aber auch der Opener "Never Surrender", ein mitreißender Song, liegt mir sehr am Herzen. Wenn man ihn mag, dann kommt man an Rockett Love nicht vorbei.

"Rev It Up" wäre in den Achtzigern mit Sicherheit ebenfalls zur Single-Auskopplung auserkoren worden.

Ja, er besitzt einen sehr griffigen Chorus und eingängige, ja recht poppige Elemente. Genauso ein Song schien uns noch zu fehlen und als er fertig war, fühlte sich "Grab The Rocket" letztlich rund an. Es ist einer dieser Songs, von denen damals sicher ein Video gedreht worden wäre.

Ihr habt schon vor Veröffentlichung des Debüts einige Konzerte gespielt und diese sogar ausverkauft. Das können nicht viele Newcomer von sich behaupten.

Ja, ich bin Miteigentümer eines Clubs in unserer Heimatstadt Solna in der Nähe von Stockholm. Bei uns haben schon internationale Größen wie Winger oder Uriah Heep gespielt. Wir haben da natürlich auch schon mehrfach gespielt, auch mit unseren Landsleuten von Grand Design zusammen, deren zweiter Gitarrist Dennis Vestman ist schließlich auch unser Bassist geworden. So kann man sich eine Fanbasis erspielen und hat schon etwas vorzuzeigen, was wiederum andere Clubs auf einen aufmerksam macht.

Werdet ihr mit Rockett Love live unterwegs sein?

Ja, das ist absolut das Ziel. Wir spielen hier in Schweden erst einmal einen Release-Gig in unserem lokalen Club, aber die Planungen für weitere Gigs laufen. Ich würde sogar fast bezahlen wenn wir auf dem einen oder anderen Festival spielen können. Du siehst, die Zeichen stehen kompromisslos auf Sturm. Wir sind absolut realistisch und wissen, dass wir mit der Musik kein Geld verdienen werden, aber man geht ganz anderes an die Sache heran, wenn man sich darüber im Klaren ist. Hier in Schweden sind zudem die Austrittsmöglichkeiten sehr beschränkt. Wir haben zwar sehr viele Bands im Rock-Bereich, aber im Grunde keine Handvoll realistische Möglichkeiten für Auftritte. Wir würden uns freuen wenn ihr in Deutschland der Platte ein Ohr schenkt und wir vielleicht einmal bei euch spielen können.

Hoffen wir also für ein paar Auftritte der Herren!

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