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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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BLACK DIAMONDS
Teilnehmer in einer Schrauber-Doku!
Martin Stark
www.black-diamonds.ch


Brother Firetribe

Der Umstand, dass die Schweiz gute Rockbands hervorbringt, ist nichts grundlegend Neues. BLACK DIAMONDS aus dem Rheintal der stlichen Schweiz sind ein weiterer Beweis. Bassmann Andi Barrels spricht ber das neue Album, sein vermeintlich rockendes Heimatland und ungewhnliche Promotion-Plattformen.

Ihr seid schon seit ber zehn Jahren aktiv, aber nun erscheint mit "Once Upon A Time" zwar das dritte Album, aber das erste bei einem Label. Der nchste Schritt wrde ich sagen!

Das stimmt! Uns gibt es seit 2004 zunchst als Coverband und nach einigen Besetzungswechseln und nach zwei komplett in Eigenregie aufgenommenen und vertriebenen Scheiben ist "Once Upon A Time" unsere erste berregional verffentlichte Scheibe. Wir haben live immer gespielt, aber das war nach dem zweiten Album 2013 ein wenig der Knackpunkt, da unser damaliger Basser den wachsenden Zeitaufwand nicht mitgehen wollte. Wir fanden dann einen Ersatz, der schon bald fest bei uns einsteigen sollte, den Andi Dee Rohner, der aber als Vollblut-Gitarrist an seinem angestammten Instrument festhalten wollte. Wir wollten ihn aber menschlich unbedingt in der Band haben und dann habe ich mir den Bass umgeschnallt. Mit dem neuen Album sind wir ja nun bei AOR Heaven und da ist ganz interessant, dass unser kleiner Fanclub aus der Gegend um Mnchen uns quasi beim Label vorgeschlagen hat. Und es hat ihnen offensichtlich gefallen.

Das Artwork lsst ehrlich gesagt hrtere Mucke vermuten. Aber bei euch regieren sleazige, tief in den Achtzigern verwurzelte, Hardrock-Klnge.

Die Musik war zuerst da und wir suchten nach einem Albumtitel. Alle Songs erzhlen irgendwo Geschichten und es war klar, dass es etwas Mrchenhaftes, Mystisches werden musste. Die erste Idee war so ein schweres, in Leder eingebundenes Buch und am Ende stand dann dieser Totenkopf mit zwlf Symbolen, die jeweils einen Song reprsentieren.

Nerven diese Achtziger-Vergleiche eigentlich oder seht ihr das eher als Kompliment? Gerade eine Nummer wie "Pieces Of A Broken Dream" ist hier zu nennen.

Warum sollen wir genervt sein? Die Leute bemhen oft Vergleiche und wir sehen das wirklich als Kompliment, denn das ist genau die Musik, die wir lieben und mit der wir herangewachsen sind. Ich hre heute noch viel Zeug aus dieser ra. Ich bin Guns N'Roses-Fan durch und durch und schreibe unweigerlich in diesem Stil. Welche neue Band heute ist denn wirklich ein Meilenstein?

Was macht die Schweiz deiner Meinung nach zu einem guten Platz fr traditionelle Rockmusik. Bands wie Krokus, Gotthard, Shakra oder auch Crystal Ball sprechen ja fr sich.

Sind diese denn wirklich so erfolgreich? Und wenn ja, dann vor allem in Deutschland. Ihr Deutschen scheint auf diese, ja schon in den Siebzigern verwurzelte Musik zu stehen. Als Schweizer Band im Rockbereich hast du es schwer, denn hier sind eher Alternative und Singer/Songwriter angesagt. Besagte Bands produzieren in Deutschland, haben deutsche Labels, spielen viel bei euch und so weiter.

"Vampires Of The Night", eine sehr melodische Nummer mit hymnischem Refrain, ist gleich zweimal vertreten!

Ja, die Nummer ist zustzlich in akustischer Version als Bonus auf dem Album. Beide Versionen liegen uns sehr am Herzen. Ich htte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass die reduzierte und in vielen Belangen vernderte Version so gut funktioniert, aber wir alle vier sind sehr zufrieden damit.

Ihr arbeitet schon zum zweiten Mal mit Tobias Lindell zusammen, der u.a. Bands wie Hardcore Superstar oder H.E.A.T. zu einem klasse Sound verhilft. Wie kam die Zusammenarbeit zustande?

Der Kontakt kam so zustande, dass wir, als wir 2011 fr einen Motorradclub eine Nummer aufgenommen und jemanden gesucht haben, der sie professionell mischt, gesucht haben. Wir kannten natrlich Tobias' Arbeiten und haben ihn einfach angeschrieben und gefragt, ob er Interesse htte beziehungsweise was er kosten wrde. Wir sind dann 2013 fr das zweite Album nach Schweden geflogen und hatten eine wirklich tolle Zeit mit ihm und konnten sogar die Jungs von H.E.A.T. kennenlernen. Das war ein Riesenfest. Am Anfang tranken wir ein paar Bier und am Ende landeten einige von uns im Pool. Ich kann dir sagen Aber musikalisch hat Tobias sehr viel aus uns raus gekitzelt. Und so haben wir auch auf dem neuen Album wieder auf ihn zurckgegriffen.

Wie sieht es mit Live-Plnen aus? Ihr seid ber die Jahre vergleichsweise aktiv gewesen, vereinzelt auch in Deutschland, wenn auch meist im tiefsten Sden.

Wir spielen jetzt erstmal drei Release-Parties im April, auch in Deutschland und planen derzeit die Zeit danach. Wir wollen und werden mit der neuen Scheibe spielen, ganz klar.

Brother Firetribe

2013 habt ihr als Band an einer Auto-Schrauber-Doku im Schweizer Fernsehen teilgenommen. Wie kommt man dazu und hat es sich fr die Band, in welcher Form auch immer, ausgezahlt?

Ja, die Show heit "Pimp It Or Kick It" und ist hierzulande recht populr. Wir haben kurz zuvor einen alten, ziemlich fertigen Kleinbus gekauft und es war fraglich ob der die Abnahme durch den TV bekommt. Wir haben ihn in der Tat fit gemacht und bis vor wenigen Wochen wirklich als Tourbus gefahren, auch wenn er uns eigentlich nur rger gemacht hat. Ausgezahlt ist natrlich relativ, aber es hat Spa gemacht, die Band ein wenig bekannter gemacht und uns definitiv eine Reihe von Konzerten beschert, die wir ohne diese berregionale Plattform vermutlich nicht bekommen htten. Als Band darfst du natrlich nicht zu oft lokal spielen, um interessant zu bleiben und darber hinaus ist es als kleine Band auerhalb der Heimatregion schwierig, berhaupt gebucht zu werden.

Nicht schlecht!

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