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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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NIGHT RANGER
Still Hungry!
Martin Stark
www.nightranger.com


NIGHT RANGER sind aktuell so aktiv wie lange nicht mehr und nach dem einen oder anderen musikalischen Irrweg in der Vergangenheit seit einigen Jahren erfreulicherweise wieder voll auf Kurs. Drummer und Teilzeit-Snger Kelly Keagy, immerhin Baujahr 1952, ist immer noch hungrig und voller Tatendrang wie "Don't Let Up" beweist. Aber er ist auch ein Mann, der seinen Antworten durchaus einige Sekunden Bedenkzeit voranschickt.

Die aktuelle Live-Scheibe "35 Years And A Night In Chicago" ist gefhlt gerade erschienen, da legt ihr schon mit einem neuen Studiowerk nach. Was erfllt euch eigentlich mit mehr Stolz, eine beeindruckende Retrospektive wie das jngste Live-Werk oder die Tatsache, dass ihr immer noch neues, relevantes Material verffentlichen knnt. Beweisen msst ihr sicher nichts mehr!

Ganz klar, das Schreiben neuer Musik. Weit du, wenn wir eine dieser Bands wren, die jahrzehntelang nichts anders machen als ihren Backkatalog zu verwalten und gelegentlich maximal ein, zwei angestaubte Nummern aus den Archiven zerren, wrde mich das langweilen. Es ist sogar so, dass wir mit den letzten drei Alben unsere Herangehensweise gendert haben. So auch dieses Mal. Wir gingen mit praktisch leeren Hnden in den Probenraum und haben uns treiben lassen. Wir hatten maximal grobe Ideen fr einen Refrain und vielleicht eine Strophe. Der Rest ist gemeinsam entstanden und ich hoffe das hrt man auch.

Das neue Album beginnt mit "Somehow Somewhere", einem von zahlreichen Songs, die diesen typischen Night Ranger-Stadionrock-Sound aufweisen. Spielt die sptere Live-Tauglichkeit eigentlich schon beim Songwriting eine grere Rolle?

Erstmal danke, und ja natrlich achten wir bei Konzerten und auch Alben immer besonders darauf mit welchem Song wir anfangen, um sofort eine gewisse Atmosphre zu erzeugen. Das kannst du auch auf "Don't Let Up" erkennen. berhaupt spielt die Live-Situation bei Night Ranger seit Anfang an die entscheidende Rolle. Ich finde auch, dass gerade die Live-Scheibe und "Don't Let Up" hervorragend zusammenpassen und daher die nahe Verffentlichung absolut Sinn macht. Wir spielten "Day & Night" bereits in Chicago und das ist wiederum eine enge Verbindung zum neuen Album, da dieses Stck eines der ersten, wenn nicht sogar das erste war, dass wir fertig stellten.

Der Kern der Band, also Brad Gillis (g), Jack Blades (voc, b) und du, ist schon sehr lange zusammen. Was genau macht eure Chemie untereinander aus?

Wir respektieren uns und wissen um die Strken und Schwchen des anderen. Mit den Beiden habe ich schon vor Night Ranger zusammen gespielt. Aber auch die brigen Mitglieder der Band bringen sich in jngster Zeit vermehrt ein. Die neue Herangehensweise tut uns gut. Wir bringen nicht mehr wie frher fertige Songs bei, sondern entwickeln das Material zusammen. Groe Egos suchst du hier vergebens.

Du wirst als einer der besten singenden Schlagzeuger bezeichnet. In welcher Funktion fhlst du dich am wohlsten beziehungsweise, bist du in erster Linie Schlagzeuger oder doch Snger?

Moment mal! Ich habe mich selbst so bezeichnet und das eigentlich eher im Scherz. Ich mache beides gerne, aber es gibt immer Situationen und Momente in denen das eine oder andere im Vordergrund steht. Doch es ist der Song an sich, der wichtig ist. Ich bin als Schlagzeuger auch sicher keiner, der die groe Show macht. Auf dem letzten Album habe ich aber wesentlich mehr gesungen als auf dem neuen. Das ist nicht geplant, sondern ergibt sich aus dem Songwriting heraus. Wir sehen schon whrend der ersten Proben, wer das jeweilige Stck singen sollte. Wir lassen uns treiben, sind mittlerweile sehr entspannt und folgen unserem Gefhl.

Ihr seid eine der vielen US-Bands, die Europa sehr lange gemieden hat wie der Teufel das Weihwasser. Glcklicherweise haben das neben euch auch Bands wie Journey oder Styx erkannt und korrigiert.

Das ist richtig und heute wrden wir wahrscheinlich nicht mehr so auf Management und Auenstehende hren. Aber in den letzten Jahren waren wir ja das eine oder andere Mal auf der anderen Seite des groen Teiches, was immer groartig war. Aber es muss alles passen, da das Touren bei euch sehr kostspielig ist weil du Flge, Crew, Produktion und Hotel abdecken musst. Am besten ist immer wenn du ein paar Festivals oder einen Support-Slot einer angesagten greren Band spielen kannst, um die du dann weitere Dates bauen kannst. Der Plan ist aktuell, dass wir im nchsten Jahr, also 2018, im Frhjahr nach Europa kommen.

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