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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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MESSIAH'S KISS
Irgendwie doch keine Newcomer
Thorsten Dietrich
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Auf einmal waren sie da, eine Band von der ich nie gehört hatte mit einem Debut, was mich umhaute. Das in der heutigen Veröffentlichungsflut! Ein Klassiker der Neuzeit wird diese Platte werden! Metal ohne Schubladen, zeitlos, hart und melodiös zugleich. Darauf haben Scharen von Fans gewartet! Ich sprach mit Drummer Eckhard "Eddy" Ostra, der im Gegensatz zu manchen Deathern und gewissen unbekannten Schwedenproggies den Mund aufbekam und interessante Antworten gab. Das muss auch mal wieder gesagt werden!

Hallo Eddy!
Da ich von euch bis jetzt nichts hörte, erzähl doch bitte den Weg den ihr gegangen seid!

"Messiah's Kiss" besteht im wesentlich aus den Mitgliedern von "Repression", die es bereits seit Mitte der 80iger gibt. "Repression" hat in dieser Zeit 4 CDs selber produziert, und in Eigenvertrieb an den Fan gebracht. Allerdings spielte sich das, mehr oder weniger, auf der lokalen Schiene ab, zumal ja gerade ab Mitte der 90iger der "True-metal" bekanntlich totgesagt wurde, und wir niemals etwas anderes spielen wollten. Als das Material zu "Prayer for the dying" entstand, bekam unser damalige Sänger Probleme mit seinen Stimmbändern. Da wir das Material aber auf keinen Fall auf Eis legen wollten, haben wir uns auf die Suche nach einem Sänger gemacht, dessen Stimme 100%ig zu den Songs passen sollte.

Klasse, ihr habt euch nie unterbuttern lassen!
Hat der Name eine besondere Bedeutung für euch?

Wir waren auf der Suche nach einem Namen, der eine positive Bedeutung hat, und nicht mehr so "depressiv" wie "Repression" klingt. "Messiah's Kiss" hat eine sehr positive Bedeutung, klingt zudem auch powervoll, und man kann ihn sich auch gut merken. Außerdem gab es schon oft in der Vergangenheit Namen mit einem religiösen Touch, z.B. Judas Priest, Black Sabbath, oder Nazareth.

Ja, auf jeden Fall hat der Name was! Der sticht ins Auge!
Ist Mike Tirelli dabei, weil er gut ist oder, da er gut und etwas bekannt ist?

Ich halte Mike für einen der derzeit besten Metal Sänger überhaupt! Glücklicher Weise hat er an den Songs und an der Band genauso viel Spaß wie wir. Das er darüber hinaus bekannt ist, ist eine Zugabe.

Er ist definitiv super, und eigenständig!
Das Cover ist, wenn ich mich nicht täusche von dem berühmten Luis Royo. Ist es Zufall, dass ihr es bekommen habt, oder Absicht? Ist eine Verbindung vom Cover zu den Texten vorhanden?

Stimmt, das Cover ist eine Illustration von dem spanischen Künstler Luis Royo. Es passt perfekt zu dem Bandnamen und dem Albumtitel. Als wir auf der Suche nach einem geeigneten Artwork waren existierte der Name "Messiah's Kiss" bereits. Also haben wir uns im Internet diverse Seiten von Fantasy Künstlern, etc. angeschaut, und dabei auch diverse Illustrationen von Luis Royo gesehen. Als wir dann dieses Motiv sahen war die Entscheidung klar, und wir waren der Meinung das "Prayer for the dying" der ideale Titel ist. In textlicher Hinsicht passt es nur teilweise, aber da der Bezug zu dem Bandnamen und dem Albumtitel in jedem Fall gegeben ist, wirkt das ganze in sich schon sehr rund!

Ja.
Wie wichtig sind die Texte, schreibt diese Mike?


Texte sind wichtig! Immerhin drücken sie die Emotionen eines Songs in Worten aus. Die Texte stammen von Georg und von mir. Unsere Texte gehen in viele verschiedene Richtungen, und resultieren aus spontanen Impulsen. Wir möchten in erster Linie unterhalten, und nicht politische oder religiöse Statements abgeben. Daher handeln unsere Texte von Fantasy-Themen (z.B. "Blood of the Kings"), über "Ich-laß-mir-nicht-alles-gefallen"- Themen ("Mortal Sin"), bis hin zu einem Song, der sich meiner Meinung nach am Besten mit dieser Musik identifizieren kann: Eishockey ("Pride & Glory).
Mike hat für "Prayer for the dying" keine Texte beigesteuert, da das Material bereits komplett fertig war, als er zu der Band gestoßen ist. Das wird sich in Zukunft aber bestimmt ändern, zumal Mike klasse Texte schreibt!

Das hört sich ja gut an. Glaubst Du an eine längerfristige Zusammenarbeit mit Mike? Wie stabil ist Messiahs Kiss?

Ganz bestimmt wird sich die Zusammenarbeit mit Mike fortsetzen! Es hat schon bei "Prayer for the dying" irre viel Spaß gemacht, und wir können es alle kaum erwarten in Zukunft gemeinsam mit Ihm an Songs zu arbeiten. Es war auch nicht nur in musikalischer Hinsicht klasse mit Mike zu arbeiten. Auch menschlich passt alles einfach genial zusammen. Man hat die gleichen "roots", trinkt das gleiche Bier, und verehrt den gleichen Typ Frauen (lach)
Kurz: wir sind aus einem Ei! Und somit ist klar, dass Messiah's Kiss eine Band ist, und kein Projekt!

Das ist doch mal ein Statement! Die ganzen Projekte finde ich langsam nervig, richtige Bands sind mir auch lieber!
Ihr seit schon länger musikalisch tätig, glaubst du mit einer Plattenfirma wie SPV könntet ihr Erfolg haben?

Ja. Mit einer Plattenfirma wie SPV glaubt man in jedem Fall, dass man erfolgreich sein kann. Erfolg hängt nicht allein von der Band ab. Es ist vielmehr so wie u.a. in der Formel 1: das Team zählt und sorgt für den Erfolg. Wenn alle an einem Strang ziehen, ist alles möglich.

Dann zieht alle! :-)
Wie sieht es aus mit einer Supporttour in diesem Herbst?

Wir werden wohl diesen Herbst, oder spätesten im Winter touren. Wen wir supporten dürfen steht aber noch nicht genau fest. Wir brennen alle darauf endlich in die Hallen zu gehen, und live zu spielen bis der Arzt kommt!

Was anderes hätte ich von euch auch nicht erwartet!
Was macht ihr neben Messiah´s Kiss?

Wir sind alle sehr aktive Menschen. Wir treiben in der Freizeit viel Sport, spielen Fußball oder Eishockey, fahren Motorrad, usw. und gehen selbstverständlich noch unseren Berufen nach.


Gut, keine depressiven Weltschmerzstubenhocker!
Was haltet ihr von den Wacken Anschuldigungen?

Ich habe von den Problem in Wacken erst im nachhinein erfahren, da wir nach unserem Gig am Donnerstag (und einigen Presseterminen) wieder abgereist sind. Von daher kann ich da nichts zu sagen.

Schade, da muss ich wohl weiterfragen!
Was muss für Dich ein Konzert bieten?

Ein Konzert muss für mich in erste Linie unterhaltsam sein. Dazu gehört natürlich auch ein guter, satter Sound. Ich mochte die Zeit, in der die Konzerte und die Bühnen ein gewisses "Garagen-Flair" hatten überhaut nicht! Ich stehe drauf, wenn es ordentliche Licht- und Pyro- Effekte gibt, und die Band mit einer gehörigen Portion Spielfreude so richtig "abmetert".

Vielen Dank für das Interview!

Ich danke auch und glaube, dass die Zeichen mehr als gut für Messiah´s Kiss stehen! Man sieht zwar die Roots bei Maiden, Accept und Co., doch das eigene Können der Musiker überragt dies locker!

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