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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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BULLETRAIN
Die jungen, wilden Schweden
Martin Stark
www.bulletrain.org


p>Das zweite BULLETRAIN-Album ist ein echter Kracher geworden. Melodische Klnge irgendwo zwischen AOR und Hardrock. Und das mit einer Produktion, die sich vor den Groen der Branche nicht zu verstecken braucht. Drummer Jonas Tillheden bringt uns auf den aktuellen Stand und sprht dabei nur so vor Enthusiasmus. Zu recht! Steht hier doch ein heier Kandidat fr das Album des Jahres bereit.

Jeder, wirklich jeder Song auf "What You fear The Most" wartet mit einer coolen Hookline auf. Das muss man erstmal schaffen, oder?

Vielen Dank fr das Lob. Ja, klar der Stil den wir spielen braucht starke Hooks. Wir schreiben permanent Songmaterial und nur das Beste findet den Weg aufs Album. Erst kommt das Album und dann machen wir uns Gedanken um die Live-Umsetzung. Die gesamte Band zieht an einem Strang und teilt die gleiche Vision wie Bulletrain klingen muss.

Ihr habt in Riga, Lettland aufgenommen. Trotz der relativen geographischen Nhe zu Schweden ein ungewhnlicher Ort fr Plattenaufnahmen. Und das Ganze ging in nur zehn Tagen ber die Bhne, richtig?

Das hatte mehrere Grnde, einer davon ist RamPac, das bekannte Songwriting und Produzenten-Team mit denen wir schon auf dem ersten Album gearbeitet haben. Sie schlugen dieses top ausgestattete Studio vor mit dem sie schon sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Aber auch der Umstand, dass dort hervorragende Bedingungen vorherrschen und das zu einem fr eine kleine Band wie uns machbaren Preis. Wir haben das Album zum ersten Mal alleine aufgenommen, auch wenn RamPac, unsere Freunde und Mentoren uns bei der Songauswahl und den Gesangaufnahmen untersttzten. Diese fanden wieder in Stockholm statt. Die Produktion ist so wie wir es wollten, richtig fett und klassisch. Und ja, zehn Tage sind nicht viel, aber die Songs waren berwiegend komplett fertig und wir mussten nur wenig umrangieren. Aber es war eine sehr intensive Zeit! Und obendrein kam auch der eine oder andere Kater dazwischen. Insgesamt eine tolle Erfahrung und sehr zu empfehlen.

Zwei Songs die besonders auffallen sind das hymnische "We Salute You" und das anfangs balladeske, aber dann voll nach vorne gehende "Old Lighthouse".

Wir wollten eine echte Hymne auf der Platte. "We Salute You" haben uns RamPac, also unsere Landsleute Patrik Magnusson and Johan Ramstrm, auf den Leib geschrieben. Sie sind hier in Schweden im Rock- und Pop-Bereich sehr erfolgreich. Wir hatten keinen Song mit diesem Charakter und da sie ohnehin darauf bestanden, mit einem eigenen Song auf dem Album vertreten zu sein, passte alles sehr gut. Zu "Old Lighthouse", einem lteren Song von uns, hat uns Warrant mit mit ihrem Song "Uncle Tom's Cabin" inspiriert. Einer der Songs, die uns schon lange begleiten. Dieser melancholische Grundton am Anfang, der dann frmlich explodiert, das finden alle hoffentlich so cool wie wir es tun. Das ist schon ein spezieller Song. Es freut mich, dass er dir gefllt.

Schaut man das Artwort an und horcht bei den Lyrics ein wenig auf, so scheint das Thema "Angst" eine zentrale Rolle auf dem Album zu spielen. Und das trotz der fast durchgngig wenig dsteren Kompositionen

Ja, ein klein wenig hier und da. Wir hatten dunkle Phasen im Leben und das Leben an sich ist ja schon verrckt genug. Es erschien uns interessant ein wenig mit diesen Motiven zu spielen, auch optisch. Die Puppe auf dem Cover steht symbolisch fr alles Verrckte, was einem im ganz normalen Leben so begegnen kann. Das gesamte Paket wird auf diese Art und Weise gut abgerundet.

Tobias Lindell, in der Melodic-Szene dank seiner groartigen Arbeit fr unter anderem Hardcore Superstar, Europe oder H.E.A.T. kein Unbekannter, hat das Album produziert. Wie kam diese Zusammenarbeit zustande?

Tobias ist ein Genie. Wir wollten von Anfang an, dass er an Bord ist. Ich schrieb ihm einfach eine Email und nach zwei, drei Ideen, die wir ihm vorspielten, zeigte er schnell Interesse. Einen Song, "Fight With Me", arrangierte er sogar ein wenig um. Wenn dir jemand mit so einer Agenda etwas vorschlgt, dann hrst du hin und sagst sicher nicht nein. Ein dufter Typ! Er war sehr nett und ist uns auch preislich entgegengekommen. Ich glaube er mag unsere Musik wirklich. Weit du wenn du in einer Band wie Bulletrain spielst dann musst du schon brennen. Denn leben knnen wir von der Musik natrlich nicht. Wir haben alle richtige Jobs. Aber speziell zwischen uns Schweden stimmt die Chemie da wir alle irgendwie von dem Virus Musik infiziert sind und auch groartige Untersttzung erfahren, gerade am Anfang. Sollten wir irgendwann die Mglichkeit bekommen nur noch Musik zu machen umso besser, aber in erster Linie mchten wir die Leute inspirieren und mit unserer Musik etwas erreichen.

Gibt es bereits konkrete Tourplne? Ihr wart ja schon mit dem Debt vergleichsweise aktiv an der Live-Front, auch auerhalb eurer Heimat.

Wir konnten schon mit den Debt vor zwei Jahren zahlreiche Gigs spielen, auch bei euch in Deutschland und knnen es kaum erwarten wieder zu kommen. Wir haben die eine oder andere Option und in naher Zukunft knnen wir Konkretes vermelden. Besttigt sind zu diesem Zeitpunkt aber erst zwei Shows in Schweden. Dabei wird es aber definitiv nicht bleiben! Schn wre es auch wenn wir irgendwann eine konstant tourende Band werden wrden und vielen weiteren jungen Bands Tren zu ffnen.

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