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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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THE TREATMENT
Die rockende Jugend!
Martin Stark
www.facebook.com/TheTreatmentOfficial


Human Zoo

"Generation Me" ist der vierte Streich einer blutjungen Truppe die das Zeug dazu hat, den Rock'n'Roll zu retten. Schlagzeuger Dhani Mansworth, der die Band 2008 im zarten Alter von 15 Jahren grndete, ist kein Mann der groen Worte, wei aber genau was er will. Die Briten THE TREATMENT sind trotz ihrer Jugend keine Newcomer mehr, dennoch startet der Fnfer in vielerlei Hinsicht nochmal neu durch. Und die Mission "Rettung" ist sicher keine einfache.

Ihr taucht relativ berraschend bei den italienischen Melodic-Spezialisten von Frontiers auf. Nach drei Alben bei den Finnen von Spinefarm kommt dieser Schritt sicherlich etwas berraschend.

Ich wei wie das wirkt, aber Frontiers bemhten sich sehr intensiv um uns. Sie haben bei Airrace, der Band meines Vaters, einen guten Job gemacht und sicher ist es nicht von Nachteil, dass er uns sehr verbunden ist. Er managt uns seit Beginn der Band und es fhlt sich an, als htten wir ein sechstes Mitglied. Wir schenken uns gegenseitig Vertrauen und das alleine ist unbezahlbar. Aber es waren die Songs beziehungsweise die Demos zum neuen Album, die das Label berzeugten. Was ntzt der beste Kontakt wenn sich herausstellt, dass die Band nichts taugt? Wir wissen, dass wir uns von vielen der Bands auf dem Label unterscheiden, aber letztlich sind wir nur eine Rockband, aber eine, die zu einhundert Prozent das liebt und lebt, was sie tut.

Und genau davon drfen sich diejenigen berzeugen, die das Frontiers Rock Festival III im April 2016 in Mailand, Italien besuchen werden. Aber davon abgesehen seid ihr Tournee technisch sehr aktiv und habt schon auf ausufernden Touren Gren wie Alice Cooper, Mtley Cre oder Kiss supportet und seit mittlerweile auch recht Festival-erprobt. Welche Trume hat man da noch?

Da bleiben immer noch unzhlige, wir sind ja nicht vermessen oder heben ab. Wir hatten bereits das Glck viel von den erfahrenen Acts lernen zu drfen und sind als Band zusammengewachsen. Dennoch hat sich unser alter Snger entschieden einen neuen Pfad einzuschlagen, wobei wir aber wirklich sagen knnen, freundschaftlich auseinander gegangen zu sein.

"Generation Me" ist also das erste Album mit umgekrempelten Line-Up. Nicht nur an der Gitarre - Tao Grey ersetzt Dee Dammers - gab es einen Wechsel, auch an dem fr eine Rockband so sensiblen Sngerposten folgte auf Matt Jones mit Mitchell Emms ein junger Mann, der schon nach wenigen Takten ein Glckstreffer zu sein scheint.

Wir haben erstmals das Gefhl komplett zu sein, was aber nicht heit, dass wir im alten Line-Up nicht auch groartige Musik kreiert und fantastische Touren gespielt haben. Die Trennung von unserem alten Snger Matt, der wie gesagt auf eigene Initiative eine neue Herausforderung suchte, ist sehr harmonisch von statten gegangen. Wir sind stolz auf das, was wir bereits erreicht haben, aber irgendwie fhlt sich die jetzige Situation wie ein neuer Anfang an und wir knnen es kaum erwarten endlich wieder raus zugehen. Irgendwie ist uns jetzt erst bewusst, dass vielleicht immer ein kleiner Teil gefehlt hat.

Ihr lasst euch in keine Schublade einordnen. Das neue Album ist gleichermaen das hrteste und das reifste bislang. Das gilt fr die Musik, aber auch fr die Texte. Nimmt man einen Song wie "Bloodsucker", so ist das offensichtlich.

Richtig, in dem Song werden viele heutige Missstnde anprangert, sei es Machthunger oder Gier. Wir lassen dem Hrer aber grtmgliche Freiheit und die Mglichkeit eigene Erfahrungen auf die Songs zu projizieren. Wir versuchen die Songs musikalisch einerseits richtig krachen zu lassen, andererseits aber keine nichtssagenden Texte zu verwenden. Ich denke wir haben mit dem neuen Album die bislang vielseitigste Scheibe abgeliefert. Aber auch oder gerade da, wo wir dezent neue Wege gehen, hrt sich das Material nach The Treatment an.

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Ihr kommt aus Cambridge, einem beschaulichen Stdtchen in England, das nicht gerade fr seine Rockszene als vielmehr fr seine Universitt bekannt ist.

Ja, das stimmt und es gibt vielleicht andere Hotspots fr Rockmusik hier in England, aber Cambridge ist immerhin der Ursprung von Pink Floyd. Es gibt aktuell eine kleine, aber feine lokale Szene und die eine oder andere Nachwuchsband macht sich gerade auf, Cambridge auf die Rock-Landkarte zu setzen.

Dann viel Glck!

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