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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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TOXIC WALTZ
Crash Boom Bang
Mario Loeb
www.facebook.com/ToxicWaltzofficial/


Toxic Waltz

Mit Toxic Waltz schickt sich eine weitere Band an, dem Old School Thrash Metal neues Leben einzuhauchen. Sie liefern mit ihrer zweiten Platte "From A Distant View" den Beweis, dass man auch bei "Old School" seine eigene Handschrift haben kann. Das Werk lsst aufhorchen, so war es also fr uns Zeit, der Kapelle, die aus Bayern stammt, ein paar Fragen zu stellen.

Hallo zusammen! Erst einmal Glckwunsch zu Eurem neusten Werk, was echt richtig stark geworden ist. Bitte stellt Euch und Eure Musik doch einmal vor, da ich denke, dass unsere Leser Euch noch nicht alle kennen.

Hi zusammen, also wir sind Toxic Waltz, fnf junge und verdammt gutaussehende Typen aus dem Raum Landsberg am Lech. Jimi und Alex bedienen die Gitarren, Flo haut auf die Kessel und Becken und Thomas ist seit neuestem der Mann am Bass. Und ich (Angelo) bin der Schreihals der Truppe. Wir haben uns vor knapp sechs Jahren, damals allerdings noch mit leicht verndertem Line-Up, zusammengetan, um Musik zu machen. Und heute haben wir zwei Alben auf dem Markt, was uns wirklich mchtig stolz macht!

"From A Distant View" ist ja nicht Eure erste Scheibe, sondern Euer Debt war "Decades Of Pain". Was sind die grten Unterschiede zu Eurem ersten Silberling und welche Erfahrung nehmt Ihr aus beiden Aufnahmen fr Eure hoffentlich kommende dritte Scheibe mit?

Wir wollten uns musikalisch weiterentwickeln und wir sind der Meinung, dass uns das gelungen ist. Ich glaube, dass es gar keine sonderlich groen Unterschiede zwischen den beiden Alben gibt. Es sind eher die Feinheiten, die "From A Distant View" noch strker machen. Aber das muss letztendlich jeder fr sich selbst entscheiden. Was eigentlich der hufigste Kritikpunkt ist, sind die Refrains. Die seien nicht eingngig genug. Daran werden wir versuchen zu arbeiten, wollen jedoch unserem Stil treu bleiben. Es drfen also keine Hymnen von uns erwartet werden.

Auffllig ist nicht nur die starke Musik von Euch, sondern auch das exzellente Cover Artwork. Wer kam auf die Idee und wer hat es fr Euch umgesetzt?

Freut uns wirklich sehr, dass dir unser Cover ebenfalls so gut gefllt wie uns! Die Idee kam von uns und ist whrend des Songwritings entstanden und hat sich mit dem Konzept der Texte auch immer weiter entwickelt. Bei der Umsetzung haben wir wieder auf Peter Tikos gesetzt, der auch schon das Artwork zu "Decades Of Pain" geschaffen hat. Und wir finden, Peter hat wieder mal herausragende Arbeit geleistet!

Ich habe in meiner Review geschrieben, dass mit Euch eine weitere deutsche Thrash-Granate am Metal-Himmel auftaucht, die ein Schlachtfeld in den Gehrgngen hinterlsst. Ist das Kompliment aus Eurer Sicht zu hoch gegriffen, oder wie schtzt ihr Eure eigene Situation nach den positiven Kritiken, die Ihr fr "From A Distant View" bekommen habt selbst ein?

Toxic Waltz

Das war wirklich ein Kompliment, das die Seele gestreichelt hat! Vielen Dank nochmal fr das coole Review. Ich persnlich finde es immer schwer, seine eigene Situation abzuschtzen. Momentan luft es gut fr uns, wir sind viel unterwegs und spielen wirklich coole Shows. Die neue Platte kommt auch ziemlich gut an, sowohl beim Publikum als auch bei den Kritikern. Wir hoffen, dass es fr uns so weiter geht und das wir irgendwann vielleicht wirklich mal ganz oben auf dem Thrash-Thron sitzen. Bis dahin bleiben wir ganz bodenstndig und wollen einfach nur Musik machen.

Euer Bandname verrt einem ja schon, dass Exodus eine Band ist, die Euch inspiriert hat. Welche Gruppen beeinflussen Euch noch und welche Musik hrt ihr zur Zeit privat?

Natrlich, viele andere Bands aus der Bay-Area wie Forbidden, Heathen oder Dark Angel, aber auch neuere Bands wie Trivium sind sehr einflussreich fr uns. Generell wollen wir uns nicht auf eine bestimmte Musikrichtung als Einfluss fr uns beschrnken. Momentan luft bei mir zu Hause viel Hip Hop aber auch Hardcore und progressiveres Zeug wie z. B. Porcupine Tree darf nicht fehlen.

Mein Kollege hat zu Eurem Debt geschrieben, dass er es als Fehler ansieht, dass Ihr bei dem Bandnamen keine Coverversion von "Toxic Waltz" aufgenommen habt, obwohl das aus seiner Sicht schon Pflicht ist. Auch auf der neuen LP findet man die Nummer nicht. Knnen Eure Hrer sich auf dem nchsten Silberling Hoffnung machen, dass der Track auftaucht. Habt ihr den Song vielleicht schon einmal live performt?

Ich kann mich noch sehr genau an das Review von damals erinnern. Wir fanden es sowohl damals bei "Decades Of Pain", als auch heute bei "From A Distant View" sehr wichtig, durch unsere eigene Musik zu berzeugen und nicht durch ein Cover aufzufallen. Auerdem dachten wir, dass es womglich ein bisschen zu viel des Guten wre, wenn wir Toxic Waltz als Coverversion mit auf die Platte packen. Ob es vielleicht trotzdem beim nchsten Album soweit sein wird, kann ich noch nicht sagen, haben wir uns auch noch keine Gedanken gemacht, aber wie sagt man so schn: Nichts ist unmglich. Live haben wir den Song allerdings schon ein paar Mal im Live-Set gehabt.

Obwohl Ihr den "Old School Thrash Metal" zelebriert, ist es Euch recht gut gelungen den Songs Eure eigene Handschrift aufzudrcken. Wie schwierig ist das, den Drahtseilakt zwischen Alt und Neu zu bestehen?

Wie bereits gesagt, darf man sich bei seinen Einflssen nicht auf eine Musikrichtung beschrnken. Man muss absolut offen fr neue Dinge sein. Au?erdem muss man bereit sein, sich selbst weiter zu entwickeln. Ich finde es auch sehr wichtig, einfach mit der Zeit zu gehen. Klar, man darf nicht jeden Trend mitmachen, dennoch kann man sich auch von modernen Bands viel Inspiration holen. Und genau darin liegt der Punkt, der Spagat zwischen Old-School und Modern.

Wie wollt Ihr Euch auch in Zukunft davor schtzen, nicht in der Flut von "Old School Thrash"-Erscheinungen unter zu gehen, wie es vielen guten Death Metal Kapellen der alten Schule in den letzten zwei Jahren ergangen ist?

Wir werden versuchen, weiterhin innovativ zu sein und unseren eigenen Sound und Stil zu festigen, ohne als eine Kopie von irgendjemand abgestempelt zu werden.

Ihr msst eine 90er Jahre POP-Platte im Thrash Metal Style neu vertonen. Welche Platte wrdet ihr Euch aussuchen und warum?

Roxetteas "Crash Boom Bang". Ganz einfach weil ich finde, dass Roxette ein echtes Gespr fr Hits hatten und genau den Zahn der Zeit getroffen haben. Auerdem sind einfach geniale Songs auf dem Album: "Sleeping In My car" etc.

Zum Abschluss gebe ich den Bands immer die Mglichkeit fr sich Werbung zu machen, also haut rein! Warum soll man Eure Konzerte besuchen und warum ist die neue Platte von Euch Pflichtprogramm?

Kommt deswegen alle auf unsere Konzerte, weil dort Headbangen, Moshen und jede Menge Gaudi garantiert ist. Wer nicht einmal auf einer Toxic Waltz Show war, der hat definitiv was verpasst! Auerdem muss die Underground-Szene untersttzt werden und da sollte sich jeder an die eigene Nase packen. "From A Distant View" ist deswegen Pflichtprogramm, weil es ein Old School Thrash Metal Album aus dem Jahr 2016 ist. Und genau so klingt es: frisch und kraftvoll, ohne altbacken zu wirken. Mit modernen Einflssen, aber vor allem: mchtig in die Fresse!!

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