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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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SECUTOR
Ehrlicher Metal, ehrliche Antworten!
Thorsten Dietrich
www.facebook.com/secutorkoblenz


SECUTOR

Kurz nach einer ausverkauften Releaseparty im Koblenzer Florinsmarkt und einigen verkauften CDs schnappten wir uns den gut gelaunten Frontmann der Koblenzer Heavy Thrasher Secutor, Bobby Bald und quetschten ihn erneut nach der Listening Session etwas ber seine Band und Motive aus. Dieser antwortet ganz bodenstndig und locker, was wir auch nicht anders erwartet haben.

Wie kam es zur Grndung eurer noch jungen Band und hattet ihr schon Erfahrungen in anderen Combos?

Die Wurzeln von Secutor reichen ins Jahr 2008 zurck, als Gitarrist Foemb und Drummer Selke die Band ins Leben riefen. Dobby und Fabio kamen recht schnell dazu. Es folgten diverse Besetzungswechsel. Drummer Selke musste aus zeitlichen Grnden ausscheiden. Erst Ende 2009 wurde mit Mu ein passender und wertvoller Ersatz gefunden. 2011 lernten Dobby und ich uns auf der Arbeit kennen. Secutor suchten einen Snger und ich bot mich an, ohne vorher etwas mit Shouting zu tun gehabt zu haben. Die Band lud mich zu einer Probe ein und so sind wir bis heute besetzt. Nur Mu ( Epitaph und Bass bei Steelpreacher) und ich (Gitarre und Background bei einer Oldie-Band,Gitarre bei Franz Katzentod) hatten vor Secutor Erfahrungen in anderen Bands gesammelt.

Euer Bandname ist recht cool und steht fr einen bestimmten Gladiatortyp im alten Rom wie kam es dazu?

Foemb und Selke waren auf der Suche nach einem geeigneten Bandnamen. Irgendwann sah Foemb eine Dokumentation ber die rmischen Gladiatoren. Den beiden gefiel der Secutor sehr gut und es klang cool.

Seid ihr Autodidakten oder hattet ihr Unterricht in welchem Instrument auch immer?

Also Mu, Fabio und Foemb hatten wohl mal Unterricht. Dobby und ich haben uns alles selbst drauf geschafft. Der Spa an Metal und Bier ist sowieso der beste Lehrer.

Neben Headhunter mit Schmier und Schmuddel habt ihr die lustigsten deutschen Pseudonyme (Mu, Fomb, Dobby, etc) und keine Nachnamen in eurer CD. War das bewusst so gewhlt und warum?

Wir haben uns auf einem Friedhof getroffen. Mit viel Bier und total abgedrehten Ritualen, haben wir die ganze Nacht den Befehlen von Satan hchstpersnlich gelauscht. Er konnte sich unsere Namen nicht merken... nein, Spa beiseite. Keine Ahnung wie das alles kam. Wir sprechen uns so an. Jeder unserer Freunde kennt uns mit diesen Namen. Also kein Grund was zu ndern.

I

ch kenne "nur" euer Album, wie lange habt ihr an dem gesessen und wie unterscheidet es sich von eurer Debt EP?

Wenn man es genau nimmt, gab es "Until We Die" und "Wargod" schon whrend den Aufnahmen zur EP. Aber sie passten nicht zum Rest der Songs und somit nicht auf die EP "Thrash Or die". Insgesamt hat es wohl gut zwei Jahre gedauert "Stand Defiant" zu schmieden. Wir wollten technisch verspielter werden, weiterhin roh und derb klingen. Wir denken, dass wir das gut hin bekommen haben und jeder von uns ist mit dem Ergebnis glcklich. Das ist uns auch das Wichtigste.

Habt ihr bestimmte Vorgaben innerhalb der Band welchen Stil ihr spielt oder ist die Mischung aus Heavy Metal und Thrash einfach so gekommen?

SECUTOR

Vorgaben in diesem Sinne gibt es nicht. Wir machen die Musik aus purem Spa. Es soll funzen und gut klingen. So fhlen wir uns am wohlsten. Mit "Use Of Booze" zeigen wir auch das wir da nicht wirklich stur an einer gewissen Vorgabe festhalten. Wir hatten Lust einen Hardrock-Song zu machen und das kam dabei raus. Prinzipiell machen wir was uns gefllt.

Gibt es nur bestimmte Songwriter oder seid ihr alle an der Musik beteiligt, wie luft das mit den Texten die du singen musst?

Foemb und Mu machen die musikalische Hauptarbeit wie das Riffing und die Drums. Jeder bringt seine Ideen ein und die werden dann getestet, wenn es stimmig ist wird es verwendet. Textlich sind wir noch weniger festgelegt. Wer eine gute Idee hat, schreibt dann auch den Text. Mitunter auch zusammen. Wichtig ist uns natrlich das er zum Songaufbau passt.

Euer Skelettkrieger mit dem Stinkefinger von Timo Wrz ist ein cooles Cover! Wie seid ihr dazu gekommen, es passt ja auch zum Titel "Stand Defiant"?!

Es war recht schnell klar, das "Stand Defiant" der Albumtitel wird. Wir wollten dazu ein episches Artwork haben. Wir teilten unsere Gedanken/ Ideen Timo mit. Er setzte unsere Wnsche schnell und uerst treffend um, verstand sofort was wir wollten und hat groartig abgeliefert. Wir sind absolut glcklich mit dem Ergebnis. Das ist unsere Vorstellung von einem geilen Metal- Artwork.

Ihr habt euch bewusst fr eine Eigenproduktion entschieden. Wie ernst und zeitaufwendig wollt / knnt ihr die Band in Zukunft betreiben und was sind realistische Ziele fr euch?

Eines ist ganz sicher, wir haben alle einen Job, der verstndlicherweise vorgeht. Die Band ist somit logischerweise unser Hobby. Trotzdem machen wir die Musik doch recht ernst. Secutor ist fr uns ein sehr wichtiger Bestandteil auerhalb der Arbeitswelt. Wir freuen uns natrlich ber unseren bisherigen Erfolg. Wir haben damit nicht gerechnet. Was die Zukunft bringt, kann keiner wissen und somit bleiben wir schn auf dem Boden der Tatsachen und machen so weiter wie bisher.

Hattet ihr auch schon negative Erfahrungen (Feedback) gemacht seitdem ihr nun Musik verffentlicht und live spielt und wie geht ihr damit dann um?

Es gibt immer wieder Leute denen dieses oder jenes nicht gefllt. Das ist ja auch vllig in Ordnung, aber das hat keinen Einfluss auf uns. Wir machen was wir wollen und vor allem wie wir es wollen. Das macht uns aus. Aber ehrlich gesagt, kriegen wir doch fast nur positive Reaktionen. Das freut uns logischerweise sehr, dass der Underground (vor allem in Koblenz!) uns so untersttzt und akzeptiert.

Das haben Secutor auch verdient! Auch auerhalb von Koblenz und Umgebung.


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