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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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SERENITY
Auf Da Vincis Spuren
Jrg Bonszkowski
www.serenity-band.com


Serenity

  

Melodic/Symphonic Rock-und-Metal erfreut sich im gesamten Sektor immer grerer Beliebtheit. Als einer der Bands, die sich hierfr mitverantwortlich zeigen, gilt die sterreichische Formation Serenity. Frontman Georg Neuhuser stand uns Rede und Antwort zum neuen Opus "Codex Atlanticus" und erklrte uns, welche neue ra man gerne mit einluten mchte.

Georg, "Codex Atlanticus" einmal mehr ein sehr ausschweifender, mystisch anmutender Titel Eures neuen Rundlings. Welche Bedeutung drfen wir dahinter vorstellen?

Wir haben in unseren Alben seit "Death & Legacy" Themen aus dem Historischen aufgegriffen und uns inhaltlich Personen der Zeitgeschichte gewidmet, wie zum Beispiel Casanova oder der ungarischen Blutgrfin Elisabeth Bathory, ber die es viel Mystisches zu berichten gab. Bei "Codex Atlanticus", werden die berlieferungen des Leonardo Da Vinci zum Thema gemacht. Zwar stellt das Ganze keine Biografie dar, jedoch geht es im Wesentlichen um diese Person der Zeitgeschichte. Das was historisch belegt werden konnte, wurde auch textlich verarbeitet. Zum Beispiel die Tatsache, dass Da Vinci anatomische Studien an Menschen durchgefhrt hat. Der eigentliche Aufbau des Textes, hat uns aber noch einiges an eigenen Spielraum gelassen. Feste Konzepte haben wir auf den Serenity Alben aber nicht, diesbezglich kann ich mich bei anderen Projekten austoben.

Das sprichst Du den nchsten interessanten Punkt. Komplexitt und gute Melodien, Hooklines werden bei Euch fast perfekt vereint. Erklre mit bitte einen Songwriting Prozess bei Serenity?

Jeder von uns steuert seine Ideen hinzu. Beispielsweise hab ich die Erleuchtung einer Grundmelodie, die ich meinen Bandkollegen schicke. Das Ganze wird dann verfeinert, wir sprechen viel darber, ob die Elemente zueinander passen und so finden wir dann eine finale Version des jeweiligen Titels. Abschlieend geht der Song dann zu unserem Mastering Genie Lukas von der Band Illuminata, die in Graz beheimatet ist. Lukas geht in Krze in die USA um unter anderem im Film Sektor ttig zu werden. Er verpasst der Produktion noch den bombastischen, orchestralen Anstrich. Allerdings gestaltet sich die Produktion nicht immer so ganz einfach. Hier in sterreich liegt schon noch unsere Home-Base, aber wir kommen doch aus verschiedenen Lndern und so ist es einfacher, sich die Files hin und her zu schicken. Das Ganze fgt sich letztlich schon ein wenig wie ein Puzzle zusammen. Was wir zum Beispiel nicht mehr machen, ist zusammen im Studio zu jammen. Zeitlich setzten wir uns aber nicht unter Druck. Das ist dann tatschlich der Vorteil, wenn Du nicht von der Musik leben musst (lacht), welch eine Ironie. Aber trotz allem, wei ich jetzt schon, wann die nchste stressige Phase auf uns zukommt, nmlich kurz vor der nchsten Produktion.

Serenity

Hast Du schon die eine oder andere Reaktion, bezglich Eures neuen Rundlings bekommen?

Ja in jedem Fall. Die allermeisten Reaktionen fallen sehr positiv aus, mit wirklich guten Bewertungen. Bei ein bis zwei Magazinen, sind wir wohl etwas durch das Raster gefallen, aber damit muss man leben. Wir freuen uns ber jegliche Art von positiver Resonanz auf "Codex Atlanticus".

Wie schtzt Du persnlich den sterreichischen Sektor ein, was entsprechende Musik angeht?

Ok, da mchte ich einen Vergleich heranziehen. Nimm Dir mal den Bereich Schweiz vor. Dort ist man mit Bands wie Gotthard, Shakra, Krokus gut dabei und man ist stolz darauf, wenn solche Formationen Erfolg haben und eventuell mit Gold oder Platin ausgezeichnet werden. Hierzulande verhlt sich das ganz anders. Da berichtet man eher kritisch ber derartige musikalischen Stilblten. Das wirkt sich zu einem nicht unwesentlichen Teil auch auf die Konzerte aus. Es ist schon bezeichnend, dass wir in London mehr Konzertbesucher haben, als zum Beispiel in Salzburg. Was hier in sterreich tatschlich gut luft, ist volkstmliche Musik. Aber wenn Du denkst, dass Du in sterreich bekannt bist und es automatisch geschafft hast, siehst Du Dich getuscht, dazu musst Du auch zum Beispiel den groen deutschen Markt knacken. Ein Andreas Gabalier, hat genau das erreicht und das macht ihn derzeit so erfolgreich.

Mit Phantasma, hast Du ein weiteres heies Eisen im Feuer, eine Option fr die Zukunft?

Es gab eine Phase, gerade als unser ursprnglicher Gitarrist Thomas Buchberger die Band verlassen hatte, in der ich den Drang versprte, etwas neues, anderes zu machen. Charlotte Wessels kannte ich ja bereits durch unser Label und ihre Gastvocals bei uns. Oliver Philipps von Everon komplettierte das Ganze. Er hatte vorab ja bereits Delain, Charlottes Band produziert. Weitere Musiker wie "Sly" Dennis Schunke von Van Canto gesellten sich hinzu, denn es sollten diesmal nicht die "blichen Verdchtigen" wie zum Beispiel Jorn Lande sein. Charlotte hat letztlich die Story und die Texte zu Phantasma geschrieben. Ich persnliche stehe auf Sachen wie Avantasia und etwas Derartiges schwebte mir vor, ohne dass es zu sehr nach Delain oder Serenity klingt. Eine Option fr die Zukunft, in jedem Fall, aber Hauptaugenmerk bleibt Serenity. Das freut uns dann doch.

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