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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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THEANDER EXPRESSION
Einer für alle - oder alle für einen?
Martin Stark
www.facebook.com/theanderexpression


Theander Expression

Schweden ist der unerschöpfliche Quell an melodischer Rockmusik. Andrée Theander, vielseitig talentiert, aber im Wesentlichen Gitarrist, ist der kreative Kopf von THEANDER EXPRESSION. Album Nummer zwei kann dabei mit so mancher Überraschung aufwarten. Logisch, dass wir da für ein Interview vorstellig werden.

Brauchte das Debüt eine ganze Weile um zu zünden, sind auf "Wonderful Anticipation" die Songs deutlich reifer und die Hooks schnell dauerhaft im Ohr. Aber auch sonst gab es einige Änderungen. So gab es einen Labelwechsel und auch ein Stühle rücken am Mikro. Göran Edman, bekanntester Name auf dem Debüt, ist nicht auf dem neuen Werk zu hören.

Das Album klingt etwas anders als das Debüt weil einige der Songs für andere Projekte und ähnliches geschrieben wurden, die aber aus diversen Gründen nicht zustande kamen und dann war klar, dass sie auf ein neues Theander Expression Werk kommen würden. Und das alte Label, nun ja, ich sage mal es hörte plötzlich auf zu existieren, auch wenn sie am Anfang gute Arbeit machten. Ich bin sehr froh, dass die Platte nun bei AOR Heaven erscheint. Und Göran nicht auf dem zweiten Album zu haben, war allein meine Entscheidung. Einer der anderen beiden Sänger, Christian Eriksson, hingegen ist schon auf dem Debüt zu hören, auch wenn er damals noch einen anderen Nachnamen trug. Christoffer Särnefält, der zweite Sänger auf "Wonderful Anticipation", ist aus der Gegend, in der ich jetzt wohne und bislang noch gar nicht in dem Bereich AOR/Melodic Rock in Erscheinung getreten. Aber wo wenn nicht bei Projekten dieser Art können sich junge Nachwuchs-Leute zeigen und nach und nach einen Namen machen?

Du schreibst u.a. die Songs, spielst Gitarre und produzierst. Das klingt alles eher nach Projekt als nach einer Band, was wiederum die Chancen auf Live-Auftritte schmälern dürfte, richtig?

Ja, aber mein Ziel ist schon Theander Expression auf die Bühne zu bringen, aber das ist schwierig, vor allem wenn man einen Großteil der Instrumente auf dem Album selber spielt. Aber natürlich gäbe es denkbare Konstellationen. Und klar, Theander Expression ist ein Projekt, bei dem ich die Fäden in der Hand halte. Aber ich habe den Song "Never Surrender" mit Christian und Björn Lundquist, dem Bassisten, geschrieben.

Zwar auf ganz unterschiedliche Art und Weise aber dennoch stechen vor allem zwei Songs heraus. Erstens das relaxte "The Loner" und das treibende, leicht modernere "Ms Trendy". Was kannst du mir zu diesen beiden Stücken sagen?

Es freut mich, dass du "The Loner" erwähnst weil mir dieser Song vor allem deshalb am Herzen liegt, weil ich ihn komplett alleine eingespielt habe. Daher passt der Titel auch so gut, denke ich. Ich war mir erst nicht sicher, ob er auf das Album sollte, aber unser Mixer bestand darauf, ihn nicht wegzulassen. "Ms Trendy" hingegen ist mehr ein bluesiger Rocksong. Die Lyrics entstandenen in enger Zusammenarbeit mit dem zweiten Sänger Christoffer. Mehr als bei den anderen Songs.

Theander Expression

Mit Herman Furin (Work Of Art) ist ein bekannter Gast an Bord. Was war genau seine Rolle?

Wir kennen uns schon lange und ich habe ihn schlicht und ergreifend gefragt. Er spielt auf sieben Songs und lediglich zwei Stücke, "The Loner" und "State Of Flow" enthalten in der Endfassung von mir programmierte Drums, während ich für die anderen nur in der Demo-Fassung die Basis gelegt habe. Aber bei diesen zwei Stücken passte das einfach und sie brauchen auch einen leicht anderen Sound.

Der letzte Song, eine ruhige Nummer mit akustischer Gitarre und starker Hookline, scheint der perfekte Ausklang für das Album darzustellen, oder?

Danke! Das freut mich. Das Stück ist musikalisch nicht aufwendig, besitzt aber eine angenehme, leichte Atmosphäre. Hier steht der Sänger mehr im Vordergrund als alles andere.

Die unvermeidliche Frage: Was macht Schweden zu so einem riesigen Quell für Melodic Rock/AOR beziehungsweise Rockmusik allgemein? Ist bei euch irgendwas im Trinkwasser?

Das höre ich häufiger, aber ehrlich, ich kann das nicht erklären. Es ist einfach nur erstaunlich und macht mich schon ein wenig stolz.

Du bist wie bereits erwähnt an vielen Fronten aktiv und machst sehr viel selber. Was ist dir am Wichtigsten oder bedeutet dir am meisten?

Ganz klar das Gitarrenspielen und dann gleich dahinter das Songwriting. Ich würde mich beispielsweise nicht als Keyboarder bezeichnen, auch wenn ich das eine oder andere auf dem Album mache, aber das bewegt sich doch eher auf niederem Niveau. Ich arbeite auch als Gitarrenlehrer, da kann man natürlich auch Bassspielen. So ergibt eins das andere.

Irgendwie logisch!

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