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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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MANIMAL
Wollen ganz nach oben!
Martin Stark
www.manimal.se


Manimal

Nach einer mehrjhrigen Sendepause melden sich die schwedischen Progressive/Power Metaller von MANIMAL eindrucksvoll zurck. Frontmann und Sprachrohr Samuel Nyman gibt nach demokratischer Rcksprache mit der Band Auskunft und lsst auf Groes hoffen. Dabei berrascht er durch ehrlichen Umgang mit potentiell aufkommender Kritik und einem klar formuliertem Ziel.

Wie ist "Trapped In The Shadows" entstanden und was habt ihr in den Jahren seit dem starken Debt 2009 alles so getrieben. Sechs Jahre sind ja doch eine lange Zeit?

Naja, in erster Linie haben wir seit dem Debt eine Menge live gespielt und konstant Songs geschrieben. Dazu haben wir ber die Jahre zwei neue Mitglieder eingearbeitet. Das Songwriting fr das neue Album ist in kleineren Schritten im Grunde sofort nach der Verffentlichung des Debts losgegangen. Wir wollten uns nicht wiederholen, mglichst vielseitig klingen und das Material mit jedem Hren wachsen lassen. Jeder Song besitzt seinen eigenen Charakter und eine andere Struktur.

Wie wrdest ihr selber den Stil beschreiben den Manimal spielt?

Das zentrale Element ist ein durchgehender Groove, harte Gitarren-Riffs und starke Gesangsharmonien. Letztere gerne auch teilweise in hheren Tonlagen, so wie es im Power Metal blich ist. Dazu noch eine kleine Prise "Melancholie" und fertig ist der typische "Manimal-Sound". Aber neutral betrachtet spielen wir sicherlich Power Metal mit progressiven Elementen.

Euch ist sicher bewusst, dass einige Songs wie z.B. "Irresistible" deutlich an Judas Priest erinnern, whrend andere Stcke wie "March Of Madness" unweigerlich an Queensryche zu seligen "Empire"-Zeiten klingen. Wie geht ihr mit Kritikern um, die diese Parallelen eher negativ sehen?

Nun, egal wie offensichtlich unsere Einflsse zum Vorschein kommen, wir denken nach wie vor, dass wir eine gehrige Portion Identitt besitzen und das ber das gesamte Album zum Ausdruck bringen. Wir wollten nie das Genre neu erfinden oder etwas unter die Leute bringen, dass es noch nie gab. Wir spielen die Musik, die wir lieben und das voller Inbrunst. Sollte hier und da etwas zu nahe an den Originalen sein, so sehen wir es als einen Tribut an unsere Helden an. Quasi unsere Version, die Mainmal-Variante groartiger Songs. Und wenn wir etwas geschaffen haben, was in die Nhe dieser Klassiker kommt, haben wir unser Ziel sicher erreicht und unterm Strich einen Besteller erschaffen. Weit du "Painkiller" und "Empire" sind unfassbar gute Scheiben und da wollen wir hin, ganz einfach. Alles andere lsst uns kalt.

Udo Dirkschneider (U.D.O.) war nach eurer gemeinsamen Tour sicherlich einer der ersten Kandidaten fr einen Gastauftritt, oder?

Irgendwann stand dieser Song Namens "The Journey" im Raum und auch wenn Udo nicht unbedingt zuerst fr Balladen bekannt ist, nahm er unsere Bitte, doch ein Duett zu singen, schnell an und wir sind sehr stolz und geehrt ihn auf dem Album zu haben. Er war und ist ein Idol fr uns. Wir wussten von Anfang an, dass er auf diesen Song passt. Und wir haben uns auf der Tour prima verstanden.

Der Mid-Tempo-Kracher "The Dark" ist ein potentieller Live-Kracher. Inwieweit beeinflusst euch die potentiell Live-Tauglichkeit beim Schreiben?

Manimal

Wenig, denn ehrlich gesagt liegt der Fokus darauf einen guten Song zu schreiben und sollte es dazu kommen ihn auf die Bhne zu bringen, wird entsprechend versucht das Original auf der Bhne so zu gestalten, dass es passt. Im erwhnten Song war es so, dass das Gerst auf einen lteren bereits 2002 entstandenen Song zurckgeht, den wir schon hufig gespielt haben, also wissen, wie er funktioniert.

"Psychopomp" unterscheidet sich von den brigen Stcken vor allem durch seine aggressiven Vocals. Worum geht es in dem Song?

Der "Psychopomp" ist eine Kreatur, die die Seelen nach dem irdischen Tod in eine Art Zwischenwelt eskortiert und sie vor das jngste Gericht bringt, wo ber sie gerichtet wird. Viele Religionen und Mythologien besitzen unterschiedliche Namen und Konzepte fr diese Gestalt. Darum geht es und dazu passt ein etwas anderer Klang, denke ich.

Mix und Mastering erledigte Achim Koehler (u.a. Primal Fear), eine legendre Figur im Bereich Power Metal.

Wir sind sehr stolz und das Ergebnis ist exakt so ausgefallen wie wir in unseren khnsten Trumen gehofft hatten. Die Scheibe klingt hart und kommt immer auf den Punkt. Dabei ist Achim ein sehr talentierter, aber bescheidener und netter Typ. Die Arbeit war eine reine Freude. Wer kann das schon sagen?

Was liegt an bei euch in der nahen und mittleren Zukunft?

Wir werden um die Verffentlichung der Platte herum einige Shows spielen, die ersten seit einer Weile. Darber hinaus planen wir fr 2016 eine Tour, die uns nicht nur in Schweden sondern europaweit voranbringen wird. Haltet Augen und Ohren offen.

In der Tat: Manimal gehen mit Orden Ogan und Mystic Prophecy nchstes Jahr auf Europatournee, ein tolles Package!

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