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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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GLOOMBALL
Mannheim Rock City!
Thorsten Dietrich
www.gloomball.com


Gloomball

Die Mannheimer Band Gloomball hat sich mit zwei saustarken Alben in den letzten Jahren in mein Herz geschlichen und es wurde mal Zeit fr ein Interview! Dabei standen uns direkt drei Musiker zur Verfgung die wir ber die Band und das neue, wieder sehr starke Album ausquetschen konnten (Snger Alen Ljubic, Gitarrist Jossi Lenk und Bassist Basti Moser). Die schlagfertigen Antworten lest ihr hier:

Was ist ein Gloomball? ich kenne den Begriff Speedball!

Alen: GLOOMBALL ist eine neue Audio-Droge die es seit 2013 berall und legal zu kaufen gibt. Um ehrlich zu sein habe ich damals nach einem kurzem Wort gesucht, weil ich es albern finde wenn ein Bandname aus einem ganzen Satz besteht. Ist ja seit ein paar Jahren total trendy. Da die ganzen guten Namen schon leider vergeben waren, habe ich mich dann mit "GLOOMBALL" arrangiert. Die Domain war brigens auch noch frei! Mittlerweile finde ich passt das ganz gut und die Leute haben weniger Probleme damit als erwartet.

Euer Debt gefiel mir ja schon gut, "The Quiet Monster" genauso gut. Das ist nicht immer so, da viele Bands beim ersten Werk viel Zeit hatten und Album 2 eher gehetzt geschrieben wurde. Wie ist das bei euch gelaufen?

Jossi: Erstmal freut es uns wenn Dir das neue Album gefllt! Ich persnlich finde es gerade unglaublich spannend, wie alte und neue Hrer darauf reagieren. Wir selbst sind extrem stolz auf das Endergebnis, aber als Band fehlt einem fr eine objektive Beurteilung natrlich die ntige Distanz. Aber zu Deiner eigentlichen Frage: Wir haben uns nicht hetzen lassen. Im Gegenteil, diesmal war genug Raum fr alle Bandmitglieder, sich in den Songwriting-Prozess von Anfang an mit einzubringen. Das war beim ersten Album noch etwas anders, und den Unterschied hrt man meiner Meinung nach sehr deutlich in der greren Vielschichtigkeit und Ausgewogenheit von "The Quiet Monster". Ein ganz wichtiger Punkt war diesmal aber auch die Zusammenarbeit mit unserem Produzenten "Kohle" (Kohlekeller Studios), der auch im Songwriting noch entscheidende Akzente setzen konnte. Ich gebe Dir aber Recht - das erfordert ausreichend Zeit und auch Offenheit fr Input von auen!

Das Cover ist ja eher total anders wie bei Debt und erinnert mich sehr an Streifen wie "Dead Snow" mit Zombies usw. Was war die Intention?

Basti: Eigentlich war die Platte ja auch als Death Metal-Soundtrack fr den nchsten "Dawn of the Dead"-Streifen angelegt. Leider mochte George Romero unseren Snare-Sound nicht. Die Intention war klar: Das Cover sollte eventuelle Erwartungen sprengen sowie den Albumtitel und Sound der Platte angemessen transportieren. Die Vielschichtigkeit und Dynamik der Platte kann der Hrer insofern auch im Artwork wieder finden: Ein hartes Riff berfllt dich nach einem ruhigen Part umso heftiger und nichts legt Blut und Wunden besser offen als ein heller Untergrund.

Das Intro "The Quiet" und der erste Song "Monster" ergeben zusammen den Albumnamen "The Quiet Monster". Ist das eine Spielerei oder hat es eine tiefere Bedeutung?

Alen: Das war auf meinem Mist gewachsen. Ich sa abends mit Kohle, unserem Produzenten, nach getaner Arbeit im Studio und wir diskutierten ber ein mgliches Intro. Das war zu der Zeit als die Rosetta-Sonde den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko umkreiste und dazu Soundaufnahmen im Internet auftauchten. Wir haben dann spontan berlegt wie es wre den Sound mit zu verwenden und fanden, dass es das Monster gut einleiten wrde. Des Weiteren haben wir es auch noch im Song "Blue is Turning Into Gray" eingesetzt, wobei es da sogar als Outro dient. Ist sozusagen ein geschlossener Kreis, wenn man die CD auf Repeat hrt.

Ihr stammt ja aus Mannheim was in den letzten Jahren dank der alten Seilerei und dem 7er Club immer viele Rock und Metalkonzerte hat. Generell ist der Sden von Deutschland ein guter Nhrboden fr Liveveranstaltungen rockender Bands, oder irre ich mich?

Jossi: Ja und Nein. Es stimmt, dass 7er und Seilerei in Mannheim wieder viele gute Veranstaltungen machen. Dazu wrde ich hier gerne noch den Schwimmbad Club in Heidelberg und das Caf Central in Weinheim nennen. Das war in dieser Hufigkeit aber nicht immer so - zumindest nicht im Metalbereich. Ich habe schon das Gefhl, dass da in den letzten Jahren bei uns im Rhein-Neckar-Kreis wieder mehr passiert. Ist doch super! Wir selbst haben aber auf den letzten Touren gerade auch in Norddeutschland super Gigs gespielt. Ich erinnere mich da besonders gern an Osnabrck, Berlin oder auch den Ruhrpott!

Ihr werdet, auch von mir gerne in den Topf mit Bands a la Diablo Blvd, The New Black geworden, seht ihr das hnlich und wie wrdet ihr eure Musik jenseits aller Promofloskeln beschreiben?

Gloomball

Basti: Nimm die Schweisser ohne Saxophon aber mit verzerrter Panflte und du bist sicherlich ... ziemlich weit entfernt. Scherz beiseite - wir sind selbst keine Freunde von all diesen Genre-Tpfen, aber verstehen natrlich, dass es fr das Publikum wichtig zur Einordnung ist. Wir sehen uns im "Heavy Rock"-Bereich gut aufgehoben. Sicherlich prgend fr unseren Sound ist dieses amerikanische Flair, das Bands wie Stone Sour, Papa Roach oder auch Godsmack ausmacht. In dieser Hinsicht sehe ich uns auch in einer ziemlichen Alleinstellung in Deutschland. Das spiegelt sich meines Erachtens auch in den hufig wirklich hanebchenen Vergleichen der Presse wieder. Ok - Rammstein waren noch nicht dabei ...

Alen: Doch! Rammstein waren tatschlich schon mal dabei!

Viele Bands singen auf Deutsch, ihr nicht. Hattet ihr je die Idee dazu, vielleicht fr einen Song?

Jossi: Wir arbeiten ganz hart dran - schlielich wollen wir mglichst schnell im ZDF Fernsehgarten auftreten!

Wie wichtig sind euch die Texte der Lieder im Verhltnis zur Musik? Werdet ihr von Hrern auch auf die Texte angesprochen?

Jossi: Auch wenn Alen hauptverantwortlich fr smtliche Texte ist - die sind definitiv genauso wichtig wie die Musik, durch die sie transportiert werden. Tatschlich hat mir nach einem Konzert mal jemand erzhlt, wie sehr ihn der Song "The Distance" in einer wirklich ernsten Lebenskrise begleitet und ihm Kraft gegeben hat - gerade auch durch den Text. Sowas finde ich unglaublich - aber ein greres Kompliment gibt es letztendlich gar nicht! Ich finde es aber auch jedes Mal wieder beeindruckend, wenn Fans whrend des Konzerts ganze Lieder mitsingen.

Wie sind denn eure nchsten Ziele / Schritte mit der Band?

Basti: Neben der von Jossi schon erwhnten Fernsehgarten-Tour 2016 steht fr uns momentan in erster Linie das Gewinnen von weiteren treuen Fans an erster Stelle - also Konzerte, Konzerte, Konzerte. Die letzten Touren haben uns insofern wirklich beeindruckt - ein dickes Dankeschn an die vielen Irren, die jetzt schon mehrfach in den vordersten Reihen die Kpfe mit uns gebangt haben und die Gloomball-Fahne hoch halten. Der Sommer bringt einige Festival-Gigs wie zum Beispiel das "Alpen-Flair Open Air" in Sdtirol (mit Helloween, Gotthard, Eisbrecher, Sabaton uvm.) oder das "Kirspel Open Air" im Sauerland. Und natrlich sind wir stetig am Tfteln, was wir unseren Fans noch so bieten knnen. Lasst euch berraschen!

Ich bin mir sicher, das Gloomball ihren Weg gehen werden.

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