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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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DRESCHER
Thrash Metal und Mundart!
Thorsten Dietrich
www.facebook.com/diedrescher


Drescher

Die sterreichische Metal Band Drescher hat ein interessantes Konzept, bei dem Thrash und Heavy Metal mit Mundarttexten und etwas Akkordeon gemischt werden. Whrend hnliche Lieder und Bands leider oft in Richtung "Ballermann Metal" driften, gehen Drescher Ernsthaft zu Werke. Bernd Wograndel und Gernot Engel stellten sich unseren Fragen!

Metal und Mundart ist ja quasi euer Metier, wie kam es zu dieser ungewhnlichen Konstellation? Ihr seht so aus als httet ihr schon in anderen Bands gespielt.

Bernd:Gernot und ich spielen schon seit 25 Jahren in verschiedenen Bands, die Thrash Metal gemacht haben. Seit Ende der 90er arbeitenwir gemeinsam an verschiedenen musikalischen Projekten.Wenn du 20 Jahre Songs schreibst, die die Welt nicht braucht, fragst du dich irgendwann: So, hr ich jetzt auf oder probiere ich es noch einmal aber groes Kino.

Gernot: In unserem Alter zweifelst Du nicht mehr was du tust. Du tust es aus berzeugung. Wir haben Nummern geschrieben oder alte neu aufpoliert und gemeinsam mit Toni Meloni (The Sorrow, Caliban etc.) haben wir das dann in den Principal Studios in Mnster durchgezogen. Toni ist selbst sterreicher. So war es ein leichtes ihn von einem typischen Heimatalbum zu berzeugen.

Euer Bandname kann man ja in Sachen Thrash Metal sehen und als Begriff aus der Landwirtschaft (auch der Albumtitel "Erntezeit"). War das so die augenzwinkernde Intention?

Bernd: Die Idee kam natrlich ber den Thrashmetal, aber wir haben im Projekt lange Zeit gest und geackert. Jetzt ist Erntezeit.

Gernot: Genau. Es ist schn die Ernte jetzt einzufahren und so viel Zuspruch zu bekommen. So ist der Titel auch zu verstehen.

Metal oder Rock mit "Volksmusik" Elementen bzw. Dialekt zu verbindenhaben schon andere gemacht, nicht immer gut meiner Meinung nach. Dadurch, dass ihr fast ne Thrash Metal Band seid mit ernsten Texten ist der Ballermanneffekt bei euch nicht vorhanden, wie seht ihr das so?

Gernot: Genau so ist es. Es ist schon ein ziemlich anspruchsvoll Album. Das wird auch von den Fans so wahrgenommen. Die setzen sich wirklich mit den Themen auseinander. Das freut uns.

Bernd: Trotzdem absolut festivaltauglich und geht ab wie Schmitz Katze!

Eure CD ist ja cool aufgemacht, aber ehrlich htte ich mich ber gut leserliche Texte in hochdeutscher bersetzung auch gefreut!

Gernot: Die findet man in der Zwischenzeit ja auch im Netz. Daran sieht man ja auch, da sich die Leute damit beschftigen. Wir werden Deine Kritikaber ernst nehmen, vielleicht sollten wir sie auf hochdeutsch auf die Homepage stellen.

Bernd: Irgendwo hab ich sogar eine bersetzung ins Englische gefunden ...

Wie seid ihr denn zur Maiden Covernummer gekommen? Ich habe mal gelernt, covern darf man auf CD alles so lange der Text beibehalten wird, ihr habt den quasi bersetzt, Musstet ihr um Erlaubnis bitten?

Drescher

Bernd: Durch unsere Einflsse aus den 90ern war es naheliegend einen Maiden Titel zu covern.

Gernot: Ja das mit dem Covern ist so eine Sache. Wir sehen es trotz bersetzung als reines Cover und nicht als Interpretation. Haben da aber rechtlich keine Probleme bekommen. Auch nicht mit "Ass in Pik", sprich "Ace of Spades" von Motrhead.

Wie wird es mit euch weiter gehen, ist Drescher als Band geplant die in diesem Stil weiter machen wird, oder ist das hier ein Testballon?

Gernot: Naja, eigentlich haben wir mit so einem Zuspruch nicht gerechnet. Sind geradezu berwltigt. Die Platte verkauft sich gut, in Zeiten wo sich keine Platten mehr verkaufen sind wir da dankbar.

Bernd: ber die Jahre ist unser Stall voll geworden mit Riffs und Ideen, wir werden Euch schon noch erhalten bleiben.

Gibt es schon Resonanzen zu eurem ungewhnlichen Konzept, vielleicht auch in sterreich?

Gernot: Wir sind fr den Austrian Amadeus Award in der Kategorie Hard'n'Heavy nominiert, sogar zur Song-Contest Vorausscheidung wurden wir eingeladen. Von den Medien kommen durchwegs positive Kritiken.

Bernd: Ende Mrz gehts auf Deutschland-Tour als Special Guest von SUBWAY TO SALLY, bei den groen Festivals spielen wir auch mit. Und das von 0 auf 100! Und jeder, der das hier liest sollte sofort fr uns voten, dann gewinnen wir den Austrian Amadeus Award hoffentlich! (www.amadeusawards.at)

Das klingt ja super und wir drcken natrlich die Dauen fr die "Newcomer".



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