Navigation
                
18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Band
Titel
Autor
Homepage
>> Als E-Mail versenden
DESERTED FEAR
Death Metal Victory!
Mario Loeb
www.desertedfear.de


Guten Death Metal findet man sptestens seit 2012 in Thringen, dank Deserted Fear, die nach ihrem starken Debt "My Empire" mit ihrem 2. Longplayer "Kingdom of Worms" eindrucksvoll beweisen, dass man keine Eintagsfliege ist. Grund genug das Angebot fr ein Interview anzunehmen und ihnen ein paar Fragen zustellen. Schlagzeuger Simon Mengs hat unserem Online-Magazin die Fragen gerne beantwortet.


Death Metal, vor allem der alten Schule, ist im Moment wieder gro in Mode, so vergeht eigentlich keine Woche in der nicht mindestens 2 CDs dieses Genres bei mir auf dem Schreibtisch landen. Wie geht Ihr an Euer Songwriting ran, um euch von diesen Bands absetzen zu knnen? Oder geht ihr gar nicht "gezielt" an's Schreiben, sondern macht einfach Euer Ding?

Das Songs Schreiben ist bei uns weniger gezielt, als zufllig - was heit, dass wir uns nicht bewusst bemhen uns vom Sound anderer Bands abzuheben. Falls das so ist, freut uns das natrlich! Wenn wir uns im Proberaum treffen, werden neben dem Proben frs Set einfach Ideen angespielt, die anderen lassen ihren Gefhlen freien Lauf und am Ende kommt dabei vielleicht sogar ein Song heraus!

DESERTED FEAR

Was hat Euch zu dem Albumtitel bewogen und knntet Ihr unseren Lesern auch etwas ber die Ideen zu Euren Texten sagen?

"Kingdom of Worms" als Albumtitel haben wir in erster Linie gewhlt, da wir den Titeltrack als besonders reprsentativ fr unseren derzeitigen Stil empfinden. Zudem ist das Bild, welches bei "Kingdom of Worms" im Kopf entsteht, eine gute Weiterfhrung der Invasion der Untoten bei "My Empire". Die Herrschaft des Bsen! Das Knigreich der Wrmer!

Wenn Ihr Euren bisherigen Werdegang beschreiben msstet - von Eurer ersten Demo bis zu Eurer aktuellen Platte - was sind bzw. waren fr Euch die wichtigsten Eckpunkte, vielleicht auch in emotionaler Hinsicht?

Das Demo ist damals nur entstanden, weil wir nach unseren ersten Konzerten oft nach CDs gefragt wurden. Aus dem Umstand heraus haben wir die Demo zusammen gefriemelt, selbst gebrannt, beklebt und fr ein paar Euro auf den Gigs verkauft. Das ist jetzt vier Jahre her. Danach kamen natrlich die Verffentlichung von "My Empire", und damit ganz neue Aufgaben und Herausforderungen auf uns zu. Ein sehr emotionaler Moment ist es immer, das ber Jahre entstandene Material endlich auf einer Platte, im brutalen Soundgewand, um die Ohren geknallt zu bekommen.

Ihr kommt ja aus Eisenberg. Wie ist es denn um die Metalszene in Thringen bestellt und inwieweit hat Euch Eure Heimat, oder haben Euch auch heimische Bands beeinflusst?

Was die Bands angeht braucht man sich keine Sorgen machen, da ist von vielen Undergroundbands bis Heaven Shall Burn und den Reitern alles vertreten. Auffllig ist vielleicht, dass vermehrt den hrteren Spielarten des Metal gefrnt wird. Beeinflusst wurden wir insoweit, als dass es doch recht hufig kleine Konzerte in der Nhe gab, die wir besucht haben und auf denen wir uns probieren und austoben konnten.

In den letzten beiden Jahren habt Ihr viele Konzerte gespielt. War dabei auch eines, auf das Ihr besonders stolz seid oder das fr Euch aus anderen Grnden etwas Besonderes war

Definitiv war es fr uns eine riesige Sache 2013 auf dem "PartySan" zu spielen. Wenn Du jahrelang ein Festival besuchst und dann dort spielen sollst, ist das ein berwltigendes Gefhl! Auerdem spielten wir vor einem Jahr im Vorprogramm von Heaven Shall Burn. Das war der Wahnsinn pltzlich in einem so groen Club vor so vielen Menschen zu stehen!

DESERTED FEAR

Im nchsten Jahr werdet Ihr live in Geiselwind auf dem "Out&Loud" zu bewundern sein, spielt zustzlich eine Show mit Six Feet Under und auch einige Konzerte gemeinsam mit Morbid Angel. Wie besonders ist das fr Euch mit solchen Bands spielen zu drfen und wie aufgeregt seid Ihr dabei?

Gerade jetzt, in diesem Moment, sitze ich im Bus auf dem Weg zu einem Gig mit Morbid Angel, die wir auf deren Deutschland-Gigs supporten, was fr uns natrlich auch eine groe Sache ist. Auch auf groen Festivals zu spielen ist total abgefahren. Man hat eine riesige Horde feiernder Metalheads, trifft immer Freunde und Bekannte und sieht, wenn man Glck hat, einige seiner Lieblingsbands live! Wie gesagt, wenn man mit den Helden der Jugend auf denselben Bhnen steht ist das immer ein emotionaler Hhepunkt!

Auf dem "Out & Loud"-Festival werdet Ihr ja auch auf Death-"Urgesteine" wie beispielsweise Asphyx treffen. Inwieweit haben solche Bands Einfluss auf Euch gehabt oder ben ihn immer noch aus?

Weil wir zu unseren ersten Gigs noch kein ganzes Programm mit eigenen Songs fllen konnten, haben wir immer ein Asphyx-Medley gespielt. Spter kamen dann noch ein Song von Destryer 666, sowie jeweils ein Werk von Dismember und Unleashed dazu. Diese Bands haben uns ohne Frage stark beeinflusst. DEATH METAL VICTORY!!!

Wenn Ihr morgen ein Cover Album einer Band Eurer Wahl bzw. Eurer persnlichen Helden aufnehmen solltet/knntet, fr welche Band und welches Album wrdet Ihr Euch entscheiden und warum?

Puh! Eine schwierige Sache, da wir alle eigene Favoriten haben und jeder eine andere Prgung und einen eigenen Musikgeschmack hat. Doch wir knnten uns sicher auf ein Album der frhen In Flames einigen.

Death Metal ist ja allzu hufig mit sehr vielen Klischees behaftet. Was wrdet Ihr sagen, welche davon Ihr auf alle Flle erfllt und welche berhaupt nicht?

Nun, morbide Inhalte machen schon den Groteil unserer Texte und Artworks aus. Ich hab zwar Friedhofsgrtner gelernt, frchte aber, dass wir nicht ganz so "Rock 'n' Roll" sind, wie wir uns das mit 14 vorgestellt haben (lacht). So fallen ausschweifende Trinkgelage bei uns aus und viele Groupies zu haben, ist (leider) eher eine Rock 'n' Roll-Legende.

An dieser Stelle mchte ich Euch die Mglichkeit geben, etwas Werbung in eigener Sache zu machen und Euren Fans und Menschen, die es erst noch werden sollen, ein paar Worte zu hinterlassen.

Vielen Dank fr das Interview! Danke an alle Leser die es bis zu dieser Zeile geschafft haben! Untersttzt Eure regionale Szene, geht zu den Konzerten und wenn Ihr dann aufwacht, hrt in unser neues Album "Kingdom of Worms" rein! Also bis bald, Simon & D4 !

<< vorheriges Interview
TWENTYDARKSEVEN - Ohne Motivation soll man es lassen!
nchstes Interview >>
GRAND DESIGN - Schweden sind Perfektionisten




 Weitere Artikel mit/ber DESERTED FEAR: