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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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REBELLIOUS SPIRIT
Das Durchhalten hat sich gelohnt!
Thorsten Dietrich
www.rebelliousspirit.de


Deutschland braucht mehr Kinder! Was machen die Paare? Nichts! Tja, bald sind nur alte Menschen da und so ist das auch mit den Hard Rock und Metalbands. Also lasst uns froh sein wenn es Bands wie z.B. Rebellious Spirit gibt die als Teens auf klassischen Hard Rock setzen und irgendwann vielleicht zusammen mit Acts wie Kissin' Dynamite & Co. Unsere Dinos beerben die schon jenseits der 60 sind! Gut aufgelegt waren die Musiker Brder Jens (Bass) und Jannik Fischer(Gesang) die auch ohne Songwriter die Lieder alleine geschrieben haben!


Hallo Jungs, Standardfrage Nr.1: Wie seid ihr denn zur Band und dann zum Deal bei Deutschlands berhmtesten und grten Indie Label gekommen?

JENS: Wir waren zwischen Ende 2011 und Anfang 2012 mit unserem Produzenten Markus Gumball im Studio und haben "Gamble Shot" aufgenommen. Danach haben wir parallel nach Plattenfirmen geschaut und weiter so viele Konzerte wie mglich gespielt. All das fhrte dazu, dass sich Olly Hahn von SPV im Herbst 2012 einfach per Telefon bei uns meldete. Wir hatten zuvor bereits Angebote von kleineren Labels bekommen, aber noch nirgends zugesagt. Am Ende hatte sich unser Durchhalten gelohnt!

REBELLIOUS SPIRIT

Dass junge Menschen zwischen 15 und 20 sich fr Hard Rock mit achtziger Touch interessieren ist meist die "Schuld" der Eltern (?), habt ihr deshalb keine Deathcore Band gegrndet?

JANNIK: Ja unsere Eltern haben uns mit Scorpions, AC/DC und Guns 'N' Roses grogezogen. Da war schon ein Einfluss da. Ob Deathcore wirklich zu uns passen wrde, mag ich mal bezweifeln (lacht). Aber wir hren privat viele unterschiedliche Musikrichtungen und sind eigentlich offen fr vieles!

Viele, auch ich vergleichen euch gerne vom Prinzip her mit Kissin' Dynamite. Nervt das schon oder findet ihr das normal immerhin seid ihr jung, Sddeutsche und macht 80er Mucke!?

JENS: Naja die Parallelen sind offensichtlich, aber mittlerweile haben wir das wirklich schon zu hufig gehrt! Ich denke, dass wird sich mit den Jahren geben, denn wenn beide Bands eben nicht mehr ganz so jung sind, werden die Gemeinsamkeiten weniger. Und musikalisch gibt es da schon einige Unterschiede!

Welche Vorurteile muss man sich als sehr junge Band denn so anhren?

JANNIK: Das bliche: Man hrt schon hufig, dass man nicht wirklich ernst genommen wird, dass Thema frher war alles besser" etc. Du kannst es Dir sicher vorstellen. Man gewhnt sich dran und je weiter man kommt, desto mehr nehmen die Vorurteile ab.

Bandfotos als Coverart fand ich schon immer schlimm-einfallslos (gerne werden sie verwendet im Pop und Schlager), nun habt ihr diesen Hingucker mit der "Katzenfrau". Wie kam der Wandel?

JANNIK: Bei "Gamble Shot" war es wichtig, den Leuten erstmal ein Bild von der Band zu geben, immerhin war es unser Einstand und wir waren vllige Newcomer. Bei "Obsession" wiederum war nun die Idee hinter allem prgnant, das Thema Besessenheit, dass sich durch den Inhalt mehrerer Songs zieht. Das sollte im Cover raus kommen. Deshalb die "besessenen" Augen. Auch das Zwiespltige bei der Person, oder auch eine Art Verwandlung wenn man will, auf unsere Entwicklung und auch Vernderung deuten, auf die neuen Einflsse aus anderen Musikrichtungen und deren Verbindung.

Ihr seid zum zweiten Mal mit Axel Rudi Pell auf Tournee, ich denke eure grte Tournee bis jetzt. Das war sicherlich verdammt aufregend und neu. Was ist euch da positiv wie negativ hngen geblieben bis jetzt?

JENS: Ich mchte hier nicht schleimen, aber von der Tour ist uns wirklich nur Positives hngen geblieben! Tolle Konzerte und ne tolle Stimmung vor, auf und hinter der Bhne! Der Kontakt zu Axel geht ja mittlerweile so weit, dass wir als wir uns backstage beim Bang Your Head Festival trafen, noch total kurzfristig auf die Bhne eingeladen wurden! Wirklich unglaublich sympathisch, auch die ganze Band und wir freuen uns extrem auf den zweiten Teil der Tour!

Frher wurden junge Bands eher skeptisch angeschaut fand ich, mittlerweile ist aber altersbedingt auch ein Umdenken da und die Musik ist ja wichtiger. Wie sieht das bei euch aus mit der Akzeptanz habt ihr auch Anhnger die "alt" sind?

JANNIK: Wie ja schon vorhin gesagt, es gibt immer wieder Vorurteile. Aber es gibt auch viele, die uns gerade weil wir jung sind, gut finden, auch wenn sie selbst viel lter sind!

REBELLIOUS SPIRIT

Der Retrozug, bei dem junge Bands alt klingen wollen (besonders in Sachen Produktion), ausgegrabene Bands die es nach 20-30 Jahren Pause noch einmal wissen wollen, nerven mich an der Musikszene im Moment sehr, besonders live. Wie empfindest du die deutsche Szene im Moment?

JENS: Ja, denn Retro-Trend betrachte ich auch ziemlich skeptisch. Zum einen ist es cool, dass die Helden frherer Tage immer noch Konzerte geben, zum anderen sind mittlerweile schon wieder viele Rentnerbands unterwegs, naja und was die "neuen" Retrobands angeht, gibt es zur Zeit keine, die meinen Geschmack wirklich trifft.

An gefhlt jedem Wochenende ist irgendwo ein bis fnf Open Airs oder ein Konzert, selbst in lndlichen Regionen, dabei gehen viele Veranstaltungen baden oder finden vor wenigen Leuten statt. Habt ihr auch solche Gigs mal erlebt als Band oder Zuschauer? Muss sich die Szene gesund schrumpfen?

JANNIK: Solche Konzerte sind bei uns vor allem am Anfang des fteren vorgekommen, seit geraumer Zeit hatten wir das Glck, davon verschont zu bleiben.

Was wollt ihr denn 2014 /15 noch erreichen und wie sehen eure weiteren Plne aus - konzentriert ihr euch voll auf die Musik?

JENS: Fr uns ist Obsession jetzt der nchste Schritt, mit der Tour mit Axel geht es weiter. 2015 spielen wir eine Mini-Tour mit Freedom Call und dann beginnt wieder die Festivalsaison. Es bleibt definitiv spannend! Trotzdem hat jeder von uns seinen Plan B, Ausbildung, Studium, etc. Wir schauen nach vorne und konzentrieren uns auf die Zukunft!

Den Plan B sollte jede Band haben!

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