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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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MOTHER ROAD
Blues-Hard Rock aus Berlin und Texas
Martin Stark
www.motherroad-band.com


MOTHER ROAD ist das "Baby" des Berliners Chris Lyne und spiegelt kompromisslos dessen wahre musikalische Liebe wieder. Gemeinsam mit US-Snger Keith Slack entstand ein mchtiger Rock-und Blues-Hybrid der keine Vergleiche mit den ganz Groen in England oder Amerika zu scheuen braucht. Auch scheint der Zeitpunkt fr einen derartigen, zeitlosen Sound perfekt gewhlt. Nach dem unglcklichen Ende von Soul Doctor htte man sich frustriert vom Business abwenden oder mit frischem Elan an neue Aufgaben herangehen knnen. Letzteres tat der Sechssaiter Chris Lyne ohne Kompromisse und schnell war mit dem ehemaligen Steelhouse Lane-Fronter Keith Slack die perfekte Stimme fr Mother Road gefunden

.

Dabei htte es Mother Road vermutlich auch so, also ungeachtet des Fortbestehens von Soul Doctor, gegeben, oder?

Mother Road

Fr mich wre irgendwann Feierabend gewesen, da bei Soul Doctor nicht mehr alle an einem Strang zogen und eigene Mastbe in Bezug auf weitere Projekte bei anderen nicht akzeptierten. Bei Mother Road kann ich meine Vorstellungen umsetzen, wobei ich immer mehr der Bandtyp war und demnach Leute finden musste, die genauso ticken. Ich bin endlich musikalisch zuhause angekommen. Denn anders als bei den zahlreichen Projekten dieser Tage ist Mother Road eine echte Band, was auch der Umstand, dass Keith bereits mehrere Wochen in Berlin weilte, den Songs auch seinen persnlichen Stempel aufdrcken konnte und nicht nur auf fertiges Material sang, unterstreicht.

Das Material klingt ber weite Strecken sehr amerikanisch und auch das Artwork oder alleine der Titel lassen von einer starken Liebe zum Land der unbegrenzten Mglichkeiten schliessen. Dann sind da aber auch klassische britische Blues-Rock-Nummern wie "These Shoes" die sehr angenehm auf Whitesnake und Konsorten verweisen.

Erstmal schn, dass es dir gefllt und das sind Vergleiche mit denen ich sehr gut leben kann beziehungsweise die einem schmeicheln, ganz klar. Ich habe "These Shoes" als letztes der Stcke auf dem Album geschrieben und die Aufnahmen dauerten nur einen Tag. Keith hatte noch einen Tag in Berlin und alles hat gepasst. Ich bin musikalisch der totale Brite, da praktisch alle meine Idole von der Insel stammen und auch viele groe Amerikaner in der Rockmusik sind eigentlich von Geburt her Briten. In dieser Band teilen wir alle diesen Hintergrund und man braucht niemandem lang und breit zu erklren, wie er dieses oder jenes zu spielen hat. Das ist ungemein angenehm so zu arbeiten.

Der Bandname geht auf die legendre trans-amerikanische "Route 66", den Traum vieler Biker und anderer Freiheitsliebender zurck, vermute ich.

Die Idee war schlicht und ergreifend den Songs einen prgnanten Namen zu geben, der fr diesen klassischen Vintage-Sound steht. Wie der Zufall so will, fiel mir ein Poster mit der legendren Route 66 ins Auge und das war es auch schon.

Keyboarder Alessandro Del Vecchio aus Italien, der zudem perfekt Piano und Hammond-Orgel spielt, stellt scheinbar die perfekte Ergnzung dar.

Mother Road

Er wird sonst meist in Zusammenhang mit AOR-Projekten und als Produzent genannt. Alessandro funkt musikalisch berraschend auf exakt derselben Wellenlnge wie ich. Er ist froh endlich mal seiner wahren Leidenschaft nachkommen zu knnen.

War Gitarrist Mike Slamer irgendwann einmal ein Thema fr ein Solo oder hnliches? Hat Keith berhaupt noch Kontakt zu ihm?

Kontakt ist wohl vorhanden, aber Mike ist unheimlich stark in die Erstellung von Singles fr Werbe-Spots und Filmmusik involviert. Das ist ein riesiger Markt und die Frage nach einer Beteiligung bei Mother Road stellte sich nie.

Der Umstand, dass mit Slack ein Amerikaner und mit Del Vecchio ein Italiener dem ansonsten aus deutschen Landen stammendem Personal eine akribische Planung ob mglicher Live-Aktivitten abverlangt, bedeutet kein greres Problem?

Alle in der Band wollen spielen, auch wenn es grundstzlich immer schwieriger wird. Und momentan sieht sogar so aus, als ob die Live-Premiere mglicherweise sogar jenseits des groen Teiches in Amerika stattfinden knnte, da wir von dort bislang groartige Resonanzen auf "Drive" bekommen. Vielleicht macht es auch Sinn das zweite Album abzuwarten um so mehr Songs zur Auswahl zu haben.

Die Zeichen stehen auf Sturm und mit einem derart starken Debt im Rcken muss die Euphorie auch gro sein und das vllig zu recht. Ein Joe Bonamassa beispielsweise knnte meiner Ansicht nach keinen besser passenderen Support bekommen, als diese deutsch-amerikanische Zusammenarbeit. manchmal werden Trume ja wahr.

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