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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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SCARED TO DEATH
Sechs Jahre sind eine lange Zeit
Thorsten Dietrich



Das deutsche Thrash Trio Scared To Death hat nach einer Debtscheibe und einer Tournee mit Destruction eigentlich ganz gut gestartet. Doch danach war erst mal Funkstille bis heute! 2014 gab es unter neuer Flagge und mit neuer Besetzung eine neue CD. Schlagzeuger Stefan Bohmann gab uns bereitwillig Auskunft ber die letzte Zeit.


Wo seid ihr denn die letzten Jahre geblieben, seit 2008 ist ja nichts erschienen, das kann doch nicht am Austausch des Bassisten gelegen haben?

Nachdem wir innerhalb krzester Zeit mit dem ersten Album bereits vier Wochen auf Tour waren, mussten wir uns erst wieder sammeln, um alle Eindrcke zu verarbeiten. Nein, das erklrt keine sechs Jahre . Die lange Zeit war eher eine Kombination aus langer Bassisten-/und Proberaumsuche. Die Sache mit dem Bassisten hat uns in Summe auf jeden Fall alleine schon 2 Jahre gekostet, noch dazu haben wir in der Zeit dreimal den Proberaum gewechselt. War also insgesamt keine gute Basis um ein Album zu verffentlichen, obwohl viele Songs bereits standen.

SCARED TO DEATH

In Sachen Coverartwork habt ihr euch von 'nem knuffigen Retrocover zu was modernem gesteigert, wie seid ihr zu dem Teil gekommen und was fr ein Monster zerstrt die Welt?

Das neue Artwork wurde von Peter Sallai, einem Coverartist aus Ungarn entworfen. Der Kontakt zu Peter entstand ber befreundete Bands, die bereits mit ihm in Zusammenarbeit waren. Der Titel "Fatal Destroyer" sollte auf jeden Fall Programm sein, klare Vorgaben von unserer Seite gab es weniger. Mit dem Resultat sind wir super zufrieden, nicht nur das Cover auch die Bookletdarstellungen sind aus unserer Sicht absolut top geworden!

Ihr sollte das Teil ach wrdigen und paar LPs machen lassen, auch wenn die nicht billig sind!

Ja, das haben wir jetzt schon hufiger gehrt. Wir werden uns mal diesbezglich informieren.

Musikalisch gibt es keine nderungen, das schnrkellose Thrash Metal Brett, oder wie siehst du die neue Scheibe?

Musikalisch gesehen gibt es eher weniger nderungen, das ist richtig und auch gewollt so. Wobei es aus Sicht der Produktion und dem allgemeinen Songwriting schon deutliche Fortschritte gibt im Vergleich zu "Deathstruction". "Deathstruction" war unser aller erstes Studioalbum und im Nachhinein gab es fr uns schon einige Dinge, die wir anders machen wollten/wrden. "Fatal Destroyer" baut also auf gewissem Erfahrungsschatz auf.

Ich finde es schon krass wenn live der Gitarrist noch singen muss bei ner "Trioband", sonst ist das der Bassist (Sodom, Destruction) Wie luft das bei euch live?

Also bei uns luft es live dann auch genau andersrum, als z.B. bei Sodom und Destruction. Hat sich bei uns einfach so ergeben, da es stimmlich so am besten passte. Singende Gitarristen gibt es ja im Thrash Metal sehr viele. Bei uns war eher immer die Sorge, dass in Soloteilen ohne eine zweite Gitarre der Sound zusammenbricht. Mittlerweile haben wir uns aber als Thrash-Dreier gefestigt und setzen auf entsprechend verzerrten Bass.

Textlich sind Thrash Metal Bands ja eher die politischen oder sozialkritischen. Wie wichtig sind euch die Texte und wer hat euch beeinflusst?

Texte sind uns schon wichtig, auch wenn sich wahrscheinlich die wenigsten darum wirklich kmmern (live sowieso nicht). Wer sich nher mit unseren Texten beschftigt, wird auf jeden Fall merken, dass diese ber das bliche "Blood Death and Kill" hinausgehen und durchaus auch sozialkritisch sind. Ideen fr Songtexte entstehen bei uns aus Alltagssituationen des Privat- und Berufslebens. Jeder hat da sicherlich so seine eigenen Aufreger. In "Fatal Destroyer" ist einiges davon verarbeitet.

Zum letzten Album gab es eine Tour mit Destruction, was habt ihr denn in dieser Hinsicht 2014 geplant?

Die Tour mit Destruction war auf jeden Fall eine super Erfahrung! Aktuell haben wir noch nichts in der Hinsicht geplant. Falls sich etwas Lukratives und Sinnvolles fr uns ergibt, wrden wir aber sicherlich nicht nein sagen!

Die Musikszene ndert sich ja rasant, auch in Sachen Produktion, Marketing,Tourneen. Was hat sich fr euch die letzten Jahre positiv und was negativ gendert?

Positiv war zum Beispiel das die Kommunikationswege mittlerweile sehr kurz sind. Gerade neue Songs lassen sich auch als kleine Band relativ schnell verbreiten, auch Feedback bekommt man sehr schnell. Positiv ist auch immer noch das Thema Produktion zu sehen, da man sich hier inzwischen sehr viel Zeit, Geld und Nerven sparen kann. Was aus meiner Sicht negativ zu sehen ist und in den letzten Jahren noch zugenommen hat: Die komplette Reizberflutung von Fans mit irgendwelchen Konzert-/Festival- oder Eventeinladungen. Irgendwann ist der Markt auch mal ausgereizt, sodass viele Veranstaltungen/Touren mittlerweile am wegsterben sind. Da Veranstalter kein Risiko mehr eingehen wollen, heit das fr viele Bands: "Bezahle fr deinen Gig; verkaufe XX Tickets aus eigener Tasche oder Battle dich in sinnlosen "Wer bekommt mehr Likes-Contests"". Eine Entwicklung, die wir nicht untersttzen!

Da hat der Stefan recht, besser htte ich es auch nicht ausdrcken knnen was im Moment so luft in der Metalszene.

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