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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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VANISHING POINT
Zurück nach einigen Problemen!
Thorsten Dietrich
www.vanishing-point.com.au


Sieben Jahre nach ihrem letzten Album sind die Australier Vanishing Point mit einem Hammeralbum namens "Distant Is The Sun" zurück und Gitarrist Chris Porcianko erwies sich als netter, auskunftsfreudiger Interviewpartner mit Humor. Das nennt man dann ideale Vorrausetzungen für ein Interview.

Wenn man im Internet nach dem Namen Vanishing Point sucht, findet man oft den Verweis oder das Cover eines alten Filmes mit dem gleichen Namen. Habt ihr dort euren Bandnamen her?

Ich glaube es war unser Sänger Silvio der den Namen Jahre bevor ich in die Band kam vorschlug. Vanishing Point nannte sich Eye bevor Silivio in die Band einstieg. Ich glaube er kam auf die Idee nach dem er ein Bild gesehen hat was Vanishin Point betitelt wurde. Das stand wohl in einem Photostudio in der Bandfotos gemacht werden sollten in Melbourne. Da man das Foto und den Titel mochte wurde dann umgesattelt. Es ist keine sehr spannende Geschichte, aber es ist die Wahrheit, lacht Chris.

Euer altes Label gibt es nicht mehr! Ihr hattet mehrere Lineupwechsel, aber um ehrlich zu sein sieben Jahre zwischen zwei Alben ist trotzdem eine sehr lange Zeit. Was ist passiert?

Vanishing Point

Das stimmt! In den sieben Jahren tourten wir etwas, besonders 2008 als wir nach Europa als Support von Sonata Arctica spielten. Wir supporteten auch Iron Maiden, Helloween und viele andere Bands 2008/09 in Australien. Dann schrieben wir an neuen Liedern für ein weiteres Album mit unseren alten Bandmitgliedern was sich wegen musikalischer Differenzen als schwierig erweisen sollte. Wir hatten kein Geld, unser Label ging unter – wir waren geradewegs in einen Shitstorm geraten den auch ein paar Bandmitglieder übernahmen, so dass es sich nicht gut auf den Schreibprozess auswirkte. Was passierte sonst noch? Das Leben! Einer verlor sein Haus, ein anderer wurde geschieden, mein Vater verstarb und ich habe meinen Job verloren. Wieder ein anderer verlor Geld, weil die Firma für die er arbeitete bankrott ging, viele von uns hatten also null Geld wir waren quasi hart auf den Boden geschlagen und mussten nach vorne schauen. In der Mitte des Jahres 2010 war Vanishing Point in ihrer dunkelsten Periode und wir dachten nicht mehr dass es mit der Band weitergeht. Glücklicherweise waren drei von uns, Silvio Massaro, Christian Nativo und ich der Meinung neue Ideen zu bündeln und zu schauen was passiert. Aber so ist das im Leben, manche Dinge passieren um uns zu testen in gewissen Zeiten.

Wisst ihr eigentlich das euer letztes Album "The Fourth Season" und Kamelots "Ghost Opera" im selben Sommer heraus kam und beides eine Person mit einer Violine und Augenbinde auf dem Cover haben? Gibt es da eine besondere Bedeutung, vielleicht eine geheime Botschaft? 

Jetzt, wo du das erwähnst erinnere ich mich, lacht Chris. Ich schwöre das ist ein Zufall, jeder kennt Kamleot und nicht so viele Vanishing Point – deshalb war es ein sehr seltsamer Zufall, besonders wenn man merkt das beide Alben im selben Monat erschienen sind. Um etwas Blödsinn zu erzählen: Wir versuchten ihr Album zu covern, aber wir versagten und das Ergebnis ist "The Fourth Season". Du hast ein gutes Gedächtnis, Thorsten. Gut gemacht mein Freund.

 

Ich bemühe mich! Euer neues Album "Distant Is The Sun" ist viel besser als der Vorgänger und so gut wie "Embrace The Silence". Wie habt ihr das gemacht?

Um ehrlich zu sein – ich weiß es nicht! Ich schreibe nur in meinem kleinen Homestudio was mir einfällt. Auf meinem Computer sind eine Menge Riffs und klassische, orchestrale Passagen die ich schrieb. Einige Ideen suchte ich heraus und arbeitete an ihnen. Ich hatte Glück dass ich Christian hatte der mir half in Sachen Timing und erstellen der Edits im Studio. Von Zeit zu Zeit Silvio kam vorbei und hörte sich die Pre-Production an und machte einige Vorschläfe. Es gab keinen Masterplan oder eine "so muss es klingen" Formel beim Schreiben dieses Albums. Wir machten das was wir immer taten und was sich in unseren Ohren gut anhörte. Das ist ein relativ langweiliger Prozess, aber auf eine andere Art ist es eine tolle Art frische Lieder und Idee zu hören. Wir haben uns immer auf die Melodien konzentriert und versuchen einfach die besten Lieder zu schreiben ohne irgendwie gedrängt zu werden. Dieses Mal wurde das Album in vier verschiedenen Studios / Orten aufgenommen im Vergleich zu unserem Album davor was in einem Studio aufgenommen wurde. Wir dachten es wäre Zeit etwas zu ändern.

Viele Band haben alles was die Band betrifft in der eigenen Hand besitzen aber keine eigene Plattenfirma. Wie läuft das bei euch?

Wir erschaffen erst und kümmern uns um den Rest später. Neben unseren Managerin Chrisine die in Deutschland lebt, sind wir in Australien alle involviert und sind offen für Kommunikation. Simon kümmert sich uj die Webseite mit Webmaster Griff. Christian kümmert sich mit dem Soundmann um die technischen Aspekte eines Livekonzertes und Booking machen Silvio und ich, ebenso die Kommunikation mit der Presse und den Kontakt zu AFM und solche Dinge. Wir arbeiten als Team und versuchen alle in die Entscheidungen zu involvieren um auch zu behindern das alles zu viel Zeit kostet und im Kreis läuft. Simon und James sind ja neue Mitglieder der Band und haben das Album nicht mitgeschrieben, so wird es interessant sein wie das nächste Album wird. Wenn wir die groben Idee bewerten die wir schon haben liegen sie auf derselben Wellenlänge wie der Rest der Band. Darüber hinaus sind beides exzellente Musiker und toller Kerle.

Einige Bands die in der Art von Vanishing Point Musik machen sind sehr christlich, besonders aus den USA und Skandinavien. Wie sieht es mit euch aus?

Vanishing Point

Um ehrlich zu sein - das ist eine interessante Frage! Aber ich muss sie recht platt beantworten, wir sind nicht religiös. Ich vermute ein paar von uns glauben an ein tiefes spirituelles Ich. Aber in keinem Fall packen wir irgendwelche spirituellen Ansichten in unsere Texte. Ich denke textlich sind wir recht offen, so dass der Hörer sich da wiederfinden kann. Für mich wäre es auch nicht die richtige Wahl über Gott oder Götter zu schreiben. Wenn du an etwas glaubst, es dich glücklich machst und du keinem anderen auf die Füße trittst ist das doch gut für dich. Am Ende des Tages bin ich nicht dafür da eine spezielle Botschaft oder Ansicht auf die Menschheit loszulassen. Ich bin glücklicher meine Musik zu machen und wenn das Menschen hilft sich gut zu fühlen, ist das auch gut für mich!

   

Spielt ihr oft live in Australien und gibt e seine Chance euch 2014/15 in Europa zu sehen. Eine Tour mit Black Majesty wäre cool!

In den letzten Jahren war es uns wegen der Umstände die jenseits unserer Kontrolle lagen nicht möglich zu spielen! Aber 2013 spielten wir ein paar Shows. 2014 sind wir der Suche nach eigenen Konzerten, Festivalauftritten und Supportshows für Royal Hunt beschäftigt. Außerdem fliegen wir nach Neuseeland das allererste Mal als Headliner. Wir haben jetzt wieder Energie, fühlen uns erstarkt um Gas zu geben. Wir sind gute Freunde von Black Majesty, wer weiß was passiert! Keine Frage: Es würde ein richtiger Zirkus geben da wir alle so gut miteinander auskommen und uns gerne gegenseitg dumme Streiche spielen. Ich hoffe das wir in nicht allzuferner Zukunft in Europa wieder auftreten!

Das klingt nach einem guten Plan.

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