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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

H.P. Lovecraft's Die Saat des Bösen
Titel H.P. Lovecraft's Die Saat des Bösen
Produktion/Vertrieb Epix Media/ Indigo
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Veröffentlichung 25.09.2009
Laufzeit 93:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 6 von 15 Punkten
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Italien während des zweiten Weltkriegs. Auf einer einsam gelegenen Farm lebt Pietro mit seiner Frau Alice und seiner Tochter Lucia, die ihre Sprache verloren hat. Zudem wird sie von Albträumen geplagt, die anscheinend mit dem Brunnen im Hof zu tun haben. Eines Tages stößt Pietro aus Versehen ein Loch in den Brunnenboden und etwas entweicht von dort. Ab da beginnt sich die Familie zu verändern, und nicht nur diese. Das Gemüse und die Früchte wachsen prächtig und in Rekordzeit, Lucia kann wieder sprechen und Alice hat unbändigen Hunger auf ihren Pietro. Zuerst freut er sich ja darüber, aber Alice verändert sich zunehmend mehr, bis es den Anschein hat sie sei besessen von einer fremden Macht, und das Unheil weiter seinen Lauf nimmt.
Die Geschichte basiert auf H.P. Lovecraft's Story "Der Schatten aus dem All", und wurde hier vom italienischen Low-Budget Filmer Ivan Zuccon aufbereitet. Seine bisherigen Ergüsse kenne ich nicht, aber wenn man sich etwas informiert ist das wohl auch besser so. Hier hat er dafür erstaunlicherweise recht solide Arbeit abgeliefert, wenn man sich sein Können so vor Augen führt.
Die Story bietet nichts weltbewegend Neues, aber sie wurde optisch zumindest ansprechend umgesetzt. Die karge Farm im Nirgendwo und der ärmlich ausgestattete Innenbereich haben schon eine passende Atmosphäre. Auch bei den Darstellern kann man durchaus davon sprechen, dass sie ihre Sache ganz anständig durchziehen. Debbie Rochon ist ja zumindest kein Neuling auf dem Billigfilmsektor, wogegen der Rest vom Cast bisher nur in unbekannten Werken aufgetreten, aber ebenso durchaus brauchbar ist. Die unheimlichen Aspekte, wie der Anfang und die Besessenheitsszenen mit Alice, sind teils wirklich gelungen, werden aber oft auch kaputtgemacht durch das billige Leuchten, was das Böse signalisieren soll. Sonstige Effekte gibt es Film nicht wirklich viele, aber was man sieht ist unterm Strich definitiv noch anschaubar. Somit hat der Regisseur hier eine Arbeit nach seinen Möglichkeiten abgeliefert, und bietet dem B-Horrorfan zumindest keine vergeudete Zeit. Leute mit mehr Anspruch sollten dennoch vorsichtig sein, für einen Knaller reicht es hier natürlich auch nicht aus.
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