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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Jeder braucht einen Engel
Titel Jeder braucht einen Engel
Produktion/Vertrieb Indigo
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Veröffentlichung 27.03.2009
Laufzeit 95:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Der kleine Tom Collin leidet sehr unter der Trennung seiner Eltern. Auch mit seinem neuen Stiefvater kommt er berhaupt nicht klar und nun will seine Mutter diesen auch noch heiraten. Beim Spielen folgt Tom einem Hundebellen. Dies fhrt ihn zur Ruine einer alten Farm. Als er sich wegen einem Gewitter mit dem Hund in einen alten Kamin verkriecht, geschieht etwas Seltsames. Er wird durch ein Zeitloch in die Vergangenheit geschickt und landet wieder auf der Farm, allerdings tobt gerade der 2. Weltkrieg. Dort lernt er May kennen, ein scheues und verngstigtes Waisenmdchen, welches beim Besitzer der Farm lebt. Die beiden werden Freunde?. Wieder in der Gegenwart, muss er erkennen, dass eine Fliegerbombe Mays Leben zerstrt, und er will wieder zurck, um eben dies zu verhindern?
Harley Cokeliss prsentiert uns hier die Buchverfilmung eines Werkes von Melvyn Burgess. Das Ganze wurde meiner Ansicht nach aber eher als TV-Film angesetzt denn als Kino- oder DVD- Verffentlichung. Das erkennt man daran, dass die deutsche DVD das Bild in 4:3 bietet, ebenso den Ton lediglich in Deutsch oder Englisch 2.0. Als strend habe ich dies nicht empfunden, ich war nur verwundert angesichts von Namen wie Tom Wilkinson und Hugo Speer, die ja nicht ganz unbekannt sind. An sich erinnert der komplette Film mich etwas an die Kinder- und Jugendfilme aus der Tschechoslowakei in den 70ern bzw. 80er. Vom Drehstil her und vor allem von der ruhigen instrumentalen Musikuntermalung kommt er diesen schon recht Nahe. Etwas anderes will dieses Werk auch gar nicht sein. Ein kleiner, aber feiner Jugendfilm, den man durchaus auch in der Schule zeigen knnte. Dafr sprechen auch die pdf-Dateien ber Film und 2. Weltkrieg, die der DVD als Extra beiliegen. Der Film bietet keinerlei Hhepunkte oder Effekthascherei. Es handelt sich lediglich um eine Geschichte ber Freundschaft, das Zusammenleben mit den Eltern und eben die kleine Fantasy- Note mit der Zeitreise. Die schlecht gemachten Effekte des Films stren dabei weniger, kommen sie doch nur dreimal im Film vor. Da kann man getrost ber die schlecht aussehenden Bomber die kurz fliegen, oder den Verwsserungseffekt bei der Reise absehen. Die Darsteller agieren allesamt im Grunde richtig gut, vor allem sind es keine nervenden Kinderdarsteller, wie man es so oft zu sehen bekommt. Der Film hat es sogar geschafft, mich gegen Ende hin richtiggehend zu rhren. Gott sei Dank hat man auf ein allzu kitschiges Ende verzichtet. Und dieses trotz (kindgerechtem) Happy End nicht schmalzig werden zu lassen. Meine Punktevergabe richtet sich wie gesagt vollkommen darauf aus, dass dies ein Kinderfilm ist! FSK 6 ist sicher etwas zu tief gegriffen, dank der Thematik des Krieges, aber eine FSK 12 wre wiederum definitiv zu hoch. Da haben die Kids sicher bereits andere Interessen, und Gewalt kommt im Film eigentlich keine vor. Fr Eltern, die den Kindern sorgenfrei eine DVD reinlegen wollen, sicher kein Kauf den man bereuen muss.
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