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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Tavka - Gottesfurcht
Titel Tavka - Gottesfurcht
Produktion/Vertrieb Euro Video
Homepage www.takva-film.de
Veröffentlichung 18.09.2008
Laufzeit 96:00 Minuten
Autor Andreas Goericke
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Bei "Takva" handelt es sich um den mehrfach preisgekrnten Film des trkischen Regisseurs zer Kiziltan. Er beschreibt in eindrucksvollen Bildern den wachsenden Konflikt des extrem glubigen Muslims Muharrem, dargestellt von Erkan Can. Muharrem richtet sein komplettes Leben ehrfurchtsvoll am Koran aus und ist Mitglied in einem Orden in seinem Stadtteil. Dort fllt sein schlichtes aber ehrliches Gemt dem Scheich auf, der ihn darauf hin mit der Aufgabe betreut, die umfangreichen Liegenschaften der Sekte zu verwalten, die Mieten zu kassieren und wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen, was in seinem vorherigen Leben in dieser Verantwortung nicht ntig war. Die Hauptperson, die sexuell vollstndig enthaltsam lebt, was ebenso zu Verwerfungen seiner Moral fhrt, wird so immer mehr von weltlichen Dingen und Reizen korrumpiert. Er vollzieht eine harsche Wandlung und ist letztendlich nicht mehr als der liebenswerte, bescheidene Mann zu erkennen, der er zu Beginn des Filmes einmal war und reibt sich innerhalb seines Konfliktes zwischen Gottesfurcht und weltlichen Reizen vollstndig auf.
Der Film ist komplett in trkischer Sprache mit deutschen Untertiteln gehalten, ausgesprochen bildgewaltig und gibt einen krassen Einblick in das Dilemma, weltliches mit streng religisem Leben vereinen zu wollen, ohne die Regeln und Werte des eigenen Glaubens zu verletzen oder bertreten, was sich offenbar als unmglich erweist. "Takva" ist eine starke Metapher auf den Zusammenprall der verschiedenen moralischen Konstrukte und absolut sehenswert.
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