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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

WWE - Royal Rumble 2008
Titel WWE - Royal Rumble 2008
Produktion/Vertrieb Rough Trade / Silver Vision
Homepage www.wwe.com
Veröffentlichung 12.05.2008
Laufzeit 171:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Royal Rumble: das ist die erste Groveranstaltung des Jahres der WWE und gleichzeitig auch die erste der "Big 4" (Royal Rumble, Wrestlemania, Summer Slam & Survivor Series), also der 4 traditionellen "Old School" Veranstaltungen.
Begann "Armageddon 2007", die letzte Groveranstaltung des letzten Jahres schon mit einem mehr oder weniger enttuschenden Match, so beginnt auch das neue Jahr so gesehen nicht sehr erfreulich. Gerade weil es sich um ein "karriebedrohendes" Match handelte, konnte man doch auf einen wesentlich besseren Kampf hoffen. Der "Nature Boy" Ric Flair musste hier um das Ende seiner ber 30-jhrigen Karriere bangen, denn "MVP" Montel Vontavious Porter hatte sich zum Ziel gesetzt, genau diese beim Rumble zu beenden. 2 Namen, 2 Generationen die eigentlich fr qualitativ hochwertiges Wrestling stehen, aber an diesem Abend nicht zu begeistern wussten. Zu lahm und vorhersehbar waren die Aktionen und gegen Ende auch nicht mehr gerade sauber und berzeugend ausgefhrt. Dass Flair an diesem Abend seine Karriere nicht beenden wrden msse, war im Grunde schon abzusehen.
Nicht ganz sauber agierte die WWE auch beim folgenden Kampf. Konnte man als "Live-Zuschauer" via Premiere noch Zeuge eines extrem versemmelten Bulldogs von "Y2J" an "JBL" werden, so wurden die Vorteile der Nachbearbeitung im DVD-Zeitalter von den Zustndigen vollends ausgenutzt. Diese phnomenal daneben gegangene Aktion fehlt auf der DVD schlichtweg ganz. Man will sein Produkt ja wenigstens halbwegs glaubwrdig verkaufen. Nur zu bld, dass die genannte Aktion jederzeit problemlos bei YouTube und Co. gesehen werden kann. Dabei bot die Ausgangslage fr dieses Match im Grunde reichlich Zndstoff, hatten sich "Y2J" Chris Jericho und "JBL" John Bradshaw Layfield in den Wochen zuvor doch wiederholt in den Haaren gehabt. Der Kampf selbst war dann jedoch nicht ganz so extrem wie es sich mancher vielleicht gewnscht htte. Lediglich gegen Ende wurde die Geschichte relativ blutig. Doch auch hier muss ich erneut Kritik an den Zustndigen der WWE ausben. Kinder jeder Altersklasse knnen in den USA in Begleitung ihrer Eltern zu den teils recht brutalen Veranstaltungen gehen und sehen sich dort vieles (womglich unreflektiert) an. Die offiziellen DVD-Verffentlichungen sind meist (und dann im Grunde auch zurecht, auch wenn viele, brutalere Actionfilme schon ab 16 sind) mit einem "FSK 18" Siegel versehen. Doch auf diesen wird (scheinbar) geschnitten, dass die Heide wackelt. Oder wie kann ich mir sonst erklren, dass das nach dem eigentlichen Match folgende "Folter"-Mrtyrium von "Y2J" an "JBL" nirgends auf der DVD zu finden ist. Ganz seltsame Doppelmoral, das.
Bereits im dritten Match ging es um den "World Heavyweight Title". Edge musste den Titel gegen Rey Mysterio verteidigen. Hier ging es dann auch mal richtig zur Sache. Beide Kontrahenten gaben wirklich alles und zeigten sich von ihrer besten Seite. Selbst ich, als bekennender "Edge-Hasser" muss zugeben, dass der selbst ernannte "Rated-R Superstar" dieses mal fr seine Verhltnisse (fast) fair gewinnen konnte. Abgesehen davon wre ich froh, wenn endlich mal jemand die Farce zwischen ihm und seiner "geliebten" Vickie Guerrero beenden knnte. Eddie dreht sich wahrscheinlich schon seit Monaten aufgrund dieser Geschmacklosigkeit im Grab herum.
Als nchstes stand, so htte man denken knnen, ein Damen-Match auf dem Programm. Falsch gedacht; der unvermeidbare Santino Marella wetterte erneut gegen Maria in der eher weniger witzigen "Playboy-Storyline". berflssig.
Randy Orton scheint seinen Zenith noch nicht erreicht zu haben. Sein, man muss es mal ganz hart sagen, "Arschloch-Image" (das ist schon jenseits des "Bsewichts" oder auch "Heels") jedenfalls kauft man ihm langsam wirklich ab. hnlich wie Edge hat man allerdings auch bei dem "Legend Killer" das Gefhl, dass er nur noch Champ ist, weil er das Regelwerk ausreizt bis zum Exitus. Mal lsst er sich auszhlen, dann disqualifizieren; so gewinnt man zwar keine Matches, bleibt aber Champ. Nicht die feine, englische Art, aber wohl die des aktuellen Champions.
Mit Jeff Hardy jedenfalls hatte er beim Rumble einen Gegner vor sich, der gewillt war, alles fr den Grtel zu tun. Das wurde bereits in den ersten Minuten klar. Die beiden lieferten sich Wrestling auf beachtlichem Niveau. Abgesehen von einem weniger gelungenen Moonsault Hardys vom obersten Seil nach drauen sa hier so ziemlich alles. Ausgeglichen und jh zu Ende blieb Orton letztlich doch Champion und das auf fairem Wege.
Das namensgebende Match bildet jedes Jahr auf's Neue das Highlight des Royal Rumble. Fr alle Unwissenden. Der eigentliche Royal Rumble beginnt mit 2 WWE Superstars. Nach und nach kommt alle 90 Sekunden ein weiterer Athlet in den Ring. Ziel in diesem Match ist es, seine Gegner ber das oberste Seil nach drauen zu befrdern, so dass beide Beine den Hallenboden berhren. Ist dies geschehen, scheidet dieser Wrestler aus. Sieger ist logischerweise der Superstar, der als letztes im Ring steht. Hier jetzt auf den kompletten Rumble einzugehen wrde zu weit gehen. Nur so viel: es geht ordentlich zur Sache und mit einigen berraschungsgsten sogar zurck in die "gute alte Zeit".
Als Bonus-Material gibt es das fantastische "Match" (oder wie auch immer man das nennen soll) zwischen Jeff Hardy und Randy Orton 2 Wochen vor dem Royal Rumble und eine ganz nette aber auch verzichtbare Promo von John Cena und Triple H.
Gab es auch ein wenig Kritik an diesem PPV, so rissen die beiden Haupt-Titelkmpfe und vor allem natrlich das Rumble-Match doch das meiste wieder raus. Das Ganze gibt es natrlich auch wieder in einer schicken Steelbook-Edition. Kann man sich als WWE-Fan ohne weiteres zulegen.
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