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23. Januar 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

47 Meters Down (Blu-ray)
Titel 47 Meters Down (Blu-ray)
Produktion/Vertrieb Universum Film GmbH
Homepage 47metersdownmovie.com/
Veröffentlichung 01.12.2017
Laufzeit 97:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Der Hai, das unbekannte Wesen, der groe Ruber, die blutrnstige Bestie. Mittlerweile wei man ja, dass Haiunflle in der Regel auch wirklich Unflle sind, und die groen Jger der Meere den Menschen nicht willkrlich angreifen. Seit "Der Weie Hai" 1975 die Lichtspielhuser beehrte, ist der groe Knorpelfisch samt seiner Kollegen (es gibt ber 500 Arten weltweit) ein stndig wiederkehrender Begleiter im Film. Natrlich stets als Bedrohung, mittlerweile dank Sharknado auch ber Wasser. Nachdem die "Open Water" Teile und krzlich "The Shallows" abermals die Haie auf den Menschen loslieen, schickt sich nun "47 Meters Down" an uns das Frchten zu lehren. Don't go in the Water, oder eher seichtes Stelldichein?

Zwei Schwestern feiern in Mexiko, nachdem Kate von ihrem Freund verlassen wurde. Dort lernen Kate und Lisa zwei nette Typen kennen, die sie dazu berreden nach Haien zu tauchen. Just am nchsten Tag geht es raus aufs Meer, die Haie werden mittels Fleisch und Blut angelockt, und schon geht es im Kfig fnf Meter ins khle Nass. Nach den Jungs sind die Mdels dran, und auch die tauchen samt Kfig ab. Dummerweise reit das Seil ab und der Kfig sinkt auf 47 Meter Tiefe. Natrlich wird der Sauerstoff knapp, und die Haie umkreisen gierig das Metallgehuse.

Regisseur Johannes Roberts trat bisher mit einigen Horrorflicks in Erscheinung, die zwar ansehbar, aber auch keine denkwrdigen Reier waren ("Roadkill", "Storage 24", "Forrest oft eh Damned"). Vorweg kann man also mit Fug und Recht behaupten, dass "47 Meters Down" sein bisher bester Film ist. Das besttigt auch der Kinoerfolg von 55 Millionen Einnahmen, bei nur 5 Millionen Entstehungskosten. Natrlich ist umgehend "48 Meters Down" in Planung. Aber zurck zu diesem Werk. Darstellerisch kann man nicht meckern, die beiden Schwestern agieren weitgehend realistisch, und sind ordentlich besetzt mit Mandy Moore und Claire Holt. Nach einer halben Stunde Eingewhnung geht es raus ins Wasser, wobei man sich die Einleitung natrlich irgendwo htte sparen knnen, denn viel ber die Leute erfhrt man da nicht wirklich.

Im offenen Meer angekommen steigt die Spannungskurve dann an, und wenn der Kfig dann abhanden kommt, versteht Roberts es wirklich die Schraube bis zum Ende anzudrehen, sogar einen gelungenen Schlu hinzulegen. Dabei spielt sich natrlich viel mit Nahaufnahmen ab, der Funkverkehr zwischen den Taucherinnen, die Angst die beinahe sprbar ist. Einige Jumpscares sind hier unvermeidlich, da Haie nunmal ihre Angriffe nicht schriftlich ankndigen. Die Tiere entstanden brigens am Computer und gedreht wurde nicht in Mexiko, sondern der Dominikanischen Republik. Was bleibt ist ein kurzweiliger Streifen aus dem Bereich Tierhorror, wobei hier nichtmal so arg viel Augenmerk auf Haiangriffe gelegt wird, sondern die Spannung aus der Situation selbst entsteht. Wer auf Haifilme steht, der hat auch mit "47 Meters Down" seinen Spa. Bild und Ton der Blu-ray sind gut, wobei im trben Wasser natrlich kein HD-Wow vorherrscht.
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