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24. April 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

Once Upon a Time in Venice (Blu-ray)
Titel Once Upon a Time in Venice (Blu-ray)
Produktion/Vertrieb KSM GmbH
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Veröffentlichung 04.12.2017
Laufzeit 94:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Der einst gefeierte "Stirb Langsam"-Star Bruce Willis ist leider schon lnger kein Garant mehr fr einen guten Film. Seit grob zehn Jahren spielt er immer wieder gerne in schnell heruntergekurbelten Filmchen mit, die in der Gunst der Zuschauer auch nicht zwingend weit oben lagen. Das mag auch an Willis augenscheinlicher Unlust an den Rollen liegen. Nun arbeitet der gute Bruce zum zweiten Mal mit dem Regie-Duo Mark und Robb Cullen zusammen, die 2010 bereits "Cop Out" mit unserem Star drehten. Diese schrieben fr den nun vorliegenden "Once Upon a Time in Venice" auch das Drehbuch, und saen dann auch auf dem Regiestuhl.

Wie der Titel schon besagt, spielt die Geschichte des Films in Venice, einem Stadtteil von Los Angeles. Steve ist Ex-Cop, und verdingt sich eher schlecht als Recht im Metier des Privatdetektivs. Zusammen mit Assistent John hangelt er sich so durchs Leben. Sein Kumpel Dave steckt mitten in der Scheidung, und dmpelt vor sich hin, er selbst soll fr Immobilien-Hai Juden-Lou einen ominsen Grafitti-Spayer finden. Nebenbei legt er sich mit der Latino-Gang von Spyder an, die dann Steves Hund entfhrt, und auch zwei samoanische Brder haben es auf Steve abgesehen, nachdem dieser ihre Schwester im Bett hatte.

Ich gehe jetzt logischerweise mal nicht auf alle Einzelheiten der Geschichte ein, aber es sei gesagt, dass der Trailer ein ziemlich falsches Bild von "Once Upon a Time in Venice" vermittelt. Es handelt sich dabei definitiv nicht um einen Actionfilm! Es gibt kurze Action, diese ist aber nicht der Rede wert. Wer Shootouts und Rasanz sucht, ist hier falsch! Man mchte lange Zeit meinen der Streifen hat keine nennenswerte Handlung, erfreulicherweise fgt sich gegen Ende aber dann doch alles etwas zusammen, auch wenn der Handlungsbogen um John Goodman, der den Dave spielt, im Grunde vllig unntig daherkommt. Die Inszenierung ist ruhig, kommt eigentlich komplett ohne Spannung aus und bietet auch keinerlei berraschungen.

Das hrt sich skurril an? Genau! Das ist es auch, aus was der Film seine Daseinsberechtigung zieht. Ein weiterer Pluspunkt sind die Darsteller. Ja richtig gehrt! Zwar sieht man grundstzlich immer, dass Willis nicht selbst auf dem Skateboard durch Venice dst, aber man sieht er hatte absolut Spa am Dreh und der Rolle selbst. Er wirkt, wie seine Rolle, ausgeglichen und witziger als man es mittlerweile von ihm gewohnt ist. Goodman spielt in Anbetracht seiner unntzen Rolle angebracht, Famke Janssen sieht man nicht oft, dafr ist Thomas Middleditch als Steves Assistent gelungen gecastet. In den weiteren Nebenrollen sind Adam Goldberg als Juden-Lou und Jason Momoa als Spyder spaig anzusehen.

Insgesamt fragt man sich zwar, wie man diese ganzen Leute fr diesen nicht wirklich homogenen Ulk zusammenbekommen hat, aber deswegen mchte ich "Once Upon a Time in Venice" nicht wirklich schlechtreden. Es bleibt eine unterhaltsame Reise mit skurrilen Personen in einer seichten Story, die aber genau deswegen unterhlt, weil man jedem den Spa an der Sache abnimmt, und die Witzchen auch oft sitzen. Die deutschen Synchronstimmen der Stars sind zwar alle an Bord, aber Manfred Lehmann auf Willis klingt diesmal irgendwie als htte er eine Erkltung gehabt. Allgemein kommen die Sprche und das Feeling im englischen O-Ton in der Tat hier um einiges besser rber, da manches seltsam bersetzt wirkt. Das aber nur am Rande. Die Blu-ray selbst reit vom Bild her keine HD-Gren ein, ist aber durchgehend klar und von der Schrfer her ordentlich. Der Ton klingt ebenso klar, im Bonusmaterial findet sich ein fnfzehn mintiges Making-Of mit einigen Blicken hinter die Kulissen.
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