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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Bedeviled - Das Böse geht online (Blu-ray)
Titel Bedeviled - Das Böse geht online (Blu-ray)
Produktion/Vertrieb Ascot Elite Home Entertainment
Homepage www.facebook.com/bedeviled.derfilm/
Veröffentlichung 24.03.2017
Laufzeit 99:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Alle Tage wieder, kommt ein neuer Gruselfilm, der uns Zuschauer das Fürchten lehren will. Diesmal schickt sich das Regieduo Abel und Berlee Vang mit ihrem Debütfilm "Bedeviled - Das Böse geht online" an, an unseren Nerven zu zerren. Dazu bedienen sich die Gebrüder Vang einem Gegenstand, den mittlerweile so ziemlich jeder sein Eigen nennen dürfte: Dem Smartphone. Kurz nachdem Nikki das Zeitliche gesegnet hat, kriegen ihre Freunde die Einladung eine neue App zu benutzen, und das ausgerechnet vom Handy der Toten aus! Die Verlockung ist natürlich groß, und anfangs bietet die App, aus der ein gewisser Mr. Bedevil zu den Schülern spricht, einige wirklich gute Funktionen! Mit der Zeit stellt sich das Ganze aber etwas anders dar, und die App scheint sich mit den größten Ängsten der jungen Leute glänzend auszukennen. Kein Wunder also, dass Nikki an einem Schock starb, der durch Angst hervorgerufen wurde, und es der Gruppe an den Kragen geht.

Das Böse als App zu manifestieren ist so zwar noch nicht dagewesen, allerdings wurden die neuen Medien ja bereits in "Unfriend" oder auch "Unknown User" unlängst im Horrorbereich eingesetzt. Die Idee selbst ist zwar ganz nett, allerdings kommt es einem durchaus so vor, als gibt es das Prinzip von "Bedeviled - Das Böse geht online" schon einmal. Richtig, da gabs doch mal so einen vernarbten mit Ringelpulli und Klauenhandschuh in den 80er! Die Parallelen zu "A Nightmare on Elm Street" sind nicht von der Hand zu weisen, und auch die zum ein oder anderen bereits existierenden Horrorfilmchen, allerdings handelt es sich hier nicht um eine dreiste Kopie. Die Regisseure können durchaus eine gruselige Atmosphäre schaffen durch ordentlichen Soundeinsatz und gute Kameraarbeit, sowie einige gelungene Effekte bezüglich etwaiger Clowns und anderer Erscheinungen. Allerdings setzt auch bald eine gewisse Abnutzungserscheinung der inflationär eingesetzten Jumpscares ein, aus denen der Film seinen einzigen Horroraspekt zieht. Obendrein glänzt der Streifen gänzlich mit der Abwesenheit von Bluteffekten oder Tötungsszenen, da alles komplett im Off stattfindet. Wer hier also eine Dezimierung der Delinquenten in gewohnter Slashermanier erwartet, wird enttäuscht werden.

Unterm Strich bleibt ein netter Grusler bei dem man sich nicht langweilt, der aber auch nicht im Gedächtnis bleiben wird. Das Potential der Brüder Vang ist aber zu erkennen, und das lässt auf eventuell spannendere Folgewerke hoffen! Bild und Ton der Blu-ray sind auf gutem Niveau, wobei die Dialoge etwas schwachbrüstig wirken. Im Bonusbereich findet sich ein ca. zwanzigminütiges Behind-the-Scenes Feature.
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