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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Die Ketzerbraut
Titel Die Ketzerbraut
Produktion/Vertrieb Universum Film GmbH
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Veröffentlichung 03.03.2017
Laufzeit 120:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 5 von 15 Punkten
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Seit Anfang der 2000er Jahre schreibt das Autoren-Duo Elmar Wohlrath und Iny Klocke nun bereits Romane, allerdings unter dem Pseudonym Iny Lorentz. Mittlerweile scheint fr die beiden eine willkommene Einnahmequelle zu sein, die Bcher verfilmen zu lassen, was seit "Die Wanderhure" 2009 seinen Anfang nahm. "Die Rache der Wanderhure" und "Das Vermchtnis der Wanderhure" folgten, 2014 dann noch "Die Pilgerin" und "Das Goldene Ufer", nun sind wir bei "Die Ketzerbraut" angelangt. Regie fhrte Hansjrg Thun, der einige Drehbcher zur "Schimanski"-Reihe ablieferte, und bereits schon einmal fr das Team Lorentz einen der Wanderhure-Teile verfilmen durfte.

Die Handlung spielt zur Zeit der aufkommenden Reformation in Mnchen. Vater und Bruder der jungen Veva werden von Schergen der Kirche ermordet und deren Haus niedergebrannt. Sie selbst wird vergewaltigt und sinnt nun auf Rache. Verantwortlich dafr ist Pfarrer von Perlach, der von Ritter von Gigging samt Gattin Walpurga tatkrftig untersttzt wird. Die Schuld schieben diese allerdings den Ketzern zu, und Veva heiratet ihren Jugendfreund Ernst, um den Status zu erlangen auf jene Jagd machen zu knnen. Was sie nicht ahnt ist, dass Ernst selbst ein Untersttzer von Martin Luthers Lehren ist, und somit selbst ein Ketzer. Einige Irrungen und Wirrungen spter soll sie allerdings ihre Rache selbstverstndlich kriegen.

Hier gro zu spoilern erachte ich fr unntig, da bei diesen Geschichten der Ausgang ja bereits sptestens dreiig Minuten nach Beginn des Films klar sein sollte. Das ist aber nur ein Problem, welches dieser Buchverfilmung anhaftet. Darstellerisch sollte man eigentlich nichts meckern knnen, da das Ensemble fast durchweg aus erfahrenen Leuten besteht, allerdings blieb bei mir eher nervendes Overacting hngen, oder aber dmmlich rumstehende Statisten mit unglubigen Mienen. Von der Ausstattung her wirkt alles ziemlich sauber und aufgerumt, so dass zu keinem Zeitpunkt wirkliches Mittelalter-Feeling aufkommt, und diverse Dinge drften historisch alles andere als korrekt sein. Schlussendlich bleibt "Die Ketzerbraut" fr mich eine ziemliche Enttuschung, und etwaige Lobhuddeleien bezglich Hauptdarstellerin Ruby O. Fee ein Rtsel. Diese war in meinen Augen eher eine Fehlbesetzung. Wieder einmal das Problem gro angekndigter deutscher "TV-Events", viel heie Luft und nichts dahinter. Im Bonusbereich finden sich neben einem Making-Of noch Interviews, Featurettes und ein Musikvideo.
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