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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Ein Gespenst auf Freiersfüßen
Titel Ein Gespenst auf Freiersfüßen
Produktion/Vertrieb Winkler Film (Alive)
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Veröffentlichung 09.09.2016
Laufzeit 100:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Regisseur Joseph Leo Mankiewicz ist auf Anhieb vielleicht nicht gleich jedem ein Begriff. Schaut man sich seine Laufbahn einmal näher an, sieht man für welche Werke dieser Mann verantwortlich war. Neben "Julius Cäsar" mit Marlon Brando in einer der Hauptrollen, drehte er 1950 "Alles über Eva", und im Jahr 1963 das weltbekannte Epos "Cleopatra" mit Elizabeth Taylor und Richard Burton. Bereits 1947 machte er sich an die Arbeit zur Romanverfilmung von "Ein Gespenst auf Freiersfüßen", der bei uns erst 1989 seine deutschsprachige Premiere feiern durfte, und nun seine Premiere auf DVD fürs Heimkino feiern darf.
Die Geschichte spielt in England Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Witwe Lucy zieht mit ihrer Tochter und der Haushälterin in ein altes Haus in einer kleinen Küstenstadt. Dass es dort spuken soll interessiert sie nur noch mehr, und bald macht sie Bekanntschaft mit dem Geist des verstorbenen Kapitäns Daniel Gregg. Dieser mag keine Menschen, erst Recht keine Frauen, und das lässt er Lucy auch spüren. Man arrangiert sich jedoch, und er hilft ihr alsbald aus ihren Geldnöten, in dem er ihr seine Lebensgeschichte für ein Buch preisgibt. Dies ruft jedoch auch Autor Miles Fairley auf den Plan, der Lucy unverhohlen den Hof macht. Der eifersüchtige Geist von Daniel verschwindet daraufhin, doch ist dies das Ende der Geschichte?

Natürlich nicht, wer dies aber wissen möchte, sollte sich "Ein Gespenst auf Freiersfüßen" doch eher selbst ansehen. Man muss klar ein Faible für Filme aus jener Zeit haben, um mit den damaligen Sehgewohnheiten Freund zu werden. Es handelt sich bei Mankiewicz Film schlicht um eine romantische Geisterkomödie, die in der zweiten Hälfte durchaus auch etwas tragischer und ernster wird, auch wenn dies vordergründig nie so erscheint. Das Ganze ist liebevoll gefilmt und ausgestattet, und wird absolut von den hervorragenden Darstellern getragen. Die oscarnominierte (für "Todsünde") Hauptdarstellerin Gene Tierney galt seinerzeit als eine der schönsten Frauen Hollywoods, und stellt dies auch hier unter Beweis. Rex Harrison mimt den Geist Daniel, und später abermals für Mankiewicz den "Julius Cäsar" in seiner "Cleopatra", ebenso wie George Sanders der für den Regisseur in "Alles über Eva" mitwirkte. Weitere Rollen werden von Natalie Wood, Edna Best, Vanessa Brown und Anna Lee besetzt, was das damalige Hoolywood-Ensemble gelungen abrundet. Wer Spaß locker-leichter Unterhaltung in diesem Stil hat, sollte sich dieses Exemplar mal zu Gemüte führen. An Bonusmaterial gibt es noch eine Bildergalerie und das Cover ohne FSK-Flatschen.
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