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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Gefühlt Mitte Zwanzig (Blu-ray)
Titel Gefühlt Mitte Zwanzig (Blu-ray)
Produktion/Vertrieb Universum
Homepage www.universumfilm.de
Veröffentlichung 04.12.2015
Laufzeit 98:00 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Bei Ben Stiller habe ich ständig nur den Museumswärter Larry aus Nachts Im Museum vor Augen. Bei seiner Kollegin Naomi Watts sieht das natürlich anders aus, diese hübsche Dame ist mir eher aus der Thrillerbranche bekannt, Eastern Promises oder The International sind da zwei spannende Beispiele. Jetzt treten beide zusammen in einer Komödie auf, die das Thema Generationskonflikt lustig aufgreift. Wer kennt solche Paare nicht selbst aus seinem Bekanntenkreis, Mitte 40, kinderlos und nur auf die berufliche Karriere fixiert. Spießig halt. Oder solche die irgendwie nicht erwachsen werden wollen. Genau in dieser Reihenfolge entwickeln sich Josh (Stiller) und Cornelia (Watts), und zwar wie aus dem Bilderbuch. Ihr eingefahrenes Leben ändert sich schlagartig, als Josh den Yuppie Jamie und dessen Frau Darby kennenlernt, beide gut zwanzig Jahre jünger. Fasziniert von deren Lebensgefühlen und Einstellungen wollen sie partout alles nachholen, was sie glauben in den letzten Jahren ihrer Ehe verpasst zu haben...

Grundsätzlich wäre die Geschichte schon dafür geeignet, einen unterhaltsamen Film daraus zu machen. Es gibt auch durchaus einige lustige Szenen und witzige Dialoge, doch finde ich dass Regisseur Noah Baumbach mehr hätte herausholen können. Stiller und Baumbach arbeiteten ja schon bei Greenberg zusammen, ein Film der für beide nicht zu den Höhepunkten ihrer Karriere zählt. Auch bei diesem hier werden meiner Meinung nach zu viele Klischees bedient, wie der Hip Hop Tanzkurs oder die Folgen von der Einnahme berauschender Mittel, sprich Kotzerei. Sowas sorgt dann zwischendurch schon für den ein oder anderen Lacher, aber insgesamt ist mir dieser Film einfach zu langatmig und dröge. Gut, vielleicht bin ich auch nicht der richtige Ansprechpartner für dieses Art von Filmen. Wie dem auch sei, ich schau mir dann doch lieber mit meinem Sohn zum x-ten mal die Nachts Im Museum Teile an. Da weiß man wenigstens was man hat.

Technisch gibt es bei der Blu-ray nichts auszusetzen, allerdings hat die Surround Anlage zuhause auch keine Schwerstarbeit zu verrichten, dafür sind wir hier im falschen Genre. Als Extras sind als sogenannte Featurettes ein Hip Hop Tanzkurs (gähn) sowie die Vorstellung von Regisseur und Darsteller enthalten.

Die tolle Darsteller-Riege hebt den Film ganz knapp über unteres Mittelmaß, vor allem weil "Beastie Boy" Adam Horovitz einen seiner seltenen Leinwandauftritte hat.
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