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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Backcountry - Gnadenlose Wildnis (Blu-ray)
Titel Backcountry - Gnadenlose Wildnis (Blu-ray)
Produktion/Vertrieb Edel Germany GmbH
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Veröffentlichung 10.07.2015
Laufzeit 90:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Das Thema Mensch gegen Natur findet sich im Film immer wieder. Klassisch in "Der Weie Hai", moderner in den "Open Water" Filmen, mal ohne Tierchen in "A lonely place to die" oder "High Lane", als Remake in "Long Weekend" oder auch frostiger in "Frozen". Mannigfaltig, mal besser mal schlechter, mal realistischer oder auch eher fantastischer. Nun schickt Regieneuling Adam McDonald eine kanadische Variante namens "Backcountry - Gnadenlose Wildnis" ins Rennen, und anhand des Covers drfte sogleich klar sein, dass es hier tierisch werden wird. Ein junges Prchen schickt sich an einen Camping- und Wanderurlaub in der kanadischen Wildnis zu machen. Alex war schon zu Jugendzeiten hier unterwegs, und verzichtet daher auf Karten oder Navigationshilfen, trotz Warnungen des Campaufsehers. Dass dies nicht der Weisheit letzter Schuss war, wei selbst der ungebteste Zuschauer dieses Subgenres. Als kurz darauf noch ein etwas undurchsichtiger Wanderer namens Brad auftaucht, kippt die Stimmung obendrein etwas, und Alex Freundin Jenn wird etwas unentspannter. Alsbald muss Alex eingestehen, dass er nicht den geringsten Schimmer hat, wo sie sich befinden, und da taucht auch noch ein mies gelaunter Schwarzbr in der heimeligen Naturkulisse auf. Alles keine berraschungen, worauf McDonald aber auch anscheinend zu keiner Zeit wert gelegt hat. Er besinnt sich von Beginn an auf die Ausarbeitung seiner beiden Hauptfiguren, die zu 95 % auch die einzigen Darsteller bleiben, die man hier zu Gesicht bekommt. Das funktioniert soweit auch richtig gut, da Missy Peregrym und Jeff Roop erfahrene Seriendarsteller sind, und ihre Rollen realistisch auszufllen wissen. Von Eric Balfour htte ich allerdings gerne mehr gesehen, da er mich hier in seiner Rolle als undurchsichtiger Camper wirklich berzeugt hat. Nun steht einerseits die sehr echt anmutende Geschichte der immer tiefer in die Bredouille geratenden Wanderer im Haben, whrend die Spannungskurve wiederum nur sehr gemchlich angezogen wird. Ein Rascheln hier, ein gerissener Rehbock da. Bis dann einmal wirklich der Punk abgeht, vergeht eine ziemlich lange Zeit, um dann das Finale auf die letzten zwanzig Minuten auszudehnen. Hier ist allerdings auch recht schnell alles abgehandelt, und lie mich irgendwo doch eher unbefriedigt zurck. Natrlich bleiben die gute Kameraarbeit, der hervorragend eingesetzte Soundtrack, und die gut ausgearbeiteten Rollen, aber insgesamt wirkt "Backcountry - Gnadenlose Wildnis" auf mich einfach nicht rund. Gerade die Brenszenen, welche mit einem echten Tier gedreht wurden, sind schn bedrohlich geworden, aber viel zu wenig prsent. Der eigentliche Horror, die Angst der Protagonisten zieht erst zu spt herauf, um einen wirklich vollends mitzunehmen. Wre der Streifen etwas ausbalancierter, knnte man McDonald zu einem rundum gelungenen Erstling gratulieren, so bleibt ein etwas zu fader Beigeschmack zurck. Qualitativ bietet die Blu-ray ein wirklich gutes Bild mit satten und natrlichen Farben, sowie einem guten Kontrast. Die Tonkulisse berzeugt ebenfalls, entgegen dem Bonusmaterial, denn dieses glnzt bis auf den Originaltrailer und die Programmvorschau durch vllige Abwesenheit.
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