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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Verrückt nach Barry (Blu-ray)
Titel Verrückt nach Barry (Blu-ray)
Produktion/Vertrieb Polyband/ WVG
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Veröffentlichung 27.04.2014
Laufzeit 85:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 6 von 15 Punkten
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Wieder einmal hat sich ein Regisseur an eine Komödie gemacht, deren Witz sich eher an die Fäkalfraktion wendet. Rob Perlstein macht sich in seinem Spielfilmdebüt "Verrückt nach Barry" daran, die Geschichte von Barry und seinen Freunden Rafe, Desmond und Kurt zu erzählen. Sie kennen sich seit ihrer Kindheit, und sind mittlerweile in gesetzterem Alter. Man hat sich ein Leben aufgebaut, eine Karriere. Doch einer hat all dies nicht, da er in irgendeiner spätpubertierenden Phase hängengeblieben zu sein scheint: Barry! Er geht seinen Kumpels mit seinen infantilen Witzen und Aktionen schlicht ziemlich auf die Eier. Das schadet mitunter nicht nur der Freundschaft, sondern geht sogar so weit, dass teils die beruflichen Aussichten und Liebesbeziehungen der drei durch Barrys Verhalten immer wieder in Mitleidenschaft gezogen werden. Um der Lage Herr zu werden beschließt man eine Frau für Barry zu finden, damit dieser endlich gezähmt wird. Der wiederum lernt jedoch zufällig Melanie kennen, und verliebt sich in sie. Was die Freunde jedoch nicht wissen: Mel ist das weibliche Pendent zu Barry, und das müssen sie bald am eigenen Leib erfahren. Wie man anhand der Story schon erahnen kann, gibt es hier keine Überraschungen oder große Aha-Erlebnisse. Dies ist auch nie die Intention eines solchen Streifens, der schlicht von seinen Witzchen leben soll, die im Grunde ausschließlich auf den niedrigeren Instinktebenen ablaufen. Bei vielen Vertretern dieses Genres funktioniert dies auch, hier leider nur in Maßen. Das liegt einerseits daran, dass die Furzwitze irgendwann echt durch sind, andererseits daran, dass die beiden Antihelden Barry und Mel im Doppelpack eher anstrengend als witzig rüberkommen. Darstellerisch weiß hier keiner so wirklich zu überzeugen, obwohl Taylor Labine, Damon Wayans Jr. und auch die anderen Mimen bereits einige Erfahrung ans Set brachten. Es bleibt schlussendlich dann doch nur eine Aneinanderreihung von Gags die mal mehr, meist aber weniger zünden wollen, vorhersehbar und zu behäbig inszeniert. Für Hardcorefans solcher Streifen ist "Verrückt nach Barry" natürlich sicherlich noch als unterhaltsam einzustufen, der Rest der Zuschauer bleibt wohl eher kopfschüttelnd im Sessel zurück. Die Bildqualität der blauen Scheibe ist durchgehend gut und scharf, während sich beim Ton natürlich hauptsächlich Dialoge abspielen, und die räumliche Darstellung ins Hintertreffen gerät.
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