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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Murderous Intent - Mörderische Absichten
Titel Murderous Intent - Mörderische Absichten
Produktion/Vertrieb 3L
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Veröffentlichung 24.04.2014
Laufzeit 105:00 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 4 von 15 Punkten
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Der australische Film MURDEROUS INTENT stammt eigentlich aus dem Jahre 2006 und heißt im Original "Like Minds". Dass der Name geändert wurde, lag an der amerikanischen Veröffentlichung aus dem Jahre 2007. Das Warum bleibt dabei ungeklärt. Ebenso rätselhaft ist, wieso der Film nun acht Jahre später erneut veröffentlicht wird.
In der Riege der Akteure dürfte den meisten Zuschauern lediglich Toni Collette etwas sagen. Sie ist der einzig namhafte "Star", den man hier anführen kann. Die Schauspielerin, bekannt aus "Little Miss Sunshine", "Shaft" oder "About A Boy", spielt hier eine Kriminalpsychologin. Sie verhört den 17-jährigen Collegeschüler Alex Bennet, gespielt von Eddie Redmayne, der des Mordes an seinem Zimmergenossen bezichtigt wird. Der Streifen zeichnet sich dann vor allem durch ein Hin und Her zwischen den Backflashs des Angeklagten und dem Verhörraum aus. Während des Berichts an die Psychologin erzählt der Film die eigentliche Geschichte. Daneben spannt sich ein zweiter Plot. Es läuft parallel die Aufklärung des Falls, während immer wieder Rückblenden die Vorgeschichte zur Tat beleuchten und so nach und nach die Gegebenheiten entwirren. Jedoch kommt der Aufbau der Handlung eher einer Katastrophe gleich. Die Charaktere sind vollkommen lieblos sowie einfallslos dargestellt, der Aufbau der gesamten Handlung ist einerseits absolut vorhersehbar, andererseits vollkommen unlogisch und die Story selbst ist mit "bemüht" noch wohlwollend umschrieben. Plötzliche Wendungen werfen jedes Mal mehr Fragen auf, als dass Aufklärung geboten wird, bei Konflikten der Charaktere untereinander war man schockierend unkreativ.
Zum Ende des Films gibt es dann die große Offenbarung, bestehend aus Templermythen, Bruderschaften und weiteren Legenden. Eine banale wie einfache Lösung liefert schließlich die Antwort, wie das mit den Morden nun geschehen sein soll und der Zuschauer fragt sich nach anderthalb Stunden, wieso zum Teufel er sich diesen Schinken so lange angetan hat. Zu guter Letzt wird die Geschichte in den letzten zwei Minuten noch mal gänzlich auf den Kopf gestellt und wer bis dahin die Kiste nicht schon lange wieder ausgemacht hat, wird vor Wut über soviel Unsinn in die Tischkante beißen. Als Extra gibt es dann lediglich noch den Trailer. Alles in allem ein ziemlich schlechter Streifen, der selbst Filmstudenten wie Oscaranwärter aussehen lassen würde.
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