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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Der Teufelsgeiger (Blu-ray)
Titel Der Teufelsgeiger (Blu-ray)
Produktion/Vertrieb Universum Film
Homepage www.teufelsgeiger-film.de
Veröffentlichung 11.04.2014
Laufzeit 122:00 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 6 von 15 Punkten
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Ein berhmter, junger und gut aussehender Geiger des 21. Jahrhunderts spielt den berhmtesten Geiger der Welt, den italienischen Star des 19. Jahrhunderts Niccolo Paganini (1782-1840). Doch leider kann der bekannte Geiger David Garret nicht schauspielern, hat dabei nur zwei bis drei Gesichtsausdrcke und berzeugt nur wenn er vor opulenter Kulisse als Paganini live spielen darf. Denn spielen kann er! Es ist auch kein richtige Biografie ber den Geiger, man sieht nur die Zeit in der Paganini der erste Rock und Popstar seiner Zeit von Europa nach England geht und quasi europaweit berhmt wird. Sein diabolischer Manager macht seltsame Bemerkungen und erweckt so das Klischee des Pakt mit dem Teufels, Veronika Ferres und Helmut Berger spielen auch mit, wobei die Ferres recht blass wirkt. Garret sieht auch viel zu gut fr den kleinen, drren und mit groer Nase behafteten Geiger aus. Die Kulissen und Kostme berzeugen, aber der gut zwei Stunden lange Film pltschert ohne Hhepunkte an mir vorbei. Einige Teile der Handlung kommen gar ohne den Geiger aus, weil sie aus der Sicht des dem Konkurs nahe Konzertveranstalters gezeigt werden der Paganini nach England holte. Zwischen Drogen, Frauen und riesigen Hotelrechnungen spielt sich das Leben des Paganinis ab und erinnert gerne an divers Filme der Neuzeit ber Hard Rock und Metalbands. Punkten kann der Film in den Massenszenen die an die Rockbands der sechziger und siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts erinnert, wenn junge Frauen und Fans Paganini hinterher laufen. Andere Dinge wie sein Sohn, seine Gebrechen und Hintergrnde zu seiner Person werden einfach nicht erklrt, sondern nur angedeutet und Garret sieht selbst am Ende seines Filmlebens mit ein paar Pickeln im Gesicht zu gut fr den todkranken Geiger aus! Wenn man sich nur einen Bericht ber Wikipedia ber das Leben und Schaffen des Italieners und seine europaweiten Tourneen anschaut, ist dieser Film hier nicht mehr als ein klglicher Versuch dieser geschichtlichen Figur leben einzuhauchen. Garret hat anscheinend aus der Sache gelernt und will keine Filme mehr drehen, vielleicht hat ihn einfach nur das Thema und die Tatsache gereizt die Filmmusik schreiben zu drfen. Aber auch ein besserer Schauspieler htte die drge erzhlte Geschichte nicht gerettet bei der die Greenscreen Tricks leider sehr offensichtlich n und plump sind. Ich hoffe ber das Leben des ersten Rockstars unserer Welt wird bald ein besserer die Lebenszeit umspannender Film oder Zweiteiler gedreht! Die Extras sind nicht bel und beinhalten neben Blicke hinter die Kulissen Interviews mit Machern und Schauspielern bei denen auch David Garret viel besser wirkt als in diesem Film.
brigens: Paganini heit auch eine Schweizer Hard Rock Band um Marc Paganini, ob der mit dem Herren hier verwandt ist, kann ich nicht sagen.
Den Film kann man sich anschauen, mehr aber nicht!
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