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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Persepolis
Titel Persepolis
Produktion/Vertrieb Universum Film GmbH
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Veröffentlichung 07.03.2014
Laufzeit 92:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Bei "Persepolis" handelt es sich um eine vierteilige Comicreihe der Iranerin Marjane Satrapi, die seit 1994 in Frankreich lebt. In diesen Comics ist ein Mdchen gleichen Namens die Hauptfigur, was auch kaum verwunderlich ist, da es sich dabei auch um die Kindheit und Jugend von Frau Satrapi dreht. 2007 entstand dann schlielich auch eine gleichnamige Verfilmung des Ganzen, die nun hierzulande auf DVD und Blu-ray erscheint.
Sie wurde im Iran geboren zu der Zeit, als der Schah noch an der Macht war. Das Leben ihrer Familie nderte sich aber schlagartig, als es zur islamischen Revolution kam, und fortan ein anderer Wind wehte. Sie wird von ihren Eltern nach sterreich geschickt, wo sie Freunde findet, und irgendwann dann abermals nach Teheran geht. Nach einer unglcklichen Ehe endet die Geschichte da, wo die Autorin heute ist, in Frankreich.
Der Zeichenstil des Films ist genauso einfach gehalten, wie es in der Vorlage der Fall ist. Dies wirkt aber keineswegs strend, sondern konzentriert schlicht nur aufs Wesentliche. In einigen Lndern kam es zu Kontoversen, nicht berall wurde die Geschichte wohlwollend aufgenommen, was angesichts der Kritik am Regime im Iran nicht verwundern drfte. Allerdings sehe ich den Film weder kontrovers, noch mchte ich sonst etwas hineindichten. Freilich bildet er eine Meinung zu gewissen Dingen ab, aber vielmehr ist er auch eine Geschichte ber Menschen. Marjane ist genauso ein normales Mdchen, wie es jedes andere weltweit eben auch ist, und sie erzhlt hier ber ihr Leben. Insgesamt ist das wirklich unterhaltsam, und auch mit guter Musik aus der damaligen Zeit gewrzt. Die Stimmen, die dieses Werk hochlobend abfeiern kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Dafr reit mich "Persepolis" einfach nicht genug mit. Wer einen kleinen Blick in die iranische Kultur werfen mchte, ist hier aber sicherlich ebenso gut aufgehoben wie der Freund von Trickfilmen, der etwas mehr Substanz finden mchte als bei den heutigen Animationsstreifen, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Im Bonusbereich findet sich auch noch ein Making-Of, ein Interview mit der Autorin selbst, sowie ein paar unverffentlichte Szenen samt ihrem Kommentar, die Programmvorschau fehlt selbstverstndlich ebenso nicht.
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