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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Laurence Anyways (Blu-ray)
Titel Laurence Anyways (Blu-ray)
Produktion/Vertrieb EuroVideo
Homepage www.laurenceanyways-derfilm.de/
Veröffentlichung 23.01.2014
Laufzeit 159:00 Minuten
Autor Marc Schallmaier
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Laurence, Lehrer und Schriftsteller, und seine Freundin Frederique, die immer nur Fred genannt wird, fhren eine glckliche Beziehung. Doch eines Tages erffnet Laurence seiner Freundin, dass es Gefhle in ihm gibt, die er ihr nicht lnger verschweigen kann. Er fhlt innerlich, dass er eigentlich eine Frau ist, und dass er ab sofort dies auch ausleben will. Zunchst ist Fred zerrissen. Ist Laurence homosexuell, und was ist ihre Beziehung wert? Auch die Mutter von Laurence kann seine Entscheidung nicht nachvollziehen. Aber nach einer kurzen Zeit begreift Fred, dass ihre Liebe zu Laurence strker als ihr Zweifel ist, und sie versucht mit ihm diesen Weg zu gehen. Dies ist einfacher gesagt als getan, denn Laurence tritt ab sofort in Frauenkleidung mit Schminke auf, und die beiden stoen auf allerlei Widerstnde in ihrem Umfeld. Der Druck auf Fred wird immer grer und so muss sie sich entscheiden, welchen Weg sie weiter gehen will.
Sicherlich ist das angeschnittene Thema des Geschlechtertauschs nicht neu. Fast immer wurde dies aber eher als Komdie verpackt, selten gab es wirklich ernste Beitrge zu diesem Thema. Und in einer Komdie wurde der Tausch von Mann zu Frau oder umgekehrt immer als Mittel zum Zweck genutzt. In dem vorliegenden Fall "Laurence Anyways" geht das Ganze aber sehr viel tiefer und wird nur selten mit Situationskomik aufgelockert. Die beschriebene Beziehung zwischen Laurence und seiner Freundin ist die tragende Sule des Films. Dabei versteht es der Regisseur eindrucksvoll, seinen Film mit starken Bildern zu versehen, um damit die tiefe Verbundenheit seiner beiden Hauptdarsteller zu unterstreichen. Nicht umsonst gilt der junge Regisseur Xavier Dolan als eines der hoffnungsvollsten Talente in den Traumfabriken dieser Welt.
"Laurence Anyways" ist sicherlich kein einfacher Film und auf gar keinen Fall Unterhaltung auf Popcorn Niveau. Auf diesen Film und seine Thematik muss man sich als Zuschauer einlassen, und auch die Nachwirkungen, die der Film hinterlsst, lassen einen nach dem Abspann nicht umgehend zur Tagesordnung weitergehen. Wer jetzt als Freund der gitarrenlastigen Musik denkt, was hat das noch mit Rock'n'Roll oder Heavy Metal zu tun, der brauch nur an den Snger von LIFE OF AGONY denken. Keith Caputo hat eben genau diese Wandlung durchgemacht und heit jetzt Mina Caputo.
Ein beeindruckender Film, der aber nicht jeden ansprechen wird.
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