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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Eden (Blu-ray)
Titel Eden (Blu-ray)
Produktion/Vertrieb Ascot Elite Home Entertainment
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Veröffentlichung 26.03.2013
Laufzeit 98:07 Minuten
Autor Marc Schallmaier
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Hyun Jae ist eine Amerikanerin koreanischer Abstammung. Als sie eines Abends mit einer Freundin in einer Bar unterwegs ist, lernt sie einen netten und freundlichen Kerl kennen. Dieser bietet ihr spter an, sie mit seinem Auto nach Hause zu bringen. Doch Jae wird nicht zu Hause erscheinen. Sie erwacht irgendwo in einer Art Lagerhalle, wo sie von einer mysterisen Krankenschwester mit Medikamenten behandelt wird. Hyun Jaes Martyrium beginnt, denn fortan muss sie fr zahlungswillige Kunden als Prostituierte herhalten oder in Pornofilmen mitmachen. Doch ihr Wille ist nicht gebrochen, und so wagt sie einen Fluchtversuch, bei dem sie ihr Leben aufs Spiel setzen muss.
Der Film "Eden" von Megan Griffiths basiert auf wahren Ereignissen. Das Thema organisierter Mdchenhandel mit all seinen Begleiterscheinungen wurde in jngster Vergangenheit immer wieder aufgegriffen. Zum Teil fiktiv, teilweise aber auch wie der vorliegende Film aus der Realitt entnommen. So durchlaufen diese Filme meiner Meinung nach immer eine Gratwanderung. Eine plakative Zurschaustellung von dumpfer Gewalt oder auch sexuellen bergriffen verbieten sich eigentlich von selbst, aber andererseits muss ein Film ber eine gewisse Dramatik verfgen, um den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Und oftmals driften die Produktion entweder in einer Art Horror Porno ab oder Langweilen den geneigten Zuschauer durch eine drge Erzhlweise einer traurigen Geschichte ber eine Frau, die einem widerlichen Verbrechen zum Opfer gefallen ist.
"Eden" ist keines von beiden, denn man verzichtet auf explizite Darstellung von aggressiven bergriffen oder Misshandlungen an den Frauen. Dies soll sich mehr im Kopf des Betrachters abspielen. Allerdings lsst auch die Dramaturgie zu Wnschen brig. Zu langatmig kommt der Film in einigen Stellen rber, und auch der Zeitsprung im Film mit einhergehenden Vernderungen gerade bei der Protagonistin lsst zumindest bei mir viele Fragen unbeantwortet.
Melanie Griffiths hat wahrlich keinen schlechten Film abgeliefert, aber es hapert doch an einigen Ecken und Kanten. Lblich, dass sie das Thema mit einem gewissen Fingerspitzengefhl anpackt. Auch die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin Jamie Chung sowie Beau Bridges, der den zustndigen Sheriff spielt, sind aller Ehren wert. Aber stndige Close Ups von Hyun Jae und den eben schon angesprochenen Zeitsprung lassen andere gute Anstze im Keim ersticken. Sicherlich ein Film, den man nicht direkt vor dem Schlafen gehen anschauen sollte. Aber unbedingt gesehen haben muss man den Film auch nicht.
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