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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Let me in
Titel Let me in
Produktion/Vertrieb Universal DVD
Homepage www.letmein-film.de/
Veröffentlichung 19.04.2012
Laufzeit 110:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Remakes sind in den USA mittlerweile ja gang und gbe. Nun kommt es aber doch nicht so oft vor, dass ein relativ junges Buch in kurzer Zeit gleich zweimal eine Verfilmung erfhrt! Beim Vampirroman des schwedischen Autors John Lindqvist, "Lat den rtta komma in", ist dies jedoch der Fall. 2008 erschien der schwedische Streifen "Let the right one in", und als dieser hierzulande nicht einmal erschienen war, war schon die Neuverfilmung "Let me in" beschlossene Sache, welche nun auch hier kuflich zu erwerben ist. Nachdem mich das Original uerst positiv berraschte, war ich ehrlich gesagt wirklich abgeneigt, dem Remake berhaupt eine Chance zu geben. Irrtum, wie ich eingestehen muss!
1983, New Mexico. Hier lebt der junge Owen. Ein kleiner und schwchlicher Junge, der in der Schule stets gepeinigt und geschlagen wird. Einzige Freundin ist ihm die neu zugezogene Abby, welcher er nachts auf dem Spielplatz vor dem Haus begegnet. Doch Abby scheint ein Geheimnis zu haben, und die Freundschaft der beiden darf eigentlich nicht sein. Mehr verraten mchte ich nicht, denn der Film ist so empfehlenswert, dass man sich den Rest selbst anschauen sollte. Ja, sogar Kenner und Fans des Originals drfen mehr als nur einen Blick riskieren! In meinen Augen hat Regisseur Matt Reeves es geschafft, einen wirklich sehenswerten Film zu schaffen, der trotz des hervorragenden "Let the right one in" definitiv seine Daseinsberechtigung hat! Das ist mehreren Dingen geschuldet. Zum Einen sind die Darsteller grandios gut (allen voran Cloe Grace Moretz aus "Kick Ass"), zum anderen hat man, trotz des Hinzufgens einiger Effekte und kleinerer sonstiger nderungen, die melancholisch-dstere Grundstimmung wieder eingefangen und beibehalten. Die nderungen tun dem Film wirklich gut, auch wenn ich nicht sagen kann, welche Verfilmung nun nher an der Geschichte des Buches ist. Die Verlagerung des Ganzen in die frhen 80er Jahre bringt soundtrackmssig noch den ein oder anderen Knaller auf den Tisch, wobei auch der orchestrale Hintergrund superb geworden ist, und das Geschehen erstklassig unterstreicht! Die Frage welche der Verfilmungen nun besser ist, wage ich fr mich nicht zu beantworten, da beide ihre Vorzge haben. Etwas runder, und weniger unzugnglich ist klar die US-Version, vorziehen wrde ich keine der Fassungen. Vampirfans drfen also ohne Umschweife zugreifen, man sollte hier aber weder etwas in Richtung Twighlight-Unsinn, noch Vampirsplatter ala "30 Days of Night" erwarten. "Let me in" ist eine gefhlvolle Geschichte um das Erwachsenwerden, die erste Liebe, Freundschaft, und noch einiges mehr.
Die DVD beinhaltet neben Trailern noch ein interessantes Making-Of, einen Audiokommentar mit dem Regisseur sowie unverffentlichte Szenen und eine kurze Doku ber die Effekte im Film.
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