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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Obsession - Tödliche Spiele
Titel Obsession - Tödliche Spiele
Produktion/Vertrieb Sunfilm
Homepage www.sunfilm.de
Veröffentlichung 08.03.2012
Laufzeit 91:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Kent ihr das? Ihr seht einen Film im Laden / in der Videothek / wo auch immer stehen und wisst mit einem Kennerblick aufs Cover: Der ist scheiße! "Der Schocker auf dem Fantasy Filmfest 2011", "Ultrahartes Britisches Horror-Kino von den neuen Genrespezialisten aus England" und "Gegen diesen Film sind Hostel und Saw ein Witz" (DER musste ja noch drauf) prangen die Qualitätsmerkmale groß und werbewirksam auf der Rückseite. In Verbindung mit dem dämlichen und unpassenden deutschen Untertitel "Tödliche Spiele" ist das Bild perfekt.
Hätte ich den Film nicht besprechen müssen, er wäre nie in meinem Player gelandet... und ich hätte was verpasst. Ernsthaft! "Obsession", dessen passender Originaluntertitel "Little Deaths" lautet, ist tatsächlich eine kleine Perle, und wenn der Vergleich gerade mit Saw doch ein wenig hinkt, so möchte ich das Werk allen ans Herz legen, die auf böse Kurzfilme stehen.
In 3 halbstündigen Episoden dreht sich alles um Begierde, sexuelle Abarten und menschliche Abgründe. Der Film schafft es, mit jedem weiteren Kapitel noch einen drauf zu setzen, dabei fängt es im Grunde auch schon heavy an.
Ein reiches, gelangweiltes Ehepaar holt sich seine sexuellen Kicks mithilfe von Obdachlosen, die sie mit der Aussicht auf eine warme Mahlzeit und einen Batzen Geld zu sich nach Hause locken. Dumm nur, wenn die vermeintlich hilflose Person ein düsteres Geheimnis mit sich herum trägt.
In Episode 2 geht es um einen seltsamen Arzt, der ein medizinisches Projekt der Nazis betreut und im letzten Film lernen wir Claire und Pete kennen, die sich... sagen wir mal, nicht gerade mit der Missionarsstellung zufrieden geben. Dominanz und Unterwürfigkeit spielen bei diesen eine größere Rolle, bis es dem devoten Teil des Gespanns irgendwann reicht.
Zuviel möchte ich nicht verraten, weil sonst einige Überraschungen dahin sind.
Die drei verschiedenen Regisseure, die sich des Projekts angenommen haben, leisteten allesamt gute bis prächtige Arbeit und für einen Low Budget Streifen ist das Ding ein Knaller. Auch mit guten Ideen, die eben nicht viel kosten, lassen sich Stimmungen erzeugen. Exemplarisch hierfür seien besonders die letzten 10 Minuten des letzten Films genannt, die allein von der Musik getragen werden.
Die Schauspieler machen ihre Sache ordentlich, die Synchronsprecher nicht ganz so. Dafür geht der Film mit guten Ideen, fiesen Bildern und einer feinen Portion Kompromisslosigkeit als Sieger ins Ziel. Wie war das noch mal? Don't judge a book...
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