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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Tschaikowsky - Genie und Wahnsinn
Titel Tschaikowsky - Genie und Wahnsinn
Produktion/Vertrieb Alive/ Winkler Film
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Veröffentlichung 17.02.2012
Laufzeit 118:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Bei den Kritikern hatte er es oft nicht leicht, das hielt ihn aber nie davon ab, kontroverse Filme zu drehen, die durchaus ein Publikum fanden. Im Jahr 2001 verstarb Regisseur Ken Russell leider, er hinterlie uns aber eine interessante Palette seiner Werke, darunter auch "Tschaikowsky - Genie und Wahnsinn", welchen er im Jahr 1970 abdrehte.
Hier geht es, wie soll es auch anders sein, um das Leben und Wirken des Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, von dessen unzhligen Werken den meisten sicher die Ballette "Schwanensee" und "Der Nussknacker" gelufig sind.
Der noch junge Komponist Tschaikowsky lsst es sich mit seinem Freund Graf Schiluwksy richtig gut gehen. Sie leben ausschweifend und genieen. Als Tschaikowsky sein erstes Klavierkonzert gibt, wird er mit einem Schlag berhmt, und sein Leben ndert sich apprupt. Fortan ist auch die Damenwelt an dem Guten interessiert, und zwei Damen buhlen um seine Gunst. Einerseits Witwe Nadeschda, mit welcher er Briefkontakt hat, andererseits die unersttliche Antonia, welche ihn unbedingt heiraten mchte. Tschaikowsky fhlt sich zwar eher zu Mnnern hingezogen, heiratet Antonia aber dennoch. Dies strzt den Komponisten jedoch in eine Krise, die ihn immer tiefer mit sich zieht.
Ohne ausufernde Kenntnis der wirklichen Biografie des Herrn, mchte ich behaupten, dass Russell hier gute Arbeit abgeliefert hat, und einen umfassenden Einblick in das Leben des Musikgenies geben kann. Natrlich wirkt das Ganze etwas angestaubt, aber ich denke gerade das punktet hier doch schon. Die opulente Ausstattung der ganzen Inszenierung, gepaart mit der fast stndig vorherrschenden klassischen Musik ber den Szenen, fgt sich zu einem gelungenen Ganzen zusammen. Eine superbe Wahl fr den homosexuellen Komponisten war hier natrlich Richard Chamberlain, den mit absoluter Hingabe spielt, und sicher seine eigenen Erfahrungen etwas mit in die Rolle einflieen lassen konnte. Aber auch sonst ist die Besetzung sehr gut, und Russell vermag mit seiner Symbolik, die er grundstzlich in seinen Filmen verarbeitet, hier gut zu punkten. Fr mich persnlich kein Highlight, was aber daran liegt, dass ich nicht sonderlich affin zu den groen klassischen Musikwerken bin. Fr Freunde des Films, oder die, welche es noch werden wollen, sicher eine groartige Gelegenheit, vor allem hinsichtlich der guten Bild- und Tonqualitt. Extras bietet die DVD aus dem Hause Winkler Film leider keine.
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