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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Warrior
Titel Warrior
Produktion/Vertrieb Universum Film GmbH
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Veröffentlichung 24.02.2012
Laufzeit 134:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Kampfsportfilme sind seit jeher mein Steckenpferd, seien es die guten alten 80er Klopper, die 90er Fliebandstreifen, oder auch die aktuelleren Beitrge ala "The Fighter". Als klar wurde, dass sich "Warrior" mit dem aktuellen Trend-Kampfsport "Mixed Martial Arts" beschftigt, war ich zunchst allerdings sehr skeptisch. Dem entgegen stand Regisseur Gavin O'Connor der mit "Miracle - Das Wunder von Lake Placid" bereits einen ordentlichen Sportfilm abgelieferte, und mit "Das Gesetz der Ehre" zeigen durfte, dass er ein Gespr fr gute Figuren und ein passendes Drumherum hat.
Wie bei allen Filmen dieser Art, ist die Geschichte recht schnell erzhlt. Der alte Paddy Conlon hatte viele Jahre ein starkes Alkoholproblem, weswegen sein Verhltnis zu seinen zwei Shnen vollkommen kaputt ist. Sein jngerer Sohn Tommy kehrt aus dem Irakkrieg heim, und mchte von ihm fr ein groes Kampfsportturnier trainiert werden, aber sonst nichts mit ihm zu tun haben. Sein lterer Sohn Brendan war frher auch Kmpfer, ist nun aber Physiklehrer mit Geldproblemen. Gegen den Widerstand seiner Frau trainiert auch er fr das Turnier, nachdem er fr einen Kampf vom Dienst suspendiert wurde. Noch wissen die Brder nicht, dass sie beim "Sparta" aufeinandertreffen werden.
Natrlich erinnert dieses Machwerk stellenweise stark an Sportlerdramen wie "The Fighter" oder "The Wrestler", aber erfreulicherweise ohne diese zu kopieren. Hauptaugenmerk legte O'Connor hier eher auf die zwischenmenschlichen Vater-Sohn Probleme, und somit ganz klar auf die dramatischen Aspekte der drei Akteure. Die Kmpfe kommen natrlich nicht zu kurz, und sind auch sehr gut choreographiert, aber fr mich hat einfach die Geschichte berzeugt, was bei Filmen mit Kampfsport-Thematik ja nicht selbstverstndlich ist. Hierzu tragen ganz klar die wirklich ausgewogene Inszenierung bei, als auch die hervorragenden Darsteller! Tom Hardy verkrpert den vom Krieg gezeichneten und kalten Fighter ebenso gut, wie es Joel Edgerton vermag, den beliebten Lehrer, der um seine Existenz kmpft, zu spielen. Hervorheben mchte ich aber, trotz seiner eher geringen Screentime, Nick Nolte! Er bekam vollkommen zu Recht die Nominierung fr den besten Nebendarsteller bei den Oscars, und berzeugt auf seine Alten Tage einfach grandios!
Trotz der harten Fights, die eher das letzte Drittel des Films ausmachen, ist der Streifen also nicht nur fr die Klopperfraktion empfehlenswert, sondern auch fr jene, die es etwas gefhlsbetonter mgen.
Neben Audio-Kommentar und Making-Of, bietet die DVD noch allerlei zustzlich Extras, die allesamt wirklich interessant sind, und zustzlich eine kleine Trailershow zum weiteren Programm.
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